Alle Bereiche
Alle

Ausbildung Uhrmacher/in

Ausbildung: Präzision bis ins kleinste Zahnrad

Symbolbild: Ausbildung Uhrmacher/in

Willkommen in einer Welt, in der es auf Bruchteile eines Millimeters ankommt! In der Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in wirst du zum Profi für die Zeit. Du verbindest altes Kunsthandwerk mit moderner Technik. Du baust mechanische Uhrwerke und arbeitest an präzisen elektro­nischen Zeitmessern. Du fertigst winzige Zahnräder, oft unter dem Mikroskop. Und du rettest wertvolle Erbstücke, die Genera­tionen überdauern sollen. Hier erfährst du, was du als Uhrmacher/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Uhrmacher/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr1.304 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1976 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. bis 1976Klein­uh­ren­ma­cher/in
  2. bis 1976Remonteur/in
  3. seit 1976Uhrmacher/in

In der DDR hieß der Beruf: Uhrenme­chaniker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Uhrmacher/in?

Du bist Expert/in für Feinme­chanik und Mikrotechnik. Du verstehst, fertigst und wartest kleinste Bauteile. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Bauteile herstellen: Du fertigst winzige Teile wie Wellen, Schrauben oder Zahnräder durch Drehen, Fräsen und Schleifen, oft unter dem Mikroskop.
  • Montieren und justieren: Du setzt Uhrwerke für Groß- und Kleinuhren zusammen und regulierst ihre Ganggenauigkeit. Dabei arbeitest du mit Hemmung und Unruh.
  • Fehler finden und reparieren: Mit elektronischen Zeitwaagen und Prüfgeräten analysierst du Fehler in mechanischen, Quarz- oder Funkuhren und behebst sie.
  • Elektronik und Mikrotechnik: Du verstehst elektronische Schaltungen in Uhren. Du prüfst Batterien und Kondensatoren und tauschst Module aus.
uhrmacher-2

Warum ist der Beruf so besonders?

Uhren haben einen praktischen Nutzen und dazu einen ästhetischen und oft auch materiellen Wert. Viele werden als Erbstücke von Generation zu Generation weiter­gegeben. Das geht nur, weil Uhrmacher/innen hervor­ragende Arbeit leisten. Du arbeitest in besonderen Handwerks­be­trieben. Oft arbeitest du dabei mit Partnern wie Design­studios, Metall­werk­stätten und Glashütten zusammen.

  • Faszination Technik: Mechanische Uhrwerke funktionieren ohne Strom und halten bei guter Pflege Jahrhunderte.
  • Konzentration: Du liebst die Ruhe und vertiefst dich gern stundenlang in ein kniffliges Problem.
  • Wertarbeit: Du rettest Erbstücke mit ideellem Wert oder arbeitest an teuren Luxusuhren.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Sie ist dual im Uhrmacher­betrieb und in der Berufs­schule. Alternativ lernst du an einer speziellen Uhrmacher­schule. Ab dem ersten Jahr arbeitest du in der Werkstatt.

So baut sich die Ausbildung auf:

  • 1. Lehrjahr: Werkstoffkunde, Grundausbildung Metall mit Feilen, Sägen und Bohren, Aufbau einfacher Großuhren wie Wecker oder Wanduhren
  • 2. Lehrjahr: Kleinuhren wie Armbanduhren, Automatikwerke und Datumsschaltungen
  • 3. Lehrjahr: komplizierte Uhren wie Chronographen, elektronische Zeitmesser, Restaurierung antiker Uhren und Kundenberatung

Das lernst du außerdem:

  • Uhren herstellen: Du liest Konstruktionszeichnungen, fertigst Einzelteile und Gehäuse und montierst alles. Du stellst die Uhren so ein, dass sie lange genau gehen.
  • Uhren reparieren: Du lernst Uhrentypen und ihre Teile kennen. Du findest Fehler, tauschst defekte Teile aus und pflegst Uhren.
  • Kund/innen beraten: Du beantwortest Fragen zu Funktionen, nimmst Reparaturaufträge an und stellst Rechnungen und Zertifikate aus.

Prüfungen: Zur Mitte des zweiten Lehrjahres legst du eine Zwischen­prüfung ab. Am Ende steht die Gesellen­prüfung mit Theorie und einer praktischen Arbeit, zum Beispiel einem Werkstück oder einer komplexen Reparatur.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Uhrmacher/in?

Was solltest du mitbringen?

  • Interesse an Technik und Feinmechanik
  • sehr gute Feinmotorik und eine ruhige Hand
  • Geduld und Konzentrationsfähigkeit
  • gutes Sehvermögen
  • Sorgfalt und Freude an Präzision

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.304 €
2. Ausbildungsjahr 1.378 €
3. Ausbildungsjahr 1.489 €

Passt die Ausbildung zum/zur Uhrmacher/in zu dir?

