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Ausbildung Technische/r Modellbauer/in
Ausbildung: Du machst Ideen greifbar
Du bist der Typ Prototyp? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Technischen Modellbauer/in genauer an. Du gibst den Ideen von Designer/innen, Ingenieur/innen und Architekt/innen eine echte Form. Du baust Prototypen, an denen getestet wird, ob ein Produkt marktreif ist. Dafür arbeitest du am Computer mit CAD-Programmen und in der Werkstatt mit Fräsen und 3D-Druckern. Du verarbeitest Kunststoff, Holz und Metall. Jedes Modell ist anders. Hier erfährst du, was du als Technische/r Modellbauer/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Technische/r Modellbauer/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2009 heißt er so wie heute.
- ab 1949 bis 1997Modelltischler/
in sowie Fahrzeugstellmacher/ in - ab 1949 bis 1997Modellschlosser/
in - 1997 bis 2009Modellbauer/
in (Handwerk) und Modellbaumechaniker/ in (Industrie) - seit 2009Technische/
r Modellbauer/ in
Im Alltag sagt man auch: Modellbauer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Technische/r Modellbauer/in?
Du verbindest CAD-Programme mit handwerklichem Geschick und fertigst präzise, detailgetreue Modelle. Das sind deine typischen Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Modellbau: Deine Hauptaufgabe ist es, Modelle von Produkten, Gebäuden, Maschinen oder Prototypen anzufertigen. Dabei hältst du dich an die Vorgaben von Ingenieur/innen, Designer/innen und Architekt/innen.
- Materialauswahl: Du wählst passende Materialien wie Kunststoff, Holz oder Metall aus und verarbeitest sie.
- Werkzeuge und Maschinen: Du bedienst Schneidemaschinen, Fräsen, 3D-Drucker und Lasergravurmaschinen.
- Montage und Präsentation: Du setzt die Einzelteile zusammen. Das fertige Modell wird präsentiert und getestet.
Je nach Fachrichtung unterscheiden sich die Aufgaben etwas.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Unternehmen produzieren ein Produkt erst in großen Mengen, wenn die Fehler ausgemerzt sind. Deine Modelle helfen, Schwachstellen zu finden und zu verbessern. Mit deiner Erfahrung kannst du oft schon vorher sagen, was machbar ist. So sparst du Unternehmen viel Zeit und Geld. Und du verhinderst, dass fehlerhafte Produkte in großer Zahl auf den Markt kommen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Technischen Modellbauer/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Modelle herstellen: Du lernst den Umgang mit den Maschinen und liest und erstellst technische Zeichnungen. Du lernst Techniken für den Modellbau und den sicheren Umgang mit Holz, Metall, Kunststoff und mehr.
- Modelle konstruieren: Du arbeitest mit CAD-Programmen und erstellst eigene Modelle. Du berechnest, welche Belastungen das Material aushalten muss.
- Rapid Prototyping: Mit diesem Verfahren baust du mit wenig Aufwand einen vorzeigbaren Prototyp. Du präsentierst ihn und baust das Feedback in das nächste Modell ein.
- Zusatzaufgaben: Du beschaffst Material, kalkulierst Kosten und hältst dein Werkzeug in Schuss.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Technische/r Modellbauer/in?
Was solltest du mitbringen?
- mindestens die Mittlere Reife
- Lust auf einen technischen Präzisionsberuf
- handwerkliches Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen
- Interesse an Computern und CAD
- Geduld und eine genaue Arbeitsweise
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 857 € bis 1.373 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.059 € bis 1.408 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.140 € bis 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.190 € bis 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Technischen Modellbauer/in zu dir?
Du tüftelst gern und willst Neues bauen? Das spricht für die Ausbildung:
- Technik von morgen: Du baust, was es noch gar nicht gibt. Fehler werden erkannt, bevor ein Produkt in Serie geht.
- Abwechslung: Jede Arbeit ist anders. Du baust Modelle für künftige Autos, Werkzeuge und vieles mehr.
- Viele Einsatzfelder: Dein technisches Verständnis ist in vielen Industriebereichen gefragt.
Du suchst einen anderen Weg? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Industriekeramiker/in in der Modelltechnik an. Oder entdecke Berufe aus dem Kunsthandwerk.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Technische/r Modellbauer/in?
Was du als Technische/r Modellbauer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Modellflugzeuge oder Dioramen bis ins kleinste Detail baut, am Computer 3D-Modelle entwirft und sie im Schul-Makerspace druckt, zeigt Betrieben Präzision und räumliches Denken. Wer dazu in der Theater-AG Requisiten baut, beweist Teamgeist unter Termindruck. Wenn du Produkte lieber am Computer gestaltest, schau dir Technische/r Produktdesigner/in an. Für Formen aus Gips und Keramik passt Industriekeramiker/in Modelltechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- detailreiche Modellflugzeuge oder Dioramen baust Präzision
- am Computer eigene 3D-Modelle entwirfst Räumliches Denken
- im Makerspace Teile mit dem 3D-Drucker druckst Technikverständnis
- in der Theater-AG Requisiten und Kulissen baust Teamgeist
- an einem Projekt tüftelst, bis jedes Detail stimmt Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 80
Betriebe bilden aus
Platz 142 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Gießereimechaniker/in aus.
Fast jeder 2. bildet auch Industriemechaniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg20
- Bayern20
- Nordrhein-Westfalen10
Die meisten Betriebe: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Kreis Recklinghausen, Bielefeld
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du schließt die Ausbildung mit dem Gesellenbrief ab. Danach bleibst du in deinem Ausbildungsbetrieb oder siehst dich woanders um. Du findest praktisch überall Arbeit, wo technische Produkte entstehen. Hier kannst du arbeiten:
- im Maschinenbau
- im Automobilbau
- im Flugzeugbau
- im Schiffbau
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in oder Meister/in: Du übernimmst mehr Verantwortung.
- Spezialisierung: Mit Fachwissen und guter Arbeit steigen deine Chancen.
- Studium: zum Beispiel in Metallbau, Konstruktionstechnik oder Metallurgie
Fazit: Aus Plänen werden echte Modelle
Als Technische/r Modellbauer/in erwarten dich spannende Technik und neue Ideen. Du baust aus Plänen und Designs echte Modelle, an denen Fehler gefunden werden. So sparst du Unternehmen viel Geld und hilfst, die Technik von morgen zu bauen. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist dual. Danach kannst du Techniker/in oder Meister/in werden oder studieren.
Du bist der Typ Prototyp? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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