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Ausbildung Gold- und Silberschmied/in
Ausbildung: Aus Gold und Steinen werden Unikate
Kannst du dir vorstellen, einen Ehering oder einen silbernen Leuchter selbst zu fertigen? In der Ausbildung zum/zur Gold- und Silberschmied/in lernst du genau das. Früher gab es dafür zwei Berufe: Goldschmied/in und Silberschmied/in. Du formst Edelmetalle, fasst Edelsteine und gestaltest Oberflächen. Du fertigst Schmuck oder Gerät aus Silber nach eigenen Entwürfen, nach Vorlagen oder nach Kundenwünschen. Dafür brauchst du eine ruhige Hand, Geduld und einen Sinn für Schönheit. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2025: Die Berufe Goldschmied/in und Silberschmied/in sind zum Beruf Gold- und Silberschmied/in zusammengefasst. Du wählst eine von zwei Fachrichtungen: Goldschmieden oder Silberschmieden. Die bisherigen Fachrichtungen Juwelen, Ketten und Schmuck gehen in der Fachrichtung Goldschmieden auf.
Edelmetallprüfer/in und Vorpolierer/in waren früher eigene Ausbildungsberufe. Seit August 2025 gehören ihre Inhalte zur Ausbildung Gold- und Silberschmied/in.
Auf einen Blick
Gold- und Silberschmied/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis im Vorläuferberuf Goldschmied/in:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 2025 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 3 Berufen wurde einer.
- 1992 bis 2025Goldschmied/
in Fachrichtung Juwelen - 1992 bis 2025Goldschmied/
in Fachrichtung Ketten - 1992 bis 2025Goldschmied/
in Fachrichtung Schmuck - seit 2025Gold- und Silberschmied/
in
Im Alltag sagt man auch: Goldschmied/in, Silberschmied/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Gold- und Silberschmied/in?
Du arbeitest filigran am Werktisch, mit Hitze, Werkzeugen und wertvollen Materialien. Du bist Gestalter/in und Handwerker/in zugleich. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Entwerfen: Du fertigst Skizzen, Entwurfs- und Fertigungszeichnungen an, auch am Computer mit CAD und als 3D-Konstruktion.
- Metall formen: Du schmilzt und gießt Metalle. Du feilst, bohrst, biegst, schmiedest, treibst und ziehst Werkstücke in Form und verbindest sie durch Löten, Nieten, Schweißen oder Kleben.
- Edelsteine fassen: Du wählst die passende Fassung und setzt Edelsteine sicher ein.
- Oberflächen gestalten: Du schleifst, polierst, mattierst oder ziselierst Oberflächen.
- Schmuck fertigen: In der Fachrichtung Goldschmieden stellst du vor allem Ringe, Armbänder, Ketten und Ohrschmuck her. Du biegst Drähte zu Kettengliedern, fügst Einzelteile zusammen und bringst Verschlüsse an.
- Gerät aus Silber fertigen: In der Fachrichtung Silberschmieden stellst du zum Beispiel Leuchter, Besteck, Gefäße und liturgisches Gerät her. Du montierst Deckel, Verschlüsse, Scharniere und Bewegungsmechaniken und emaillierst Oberflächen.
- Reparieren und umarbeiten: Neben Neuanfertigungen reparierst du Schmuck und Silberobjekte oder arbeitest sie um.
- In der Industrie fertigen: Dort stellst du Modelle her, richtest Maschinen ein, zum Beispiel für den Schmuckguss, und überwachst die Fertigung.
Wo arbeitest du als Gold- und Silberschmied/in?
Du arbeitest in handwerklichen Gold- oder Silberschmiedewerkstätten, in Juweliergeschäften, in Restaurierungswerkstätten oder in der Industrie, die Schmuck oder Silberwaren herstellt. Auch Schmuckdesignateliers sowie Pfand- und Auktionshäuser sind möglich. Meist stehst du in der Werkstatt, in der Industrie auch in Produktionshallen und im Juweliergeschäft im Verkaufsraum.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Gold- und Silberschmied/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert 3,5 Jahre. Du lernst in einem Ausbildungsbetrieb in Handwerk oder Industrie und in der Berufsschule. Die Berufsschule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockunterricht. Für einige Bundesländer gibt es gemeinsame Fachklassen, zum Beispiel in Hamburg und in Arnstadt. Kann dein Betrieb nicht alle Inhalte vermitteln, lernst du Teile in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte.
