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Bewerbungs­fristen für Ausbil­dungen

Diese Formalien sollten sollten Sie unbedingt einhalten

Symbolbild: Bewerbungsfristen für Ausbildungen

Welche Bewerbungs­fristen gelten für Ausbil­dungen?

Im nächsten Jahr endet deine Schulaus­bildung im Frühsommer. Anschließend hast du einige Wochen Zeit, bevor deine Berufs­aus­bildung beginnt. Deine Bewerbungs­un­terlagen sind bereits fertig­ge­stellt, und du stehst kurz davor, sie an potenzielle Arbeitgeber zu senden. Es ist jedoch wichtig, die Bewerbungs­fristen zu beachten. Um sicher­zu­stellen, dass du deine Bewerbung rechtzeitig abschickst, findest du hier eine Übersicht der Fristen und die jeweiligen Einsen­de­termine. Solltest du eine Frist verpassen, erfährst du auch, welche Schritte du dann unternehmen kannst.

Bewerbungs­fristen? Wieso, weshalb und warum?

Unternehmen müssen voraus­planen, wie viele Auszubildende sie im folgenden Jahr aufnehmen können. Daher tragen Stellen­aus­schrei­bungen oft den Zusatz „für das nächste Jahr“. Auch schulische Ausbil­dungen erfordern eine frühzeitige Planung des Ausbil­dungs­beginns. Um besser planen zu können, setzen Unternehmen Bewerbungs­fristen fest. Es ist ratsam, sich an diese Fristen zu halten und sich rechtzeitig zu bewerben.

Die Bewerbungs­fristen hängen im Wesent­lichen von vier Faktoren ab:

  • Die Wahl der Branche: In welcher Branche möchtest du deine Ausbildung absolvieren? Abhängig von deiner Entscheidung kann der Ausbildungsstart früher oder später als der übliche Termin im August oder September sein. Zum Beispiel beginnt die Ausbildung bei der Polizei im September, Oktober oder April.
  • Die Größe des Unternehmens: Kleinere Betriebe haben in der Regel einen festen Starttermin für ihre Ausbildungen, während größere Unternehmen sich zwei Ausbildungsstarts pro Jahr leisten können. Dies sollte bei der Bewerbung berücksichtigt werden.
  • Die Art der Ausbildung: Ob betrieblich oder schulisch, jede Ausbildungsform hat ihre eigenen Fristen.
  • Die Nachfrage anderer Bewerber: Bei hoher Nachfrage können Unternehmen einen zusätzlichen Starttermin anbieten und zwei Ausbildungskohorten gleichzeitig führen.

Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du dich so früh wie möglich bewerben. Manchmal versäumen es Schulen, ihre Schüler rechtzeitig auf die Ausbil­dungswahl vorzube­reiten. Bewerbungen sollten idealerweise bis zu 1,5 Jahre vor dem Schulab­schluss eingereicht werden. Übernimm also die Initiative und informiere dich rechtzeitig über offene Stellen und Unternehmen.

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Bewerbungsfrist verpasst? Das ist noch nicht das Ende

Es besteht ein Unterschied zwischen einer Bewerbungs- und einer Ausschlussfrist. Das heißt, manchmal ist es noch möglich, sich nach Ablauf der Bewerbungsfrist zu bewerben. Erst das Versäumen der Ausschlussfrist bedeutet eindeutig, dass keine Möglichkeit mehr besteht, einen Ausbil­dungsplatz zu erhalten. Insbesondere bei Bewerbungen in öffent­lichen Ämtern oder großen Unternehmen sind die Fristen strikt, da die Bewerbungs­ver­fahren so komplex sind, dass sie ohne feste Regeln nicht zu handhaben wären.

FAQ zu Bewerbungs­fristen

Wann laufen Bewerbungs­fristen aus?

Es lässt sich nicht pauschal sagen, wann der ideale Zeitpunkt für eine Bewerbung ist, da dies stark von der Branche und dem Unternehmen abhängt. In einigen Betrieben ist es möglich, sich bis zu drei Monate vor Ausbil­dungs­beginn zu bewerben, während andere bereits anderthalb Jahre im Voraus Bewerbungen erwarten. Auch die Region kann eine Rolle spielen; in Gegenden mit hohem Bedarf an Auszubil­denden könnten auch kurzfristige Bewerbungen erfolgreich sein.