Du tüftelst gern an kleinen Dingen und hast Geduld? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:

  • Feinmechanik: Du lebst dein Interesse an Technik und Feinmotorik voll aus.
  • Einzigartigkeit: Du lernst ein seltenes Handwerk, das weltweit geschätzt wird. Made in Germany gilt in der Uhrenwelt als Gütesiegel.
  • Gefragtes Können: Mechanische Luxusuhren erleben eine Renaissance. Für ihren Service braucht es Fachkräfte.
  • Ruhepol: Die Arbeit am Werktisch bietet volle Konzentration auf das Wesentliche.

Du willst in der Luxusbranche bleiben? Dann schau dir die Berufe Edelstein­fasser/in oder Edelme­tall­prüfer/in an. Auch Feinwerk­me­chaniker/in könnte zu dir passen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Uhrmacher/in?

Was du als Uhrmacher/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Wecker aufschraubt, um zu sehen, wie sie ticken, mit winzigen Teilen Modelle baut oder in der Technik-AG lötet, zeigt Betrieben Feinmotorik und Konzen­tration. Wer seit Jahren Klavier oder Querflöte spielt, beweist dazu Geduld und Freude an Präzision. Wenn dich Präzisi­onsteile aus Metall reizen, schau dir Feinwerk­me­chaniker/in an. Für Edelsteine und Schmuck passt Edelstein­fasser/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • alte Wecker oder Spieluhren aufschraubst und untersuchst Neugier
  • mit sehr kleinen Teilen Modelle baust Feinmotorik
  • in der Technik-AG unter Anleitung lötest Technikverständnis
  • Klavier oder Querflöte seit Jahren übst Geduld
  • stundenlang konzentriert an einer Sache tüftelst Konzentration

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 3 · Wie häufig?

    6

    Betriebe bilden aus

    Platz 282 von 340 Berufen.

  • 2 von 3 · Wo?

    • Baden-Württemberg2
    • Bayern1
    • Hessen1

    Die meisten Betriebe: Main-Taunus-Kreis, Pforzheim, Enzkreis

  • 3 von 3 · Um die Ecke

    Wer bildet bei dir aus?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung arbeitest du in Betrieben des Uhrmacher­handwerks. Gute Chancen hast du im Luxussegment und bei großen Manufakturen.

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Uhrmachermeister/in: die höchste Qualifikation im Handwerk. Damit darfst du einen eigenen Betrieb führen und Lehrlinge ausbilden.
  • Spezialisierung: auf bestimmte Marken oder die Restaurierung antiker Uhren
  • Industrie: Aufstieg zum/zur Werkstattleiter/in oder Qualitätsmanager/in in der Uhrenproduktion
  • Studium: Mit Meistertitel oder Abitur studierst du zum Beispiel Präzisionsmanufaktur oder Feinwerktechnik.

Mit guter Arbeit, Fortbil­dungen und Spezia­li­sierung steigen auch deine Gehalts­aus­sichten.

Fazit: Handwerkskunst für die Zeit

Als Uhrmacher/in stellst du Uhren aller Art her, reparierst und pflegst sie. Mit Geschick und Technik­wissen sorgst du dafür, dass Uhren genau gehen und lange halten. Der Beruf verbindet Tradition und Moderne und verlangt Präzision und Geduld. Die Ausbildung dauert 3 Jahre, dual im Betrieb oder an einer Uhrmacher­schule.

Ist das dein Job? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Uhrmacher/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

PDF herunterladen

Worauf hast du noch Lust?

Stöbere weiter in Berufen und Tipps. Oder lass den Würfel entscheiden.

Copyright 2026. Alle Rechte vorbehalten.
Einstellungen gespeichert
Datenschutzeinstellungen

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einver­standen. Detail­lierte Informa­tionen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in der Datenschutz­er­klärung.

Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Privacy Level Einstellungen aus dem Cookie Consent Tool "Privacy Manager".
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Speicherdauer der Privacy Level Einstellungen aus dem Cookie Consent Tool "Privacy Manager".
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass das Popup (Inhaltselement - Popup) durch einen Klick des Benutzers geschlossen wurde.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass der Scrollscript für die Onepage Navigation gestartet wurde.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die Offset-Position für die Onepage Navigation.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert, dass die aktuelle Seite eine "Onepage" Seite ist.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert die gewählte Listen/Grid Ansicht in der CustomCatalog List.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert den gewählten Filter des Portfoliofilters.
Domainname: karrieremag.de
Ablauf: 30 Tage
Speicherort: Localstorage
Beschreibung: Speichert den Zustand der Hinweisleiste "Outdated Browser".
You are using an outdated browser. The website may not be displayed correctly. Close