Die zwei Fachrichtungen:
- Goldschmieden: Ansteck-, Arm-, Hals-, Ketten-, Ohr- und Ringschmuck, Juwelenfassungen und Ketten
- Silberschmieden: Gerät und Objekte aus Silber, Besteck, liturgisches Gerät und Emailarbeiten
Das lernst du unter anderem:
- Zeichnen und Entwerfen: Skizzen, Entwurfs- und Fertigungszeichnungen, auch rechnergestützt
- CAD und 3D: 2D- und 3D-Konstruktionen erstellen, Daten an Maschinen übergeben und Modelle und Rohlinge fertigen
- Metallbearbeitung: Schmelzen, Gießen, Schmieden, Treiben, Ziehen, Löten, Nieten und Schweißen
- Edelsteine fassen: welche Fassung zu welchem Stein passt und wie du Steine fasst
- Oberflächen: Verfahren zum Schutz und zur Gestaltung von Oberflächen
- Reparatur: Schmuck und Gerät aufarbeiten und reparieren
- Werkzeuge und Maschinen: auswählen, bedienen, pflegen und warten
In der Berufsschule kommen Deutsch sowie Wirtschafts- und Sozialkunde dazu. Auch Umweltschutz, Arbeitssicherheit und die digitalisierte Arbeitswelt sind Thema.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Gold- und Silberschmied/in?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Im Vorläuferberuf Goldschmied/in hatten zuletzt die meisten Azubis Abitur oder einen mittleren Abschluss.
- Geschick und eine gute Auge-Hand-Koordination
- Sorgfalt, zum Beispiel beim Feinschleifen und Polieren
- einen genauen Blick, etwa für Einschlüsse in Edelsteinen oder Unebenheiten in Oberflächen
- zeichnerisches Talent
- Kreativität und Sinn für Ästhetik
- Interesse an Werken/Technik, Chemie, Deutsch und Kunst
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.304 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.378 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.489 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.563 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Gold- und Silberschmied/in zu dir?
Du hast Ideen im Kopf und Geschick in den Fingern? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Kreativität: Du entwirfst Schmuck und Gerät aus Edelmetall.
- Präzision: Mit Sorgfalt und Blick fürs Detail entstehen hochwertige Stücke.
- Verantwortung: Du arbeitest mit wertvollen Materialien und stehst für deine Qualität ein.
- Vielfalt: Mit zwei Fachrichtungen wählst du, ob dein Schwerpunkt bei Schmuck oder bei Silbergerät liegt.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Gold- und Silberschmied/in?
Was du als Gold- und Silberschmied/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Ketten und Ringe aus Draht biegt, Schmuckentwürfe zeichnet oder alte Stücke vom Flohmarkt aufarbeitet, zeigt Werkstätten Kreativität und eine ruhige Hand. Wer dazu in der Kunst-AG oder Werk-AG eigene Projekte durchzieht, beweist Geduld. Ein Nebenjob zeigt außerdem, dass du mit wertvollen Dingen und Kund/innen verantwortungsvoll umgehst. Wenn dich das Fassen von Edelsteinen reizt, schau dir Edelsteinfasser/in an. Für feine Linien und Schriften passt Graveur/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Ringe oder Anhänger aus Draht biegst Geschick
- Schmuckideen in ein Skizzenbuch zeichnest Kreativität
- Flohmarktfunde reinigst und wieder schön machst Sorgfalt
- in der Werk-AG eigene Stücke baust Geduld
- im Nebenjob mit Kund/innen und Kasse arbeitest Verantwortung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 3 · Wie häufig?
7
Betriebe bilden aus
Platz 273 von 340 Berufen.
2 von 3 · Wo?
- Baden-Württemberg4
- Hamburg1
- Niedersachsen1
Die meisten Betriebe: Pforzheim, Landkreis Vechta, Heilbronn
3 von 3 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Gold- und Silberschmieden ist ein traditionsreiches Handwerk. Mit deiner Ausbildung hast du verschiedene Möglichkeiten. Hier kannst du arbeiten:
- in Goldschmiede- oder Silberschmiedewerkstätten
- in Juweliergeschäften
- in der Industrie, die Schmuck oder Silberwaren herstellt
- in Restaurierungswerkstätten
- in Schmuckdesignateliers
- in Pfand- und Auktionshäusern
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikation: Schon in der Ausbildung kannst du zum Beispiel Europaassistent/in werden. In der Fachrichtung Goldschmieden gibt es außerdem Betriebsassistent/in im Handwerk.
- Anpassungsweiterbildung: Du bleibst auf dem neuesten Stand, von der Metallbearbeitung bis zur Produktgestaltung.
- Gold- und Silberschmiedemeister/in: Mit der Meisterprüfung kommst du in Führungspositionen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Schmuckdesign studieren.
- Selbstständigkeit: Du eröffnest eine eigene Gold- oder Silberschmiede oder ein Juweliergeschäft mit Werkstatt.
Fazit: Handwerkskunst für zeitlose Eleganz
Als Gold- und Silberschmied/in verbindest du Handwerk, Gestaltung und Genauigkeit. Du schaffst Schmuck und Gerät, das bleibt. Früher hieß der Beruf Goldschmied/in oder Silberschmied/in. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre, ist dual und hat zwei Fachrichtungen. Danach kannst du Meister/in werden, studieren oder dich selbstständig machen.
Goldene Hände? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Kunsthandwerk, Schmuck und Instrumente.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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