Ist der Bewerbungs­schluss endgültig?

Sobald der Bewerbungs­schluss erreicht ist, werden keine weiteren Bewerbungen mehr berück­sichtigt. Dies markiert das Ende der ersten Phase des Bewerbungs­pro­zesses, und die ausgewählten Bewerber schreiten zur nächsten Runde vor. Wer es verpasst hat, sich bis zu diesem Datum zu bewerben, hat für das laufende Jahr kaum noch eine Chance auf einen Ausbil­dungsplatz in dem Unternehmen. Selbst mit juristischer Unterstützung ist es dann nicht mehr möglich, einen Ausbil­dungsplatz zu erhalten. Daher ist es entscheidend, die Fristen einzuhalten und sich idealerweise frühzeitig zu bewerben.

Wann sollte man sich am besten bewerben?

Der optimale Bewerbungs­zeitpunkt variiert je nach Branche, Beliebtheit und Größe des Unternehmens. Als Faustregel gilt: Bei großen und beliebten Unternehmen sollte man sich frühzeitig, etwa ein bis anderthalb Jahre vor dem gewünschten Ausbil­dungs­beginn, bewerben. Wer direkt nach dem Schulab­schluss im August eine Ausbildung beginnen möchte, sollte sich idealerweise schon im Vorjahr im August oder besser noch im Frühjahr bewerben.

Wie lange werden Ausbil­dungs­stellen ausgeschrieben?

Es gibt keine allgemein­gültige Regelung dafür, ob und wann Unternehmen ihre Stellen­an­zeigen aus dem Netz nehmen. Manchmal bleiben besetzte Stellen online, während andere Anzeigen wochenlang unbesetzt sein können. Ein wichtiger Faktor ist die Größe des Unternehmens: Der Prozess von der ersten Auswahl bis zur endgültigen Entscheidung kann bis zu drei Monate dauern.

Gibt es Ausbil­dungen, die im Oktober beginnen?

Was den Ausbil­dungs­beginn im Oktober angeht, so ist der reguläre Starttermin meist der 1. August oder der 1. September. Allerdings erlaubt das Berufs­bil­dungs­gesetz auch einen Ausbil­dungs­beginn am 1. Oktober. Dies ist gleich­zeitig die späteste Option, um nach einer dreijährigen Ausbildung noch an der Sommer­prüfung teilnehmen zu können. Beginnt man die Ausbildung später, beispielsweise am 1. November oder Dezember, muss man die Winter­prüfung im folgenden Januar ablegen. In diesem Fall enden die Ausbil­dungs­verträge jedoch bereits am 31. Oktober oder 30. November, was bedeuten könnte, dass die Ausbil­dungs­ver­gütung bis zum Prüfungs­termin entfällt.

Was für Fristen gelten für Ausbildungen?

Die meisten Firmen starten ihr Ausbil­dungsjahr im August oder September. Um deine Chancen auf einen Ausbil­dungsplatz zu verbessern, ist es ratsam, dich frühzeitig – idealerweise 1 bis 1,5 Jahre im Voraus – zu bewerben.

Trotz des oft zitierten Fachkräf­te­mangels in vielen Sektoren bedeutet dies nicht automatisch, dass Unternehmen um dich werben, wenn du die Bewerbungs­fristen nicht einhältst. Eine versäumte Frist könnte dazu führen, dass du dich für eine alternative Ausbildung entscheiden musst, was wiederum bedeuten kann, dass du deinem Traumberuf nicht nachgehen kannst.

Eine frühzeitige Bewerbung zeigt dein Interesse und deine gute Vorbereitung für das Unternehmen und die Ausbildung. Pünktlichkeit kann deine Wahrschein­lichkeit erhöhen, zu einem Vorstel­lungs­ge­spräch eingeladen zu werden und letztendlich den Ausbil­dungsplatz zu bekommen.

Für große Konzerne, wie Versiche­rungen, Banken oder den öffent­lichen Dienst, ist es empfeh­lenswert, sich etwa 1 bis 1,5 Jahre im Voraus zu bewerben.

In der Hotellerie, der Automobil-, Gesund­heits­branche oder in den Bereichen Industrie, Transport und Logistik ist es ratsam, sich mindestens neun Monate vorher zu bewerben.

