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Ausbildung Vergolder/in

Ausbildung: Handwerk mit Blattgold

Symbolbild: Ausbildung Vergolder/in

Für dich darf es ruhig golden glänzen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Vergolder/in an. In diesem Beruf verzierst du Bilder­rahmen, Möbel, Schmuck und Kunstge­gen­stände mit Blattgold. Du bereitest Oberflächen vor, trägst hauchdünne Goldblätter auf und polierst sie zum Glänzen. Du ritzt Muster und schützt die Vergoldung mit Lacken. Auch alte vergoldete Stücke bringst du wieder in Form. Vergolden ist eine alte und traditionelle Handwerkskunst. Du brauchst dafür eine ruhige Hand und viel Geduld. Hier erfährst du, was du als Vergolder/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Vergolder/in auf einen Blick

Dauer3 Jahre
1. Jahr724 € bis 1.130 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Vergolder/in?

Du bist Fachkraft für die Kunst des Blattver­goldens. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Werkstücke vorbereiten: Du glättest und polierst die Oberfläche. So kann das Blattgold später gut haften.
  • Blattgold auftragen: Du legst hauchdünne Goldblätter auf die Oberfläche und drückst sie sorgfältig an.
  • Verzieren: Du schneidest oder ritzt das Blattgold. So entstehen Verzierungen und Muster.
  • Schützen und versiegeln: Du trägst spezielle Lacke oder Versiegelungen auf. So hält die Vergoldung länger.
  • Restaurieren: Du reparierst beschädigte Goldflächen an alten Gegenständen.
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Warum ist der Beruf so wichtig?

Das Blattver­golden ist eine alte Handwerkskunst. Aus einfachen Gegenständen werden damit echte Kunstwerke. Als Vergolder/in sorgst du dafür, dass alte Kunstwerke erhalten bleiben. Gleich­zeitig verzierst du neue Gegenstände mit Blattgold.

Damit hilfst du, kulturelle Schätze zu bewahren und Räume schöner zu machen.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Vergolder/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst in einem Kunsthand­werks­betrieb und in der Berufs­schule.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Oberflächen vorbereiten: Du entfettest, schleifst und beizt Oberflächen, damit das Gold gut haftet. Du trägst Grundierungen und Zwischenschichten auf.
  • Vergolden: Du vergoldest Oberflächen mit verschiedenen Verfahren. Du polierst die Vergoldung, bis sie gleichmäßig glänzt. Wenn Kund/innen es wünschen, mattierst du sie.
  • Restaurieren: Du reinigst und restaurierst vergoldete Möbel und Bilderrahmen. Du beizt und polierst Objekte, um Verschmutzungen zu entfernen. Beschädigte Vergoldungen bearbeitest du sehr detailliert.
  • Weitere Aufgaben: Du erstellst Kostenvoranschläge, pflegst deine Werkzeuge und hilfst bei der Instandhaltung der Werkstatt.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Vergolder/in?

Was solltest du mitbringen?

  • handwerkliches Geschick und eine ruhige Hand
  • Sinn für Kunst und Gestaltung
  • Geduld und Ausdauer
  • eine sehr sorgfältige Arbeitsweise
  • Interesse an alten Kunstwerken und Traditionen

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.130 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.183 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.307 €

Passt die Ausbildung zum/zur Vergolder/in zu dir?

Du arbeitest gern genau und liebst schöne Dinge? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Kostbare Materialien: Du veredelst Objekte mit Blattgold, Blattplatin und anderen wertvollen Beschichtungen.
  • Traditionelles Handwerk: Viele Liebhaber/innen schätzen deine Arbeit sehr.
  • Gefragte Spezialist/innen: Oft gibt es in einer Region nur wenige Fachleute für schwierige Vergoldungen. Du kannst eine/r davon sein.
  • Vielfalt: Du kannst in ganz unterschiedlichen Bereichen arbeiten, bis hin zum Museum.

Dich reizen Edelmetalle, aber Vergolden ist nicht ganz dein Ding? Dann schau dir die Berufe Goldschmied/in oder Silber­schmied/in an.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Vergolder/in?

Was du als Vergolder/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer alte Bilder­rahmen verziert, Flohmarktmöbel aufarbeitet oder mit feinem Pinsel Muster malt, zeigt Betrieben eine ruhige Hand, Geduld und Sinn für Gestaltung. Wer im Kunstkurs ein Projekt über Wochen fertig­stellt oder im Chor singt, beweist dazu Ausdauer und Gefühl für Tradition. Wenn dich Edelmetall zum Schmieden reizt, schau dir Gold- und Silber­schmied/in an. Für Figuren aus Holz passt Holzbildhauer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • alte Bilderrahmen oder Kästchen verzierst Kreativität
  • mit dem feinen Pinsel Muster malst Ruhige Hand
  • alte Möbel vom Flohmarkt aufarbeitest Sorgfalt
  • im Kunstkurs wochenlang an einem Werk arbeitest Ausdauer
  • im Chor oder in der Musikschule singst Geduld

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Nach der Ausbildung sammelst du Arbeits­er­fahrung. Hier kannst du arbeiten:

  • in Kunsthandwerksbetrieben
  • in Restaurierungswerkstätten
  • bei Innenausstattungsunternehmen
  • in Museen, wo du historische Objekte restaurierst und vergoldest

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: Mit Erfahrung konzentrierst du dich auf bestimmte Arbeiten, zum Beispiel auf Restaurierungen.
  • Selbstständigkeit: Du kannst deine eigene Werkstatt eröffnen.

Fazit: Goldene Handwerkskunst

Als Vergolder/in bist du Künstler/in und Handwerker/in zugleich. Du bringst Gold auf verschiedene Oberflächen, schaffst Kunstwerke und restau­rierst alte Stücke. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich spezia­li­sieren oder selbst­ständig machen.

Lust auf Gold? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Vergolder/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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