Die Bewerbung für einen Ausbildungsplatz
Du willst einen Ausbildungsplatz? Dann solltest du dich darauf bewerben!
Die Bewerbung für deine Ausbildungen
Wenn du dich um einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest, aber unsicher bist, wie eine Bewerbung verfasst wird, sind hier hilfreiche Hinweise. Eine korrekte Bewerbung ist der Schlüssel, um die gewünschte Ausbildungsstelle zu erhalten.
Beginnen wir mit dem Briefkopf: Trage deinen vollständigen Namen und deine Adresse ein. Ebenso wichtig ist es, den Namen und die Adresse des Unternehmens anzugeben, bei dem du dich bewerben möchtest.
Um die Aktualität deiner Bewerbung zu kennzeichnen, solltest du das Datum hinzufügen. Gib dabei die Stadt an, in der du lebst, und das vollständige Datum im Format "Tag.Monat.Jahr". Der Monat kann ausgeschrieben werden, zum Beispiel als "Januar".
Ansprache und Einleitung
In der Betreffzeile einer Bewerbung wird der Inhalt des Schreibens präzise zusammengefasst. Ein typischer Satz könnte lauten: „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als...“. Falls in der Stellenausschreibung Kennziffern angegeben sind, sollten diese ebenfalls in der Betreffzeile aufgeführt werden, was besonders bei großen Unternehmen bevorzugt wird.
Ist der Name des Ansprechpartners im Unternehmen bekannt, sollte dieser direkt angesprochen werden, zum Beispiel mit „Hallo Herr/Frau XYZ“. Ist der Ansprechpartner unbekannt – was sich oft online oder telefonisch leicht ermitteln lässt –, ist die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu verwenden, die insbesondere bei öffentlichen Stellen angemessen ist.
Der Hauptteil der Bewerbung beginnt mit einem einleitenden Satz, wie: „Die Chance, bei einem führenden Technologieunternehmen wie der Mayer Group eine fundierte Ausbildung zu erhalten und den Einstieg in die IT-Branche zu finden, finde ich äußerst spannend und herausfordernd.“ Ein gut formulierter Einleitungssatz kann die Tür zum Unternehmen öffnen, da er es ermöglicht, Charakter, Intellekt und Charme gleichermaßen zu präsentieren.
Motivation, Skills und Schluss
Im folgenden Abschnitt präsentieren Sie Ihre Motivation und listen Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten auf. Belege wie Noten, Zeugnisse, Zertifikate und Weiterbildungen, die Ihre Kompetenzen untermauern, können hier ebenfalls erwähnt werden. Wählen Sie dabei nur solche Qualifikationen aus, die für das Unternehmen von Mehrwert sind.
Ebenso können Sie hier Ihre Soft Skills und sozialen Kompetenzen einbringen. Zum Beispiel: "Durch meine früh erlangte Zusatzqualifikation als Junior Coach und meine zweijährige Tätigkeit als Schiedsrichter beim Kegelverein Eintracht Musterstadt, konnte ich meine Fähigkeiten in der Deeskalation einsetzen und regelmäßig zum reibungslosen Ablauf der Spiele beitragen."
Den Schlussteil Ihres Anschreibens nutzen Sie, um Optimismus und die Vorfreude auf ein persönliches Gespräch auszudrücken. Vermeiden Sie dabei Arroganz sowie den Konjunktiv. Ein geeigneter Abschlusssatz könnte lauten: "Über die Gelegenheit, Sie persönlich kennenzulernen, würde ich mich sehr freuen."
Abschließend unterschreiben Sie das Dokument handschriftlich mit einem Kugelschreiber oder Füller und fügen das Anlagenverzeichnis bei. Dieses enthält Ihren Lebenslauf, Kopien Ihrer Zeugnisse und Ihre Referenzen.
Der moderne Lebenslauf (CV) – Dein Herzstück
Das Anschreiben zeigt, deine Motivation. Dein Lebenslauf für Betriebe aber oft noch wichtiger, da er zeigt, was du für Skills besitzt.
Im Groben führst du hier deine vorherigen Stationen auf. Also auf welche Schulen du gegangen bist und falls du schon erst Berufserfahrungen oder Ehrenämter inne hast, wo du diesen nachgehst. Diese belegbaren Fakten helfen Personalern dabei schnell einschätzen zu können, ob du zum Unternehmen und zu der Ausbildungsstelle passt, oder nicht. Daher solltest du dir beim Lebenslauf Mühe geben.