Für die Gastronomie, das Handwerk oder den Einzel- und Großhandel solltest du mindestens sechs Monate Vorlaufzeit für deine Bewerbung einplanen.

Wenn du unsicher bist, ist es immer besser, sich so früh wie möglich zu bewerben. Dies zeigt dein Engagement und deine Fähigkeit, voraus­schauend zu planen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Bewerben?

Der richtige Zeitpunkt für eine Bewerbung um eine Ausbil­dungs­stelle hängt von verschiedenen Faktoren ab. Falls die Unternehmen keinen festen Bewerbungs­schluss festgelegt haben, ist es ratsam, sich an die branchen­üb­lichen Termine für den Ausbil­dungs­beginn zu halten und dementsprechend frühzeitig zu bewerben.

Die Größe des Unternehmens kann ebenfalls beeinflussen, wann man sich bewerben sollte. In kleineren Betrieben hat man in der Regel etwas mehr Zeit für die Bewerbung als in großen Konzernen, die meist feste Bewerbungs­ver­fahren und -fristen haben.

Die Art der Ausbildung spielt auch eine Rolle bei den Bewerbungs­fristen. Bei einer schulischen Ausbildung muss man sich strikt an die Fristen der jeweiligen Berufs­schule halten, die normalerweise online einsehbar sind. Dort kann man oft auch heraus­finden, wann der ideale Bewerbungs­zeitpunkt ist.

Für eine duale Ausbildung ist der Bewerbungs­zeitpunkt vom jeweiligen Betrieb abhängig. Wie schon erwähnt, bestimmt hier die Unterneh­mensgröße maßgeblich, wann man sich bewerben sollte.

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Was tun, wenn die Bewerbungsfrist
abgelaufen ist?

Es ist passiert: Du hast die Bewerbungsfrist verpasst. Aber keine Sorge, es gibt immer noch Wege, wie du einen Ausbil­dungsplatz ergattern kannst. Hier sind einige Schritte, die du in Betracht ziehen solltest, um eine Lücke im Lebenslauf zu vermeiden.

Bei Bewerbungen im öffent­lichen Dienst oder bei großen Konzernen stehen die Chancen auf eine nachträgliche Zusage leider schlecht, da hier die Fristen strikt eingehalten werden. Bei kleineren Unternehmen könnte jedoch ein persön­liches Gespräch helfen. Rufe an (!) und frage freundlich, ob es noch eine Möglichkeit gibt, um dich nachträglich zu bewerben.

Azubi-Speed-Dating: Im Juni und Juli gibt es viele Veranstal­tungen bei denen du last-minute Unternehmen kennen­lernen kannst, die auf der Suche nach Azubis sind. Hierfür solltest du all deine Unterlagen parat und abgabe­bereit haben. So kannst du dir schnell einen Ausbil­dungsplatz sichern.

Eine weitere Möglichkeit ist die Bewerbung bei Betrieben, die dringend Auszubildende suchen, wie zum Beispiel im Handwerk oder in der Pflege. Diese Branchen bieten oft attraktive Konditionen an, da sie händeringend nach Nachwuchs suchen.

Es besteht auch die Chance, als Nachrücker einen Ausbil­dungsplatz zu erhalten, obwohl dies eher selten vorkommt. Verlasse dich also nicht darauf, sondern plane voraus­schauend, entwickle einen Plan B und bewirb dich bei mehreren Unternehmen.

Wenn alles nicht hilft, dann warte auf das nächste Jahr und bewirb dich noch einmal. In der Zwischenzeit kannst du jobben und dich weiter­bilden.

Fazit: Früh bewerben zahlt sich aus

Für eine Ausbildung bewirbst du dich so früh wie möglich. Bei großen, beliebten Unternehmen etwa 1 bis 1,5 Jahre im Voraus. Die Fristen hängen von Branche, Unterneh­mensgröße, Art der Ausbildung und Nachfrage ab. Für Gastronomie, Handwerk oder Handel plane mindestens sechs Monate Vorlauf ein. Frist verpasst? Ruf bei kleineren Betrieben an. Besuche ein Azubi-Speed-Dating. Oder bewirb dich etwa im Handwerk oder in der Pflege. Plane voraus­schauend. Und hab einen Plan B.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Veröffentlicht: 19.01.2024

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