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Ausbildung Textil- und Modenäher/in
Ausbildung: Mode aus Nadel und Faden
Du hast ein Händchen für Nadel und Faden? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Textil- und Modenäher/in an. Hier machst du dein Hobby zum Beruf. Aus Stoff, Nadel und Faden stellst du Kleidung und andere Modeprodukte her. Du schneidest zu, nähst an der Maschine und setzt Änderungswünsche um. Am Ende prüfst du, ob jede Naht sitzt. Hier erfährst du, was du als Textil- und Modenäher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Früher hieß dieser Beruf Modenäher/in.
Auf einen Blick
Textil- und Modenäher/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2015 heißt er so wie heute.
- 1971 bis 1997Bekleidungsfertiger/
in - 1971 bis 1997Bekleidungsnäher/
in - 1997 bis 2015Modenäher/
in - seit 2015Textil- und Modenäher/
in
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Näherzeugnisse (Textilien), Textilfacharbeiter/in (Schwerpunkt Konfektionierung)
Im Alltag sagt man auch: Näher/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Textil- und Modenäher/in?
Du stellst Textilprodukte und Bekleidung durch Näharbeiten her. So kann dein Arbeitsalltag aussehen:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Entwerfen: Das Entwerfen ist der erste Schritt, bevor ein Kleidungsstück entsteht.
- Zuschneiden: Du schneidest die Stoffe nach Maß zu und bereitest sie für den nächsten Arbeitsschritt vor.
- Nähen: Einen großen Teil deiner Arbeit macht das Vernähen der Stoffteile zu Kleidungsstücken aus.
- Anpassen: Du setzt Änderungs- und Anpassungswünsche deiner Kund/innen um.
- Qualität prüfen: Jedes fertige Kleidungsstück kommt in die Qualitätsprüfung. Mängel besserst du aus.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Kleidung und andere Textilien entstehen durch geschickte Hände an der Nähmaschine. Du nähst schnell und präzise Kleidung in vielen Farben und Formen. Damit machst du modebewusste Kund/innen glücklich.
Du tust auch etwas für die Nachhaltigkeit. Wenn du Kleidung reparierst oder anpasst, landet sie seltener im Müll.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Textil- und Modenäher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Du lernst im Betrieb und in der Berufsschule.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Stoffe zuschneiden: Du lernst, worauf du beim Zuschneiden von Stoffbahnen achten musst. Du lernst Schnitttechniken, bei denen wenig Material verloren geht. Außerdem erstellst du Schnittmuster.
- Einzelteile nähen: Du nähst Einzelteile wie Ärmel zusammen. Dann kombinierst du mehrere Teile zu einem Kleidungsstück. Zum Schluss setzt du Details und Knöpfe an.
- Kleidung ändern: Du nähst bestehende Kleidung nach Maß um. Du ersetzt Verschleißteile wie Reißverschlüsse. Dabei lernst du viel über Nachhaltigkeit.
- Qualität prüfen: Du lernst, deine Nähte zu prüfen. Entspricht eine Naht nicht den Ansprüchen, trennst du sie auf und nähst sie neu. So lernst du auch, andere Näharbeiten zu bewerten.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Textil- und Modenäher/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Mode und Design
- Freude an der Arbeit mit Nadel, Faden und Stoff
- handwerkliches Geschick und Kreativität
- eine sorgfältige Arbeitsweise und ein gutes Auge für Details
- Geduld und Ausdauer
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.116 € bis 1.178 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.174 € bis 1.240 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Textil- und Modenäher/in zu dir?
Du interessierst dich für Mode und bist kreativ? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Vielfalt: Du fertigst Kleidung, Accessoires oder Heimtextilien, die Menschen im Alltag brauchen.
- Handwerk: Du zeigst dein Geschick und arbeitest mit schönen Stoffen.
- Eigene Ideen: Du kannst eigene Mode gestalten und deine eigene Kleidung nähen.
Du willst noch mehr über Schneiderberufe erfahren? Dann schau dir auch Schneider/in, Modeschneider/in oder Maßschneider/in an.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Textil- und Modenäher/in?
Was du als Textil- und Modenäher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer an der Nähmaschine Kleidung ändert, Kostüme für die Theater-AG näht oder alte Shirts upcycelt, zeigt Betrieben Geschick, Kreativität und Geduld. Ein Nebenjob im Modegeschäft beweist dazu, dass du ein Auge für Qualität und einen guten Draht zu Kund/innen hast. Wenn du Kleidung ganz nach Maß fertigen willst, schau dir Maßschneider/in an. Für Entwürfe und Mode in Serie passt Textil- und Modeschneider/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- an der Nähmaschine Kleidung nähst oder änderst Geschick
- aus alten Sachen etwas Neues upcycelst Kreativität
- für Theater-AG oder Fasching Kostüme nähst Teamgeist
- im Modegeschäft oder Secondhandladen jobbst Kundenorientierung
- Löcher stopfst, bis keine Naht mehr zu sehen ist Geduld
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 40
Betriebe bilden aus
Platz 180 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 4. bildet auch Fachkraft Lagerlogistik aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg10
- Bayern10
- Nordrhein-Westfalen5
Die meisten Betriebe: Landkreis Esslingen, Zollernalbkreis, Bielefeld
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach zwei Jahren bist du ausgebildete/r Textil- und Modenäher/in. Du arbeitest dann in der Mode- und Textilbranche, zum Beispiel bei Modeherstellern.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Modeschneider/in: Mit einem weiteren Ausbildungsjahr wirst du Modeschneider/in. Du lernst weitere Techniken und bist breiter aufgestellt.
- Weiterbildung und Meister/in: Du kannst dich weiterbilden oder den Meistertitel machen.
- Studium: Wenn deine Schulabschlüsse es zulassen, kannst du studieren.
- Selbstständigkeit: Du kannst eine eigene Änderungsschneiderei eröffnen oder unter Umständen ein kleines Modelabel gründen.
Fazit: Nadel und Faden in deiner Hand
Als Textil- und Modenäher/in nähst du Textilien fachgerecht zusammen und prüfst ihre Qualität. Du stellst Kleidung und andere Stoffprodukte her, die Menschen gern tragen. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und findet in Betrieb und Berufsschule statt. Sie ist eine gute Grundlage für deine Karriere in der Modewelt.
Lust bekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Mode, Textil und Leder.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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