Der Aufbau: Beginne bei deiner aktuellen Situation (z. B. „August 2023 - Heute: Schule Musterstadt“) und arbeite dich rückwärts in die Vergangenheit. Du musst dabei nicht jede einzelne Klasse aufzählen, halte dich eher an die Stationen, zu denen du ein Abschlusszeugnis bekommen oder einen Schulwechsel gemacht hast.
Ehrenämter: Dein freiwilliges Engagement kann dein größter Vorteil sein. Denn da du noch in der Schule bist, hast du wahrscheinlich nicht allzu viel Berufserfahrung. Ein Ehrenamt zeigt, dass du dich einsetzt und bereit bist neben der Schule Verantwortung zu übernehmen. Ordne deine ehrenamtlichen Tätigkeiten in die zeitliche Auflistung ein und füge zum Schluss die entsprechenden Nachweise und Bescheinigungen an die Bewerbung.
Hobbys mit „Transfer-Wert“: Du kannst deine eigene Mod für Minecraft programmieren? Das zeigt technisches Verständnis und Ausdauer. Du bist Team-Captain in einem Sportverein und gestaltest das Vereinsleben aktiv mit? Das zeugt von deiner Teamfähigkeit. Du baust und bastelst in deiner Freizeit an deinem Fahrrad oder anderen Projekten? Was auch immer du gerne in deiner Freizeit machst, erkläre kurz, was du dabei lernst. Es geht dabei nicht vorrangig um deine Hobbys, sondern darum, wie du aus deinem Hobby etwas ziehst, was für die Ausbildung und den Berufsalltag wichtig sein könnte. Wenn du dir unsicher bist, frage deine Eltern oder Freunde.
Foto: Es ist keine Pflicht, aber in Deutschland bei Ausbildungen immer noch sehr gern gesehen. Achte auf ein professionelles Bild und nimm kein Selfie aus dem Urlaub! Nimm lieber einmal das Geld für einen Fotographen in die Hand.
Deine Anlagen
Du bist zwar eine Maschine, aber mit Anlagen sind keine Geräte gemeint, sondern Zeugnisse, Arbeitsnachweise, Bescheinigungen und Empfehlungen, die du an das Ende deiner Bewerbung anhängen kannst.
Was solltest du anfügen?
Die Faustregel lautet: Ist es relevant für die Stelle, dann anhängen, wenn nicht, dann nicht. Das bedeutet, dass du zwar einen Nachweis von deinem Sportverein mitschicken sollst, aber wenn du bereits einen Job hast, kannst du dir eine Empfehlung ausstellen lassen. Dasselbe kannst du machen, wenn du einem Ehrenamt nachgehst, an wissenschaftlichen oder handwerklichen Wettbewerben teilnimmst oder bereits Erfahrung durch Praktika gesammelt hast.
Unsere Tipps zum Schluss:
- Nutze die KI, um am Ende über deine Bewerbung zu gucken. So kannst du Rechtschreibfehler und Phrasen erkennen, die du besser vermeiden solltest.
- Wenn du nicht willst, dass dein potenzieller Arbeitgeber es sieht, dann stelle dein Social-Media Profil (Insta, TikTok & Co.) auf privat.
- Trau dich, zum Hörer zu greifen! Erkundige dich nach der Stelle und frage, ob es besondere Anforderungen gibt, auf die du bei der Bewerbung achten solltest (WICHTIG: Lies dir die Stellenausschreibung genau durch und stelle keine Fragen, deren Antwort du dort einfach finden kannst, wie zum Beispiel das Ende der Bewerbungsfrist.)
- Absagen sind nicht unwahrscheinlich. Es kann gut möglich sein, dass sich das Unternehmen für jemand anderen entscheidet. Nimm es dir nicht so sehr zu Herzen, auch wenn du der Meinung bist, dass die Stelle ein Perfect-Match gewesen wäre. Passe deine Bewerbung auf den nächsten Betrieb an und bewirb dich weiter. Wenn du mehrere Absagen bekommst, dann lass noch einmal jemanden über deine Bewerbung schauen. Und spätestens in einem Jahr kannst du dich noch einmal auf dieselbe Stelle bewerben.
Viel Erfolg bei der Bewerbung
Wir hoffen, dass Ihnen der Beitrag helfen konnte und dass Sie jetzt besser Bescheid wissen, wie Sie sich auch einen Ausbildungsplatz bewerben können. Falls Sie noch Fragen haben, schauen Sie sich doch einmal unsere weiteren Artikel an. Wenn Sie noch auf der Suche nach einem geeigneten Betrieb sind, finden Sie auf dein-ausbildungsplatz.de bestimmt den Betrieb, der zu Ihnen passt.
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