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Ausbildung Uhrmacher/in
Ausbildung: Präzision bis ins kleinste Zahnrad
Willkommen in einer Welt, in der es auf Bruchteile eines Millimeters ankommt! In der Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in wirst du zum Profi für die Zeit. Du verbindest altes Kunsthandwerk mit moderner Technik. Du baust mechanische Uhrwerke und arbeitest an präzisen elektronischen Zeitmessern. Du fertigst winzige Zahnräder, oft unter dem Mikroskop. Und du rettest wertvolle Erbstücke, die Generationen überdauern sollen. Hier erfährst du, was du als Uhrmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Uhrmacher/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1976 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- bis 1976Kleinuhrenmacher/
in - bis 1976Remonteur/
in - seit 1976Uhrmacher/
in
In der DDR hieß der Beruf: Uhrenmechaniker/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Uhrmacher/in?
Du bist Expert/in für Feinmechanik und Mikrotechnik. Du verstehst, fertigst und wartest kleinste Bauteile. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Bauteile herstellen: Du fertigst winzige Teile wie Wellen, Schrauben oder Zahnräder durch Drehen, Fräsen und Schleifen, oft unter dem Mikroskop.
- Montieren und justieren: Du setzt Uhrwerke für Groß- und Kleinuhren zusammen und regulierst ihre Ganggenauigkeit. Dabei arbeitest du mit Hemmung und Unruh.
- Fehler finden und reparieren: Mit elektronischen Zeitwaagen und Prüfgeräten analysierst du Fehler in mechanischen, Quarz- oder Funkuhren und behebst sie.
- Elektronik und Mikrotechnik: Du verstehst elektronische Schaltungen in Uhren. Du prüfst Batterien und Kondensatoren und tauschst Module aus.
Warum ist der Beruf so besonders?
Uhren haben einen praktischen Nutzen und dazu einen ästhetischen und oft auch materiellen Wert. Viele werden als Erbstücke von Generation zu Generation weitergegeben. Das geht nur, weil Uhrmacher/innen hervorragende Arbeit leisten. Du arbeitest in besonderen Handwerksbetrieben. Oft arbeitest du dabei mit Partnern wie Designstudios, Metallwerkstätten und Glashütten zusammen.
- Faszination Technik: Mechanische Uhrwerke funktionieren ohne Strom und halten bei guter Pflege Jahrhunderte.
- Konzentration: Du liebst die Ruhe und vertiefst dich gern stundenlang in ein kniffliges Problem.
- Wertarbeit: Du rettest Erbstücke mit ideellem Wert oder arbeitest an teuren Luxusuhren.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie ist dual im Uhrmacherbetrieb und in der Berufsschule. Alternativ lernst du an einer speziellen Uhrmacherschule. Ab dem ersten Jahr arbeitest du in der Werkstatt.
So baut sich die Ausbildung auf:
- 1. Lehrjahr: Werkstoffkunde, Grundausbildung Metall mit Feilen, Sägen und Bohren, Aufbau einfacher Großuhren wie Wecker oder Wanduhren
- 2. Lehrjahr: Kleinuhren wie Armbanduhren, Automatikwerke und Datumsschaltungen
- 3. Lehrjahr: komplizierte Uhren wie Chronographen, elektronische Zeitmesser, Restaurierung antiker Uhren und Kundenberatung
Das lernst du außerdem:
- Uhren herstellen: Du liest Konstruktionszeichnungen, fertigst Einzelteile und Gehäuse und montierst alles. Du stellst die Uhren so ein, dass sie lange genau gehen.
- Uhren reparieren: Du lernst Uhrentypen und ihre Teile kennen. Du findest Fehler, tauschst defekte Teile aus und pflegst Uhren.
- Kund/innen beraten: Du beantwortest Fragen zu Funktionen, nimmst Reparaturaufträge an und stellst Rechnungen und Zertifikate aus.
Prüfungen: Zur Mitte des zweiten Lehrjahres legst du eine Zwischenprüfung ab. Am Ende steht die Gesellenprüfung mit Theorie und einer praktischen Arbeit, zum Beispiel einem Werkstück oder einer komplexen Reparatur.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Uhrmacher/in?
Was solltest du mitbringen?
- Interesse an Technik und Feinmechanik
- sehr gute Feinmotorik und eine ruhige Hand
- Geduld und Konzentrationsfähigkeit
- gutes Sehvermögen
- Sorgfalt und Freude an Präzision
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.304 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.378 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.489 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in zu dir?
Du tüftelst gern an kleinen Dingen und hast Geduld? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Feinmechanik: Du lebst dein Interesse an Technik und Feinmotorik voll aus.
- Einzigartigkeit: Du lernst ein seltenes Handwerk, das weltweit geschätzt wird. Made in Germany gilt in der Uhrenwelt als Gütesiegel.
- Gefragtes Können: Mechanische Luxusuhren erleben eine Renaissance. Für ihren Service braucht es Fachkräfte.
- Ruhepol: Die Arbeit am Werktisch bietet volle Konzentration auf das Wesentliche.
Du willst in der Luxusbranche bleiben? Dann schau dir die Berufe Edelsteinfasser/in oder Edelmetallprüfer/in an. Auch Feinwerkmechaniker/in könnte zu dir passen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Uhrmacher/in?
Was du als Uhrmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Wecker aufschraubt, um zu sehen, wie sie ticken, mit winzigen Teilen Modelle baut oder in der Technik-AG lötet, zeigt Betrieben Feinmotorik und Konzentration. Wer seit Jahren Klavier oder Querflöte spielt, beweist dazu Geduld und Freude an Präzision. Wenn dich Präzisionsteile aus Metall reizen, schau dir Feinwerkmechaniker/in an. Für Edelsteine und Schmuck passt Edelsteinfasser/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- alte Wecker oder Spieluhren aufschraubst und untersuchst Neugier
- mit sehr kleinen Teilen Modelle baust Feinmotorik
- in der Technik-AG unter Anleitung lötest Technikverständnis
- Klavier oder Querflöte seit Jahren übst Geduld
- stundenlang konzentriert an einer Sache tüftelst Konzentration
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
6
Betriebe bilden aus
Platz 282 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg2
- Bayern1
- Hessen1
Die meisten Betriebe: Main-Taunus-Kreis, Pforzheim, Enzkreis
3 von 3 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben des Uhrmacherhandwerks. Gute Chancen hast du im Luxussegment und bei großen Manufakturen.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Uhrmachermeister/in: die höchste Qualifikation im Handwerk. Damit darfst du einen eigenen Betrieb führen und Lehrlinge ausbilden.
- Spezialisierung: auf bestimmte Marken oder die Restaurierung antiker Uhren
- Industrie: Aufstieg zum/zur Werkstattleiter/in oder Qualitätsmanager/in in der Uhrenproduktion
- Studium: Mit Meistertitel oder Abitur studierst du zum Beispiel Präzisionsmanufaktur oder Feinwerktechnik.
Mit guter Arbeit, Fortbildungen und Spezialisierung steigen auch deine Gehaltsaussichten.
Fazit: Handwerkskunst für die Zeit
Als Uhrmacher/in stellst du Uhren aller Art her, reparierst und pflegst sie. Mit Geschick und Technikwissen sorgst du dafür, dass Uhren genau gehen und lange halten. Der Beruf verbindet Tradition und Moderne und verlangt Präzision und Geduld. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, dual im Betrieb oder an einer Uhrmacherschule.
Ist das dein Job? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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