Praktikum und Ausbildung – Nutze die Schulzeit
Fragen. Zuhören. Machen.
Praktikums- und Ausbildungsplatzsuche – Nutze das Frühjahr
Der Februar naht und damit rückt auch dein nächstes Zeugnis näher. Der Februar ist zudem der zweite klassische Ausbildungsstart im Jahr. Falls du also auf der Suche nach einer passenden Karriere bist, aber noch zur Schule gehst, dann wollen wir dir ein paar Tipps an die Hand geben, damit dir die Suche leichter fällt.
Nutze deine Schulzeit
Noch bist du in der Schule, hast also noch ein wenig Zeit, bis der Ernst des Lebens beginnt – okay, ganz so dramatisch wollen wir dann doch nicht sein. Wir wissen, dass die Wahl der richtigen Ausbildung zwar auch Freiheit bedeutet, aber für viele auch ein großer Stressfaktor ist. So lange du in der Schule bist, hast du tolle Angebote, die du nutzen kannst, um herauszufinden, was du werden willst. Und lass dir zu Beginn eines gesagt sein: Sei klug und nutze diese Angebote ernsthaft.
Nutze die Schulressourcen
In jeder Schule gibt es Lehrkräfte für die Berufsorientierung (BO). Diese können dir weiterhelfen und alle Fragen in Sachen Berufswahl klären. Du kannst ihnen auch deine Zeugnisse vorlegen und besprechen, was deine Stärken sind, die du zu einem Beruf ausbauen kannst. Auch die BO-Lehrer/innen haben Kontakte zu den lokalen Betrieben und können dir bei Bedarf einen Praktikumsplatz vermitteln.
Auch wirst du sicherlich Berufsorientierungstage oder eine ganze Projektwoche haben, in der es ausschließlich um das Thema Berufswahl geht. Zwar macht es Spaß die unterrichtsfreie Zeit für anderes zu nutzen, aber, wenn dir die deine Karriere wichtig ist, dann solltest du diese Angebote ernstnehmen, zuhören und wenn sich eine Möglichkeit bietet, ausprobieren. Oft kommen Betriebe sogar zu dir in die Schule und stellen sich vor. Diese Chance des Kennenlernens solltest du unbedingt wahrnehmen, denn einfacher kannst du es wirklich nicht haben!
Dein Zeugnis ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Dokumente, das du hast, mit dem du dich bewerben wirst. Für Betriebe ist es oftmals die einzige Möglichkeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was du auf dem Kasten hast. Ein wichtiges Merkmal dabei: Die Fehltage. Im Idealfall hast du keine und schon gar keine unentschuldigten Fehltage. Sie sind oft der einzige Indikator dafür, wie zuverlässig du bist. Noten sind aber auch entscheidend. Sprich mit deinen Lehrer/innen darüber, dass du dich mit dem Zeugnis bewerben willst. Gerade, wenn du nicht in die Oberstufe willst, lassen viele Lehrkräfte noch einmal mit sich reden und drücken bei der Notenvergabe und den Vermerken ein Auge zu.
Nun geht es ums Machen!
Falls du schon eine Idee hast, was du machen willst, vielleicht sogar einen Betrieb ausgesucht hast, dann geht es jetzt ums Machen. Solange du noch in der Schule bist, solltest du Praktika absolvieren, da du über die Schule versichert bist. Erst einmal raus aus der Schule, wird das deutlich schwieriger. Du musst das Praktikum nicht zwingend während der Ferien absolvieren, auch wenn wir dir dazu raten. Du kannst auch einen Antrag auf Beurlaubung stellen und dich vom Unterricht befreien lassen. Dafür brauchst du aber einen konkreten Nachweis, dass du auch ein Praktikum in einem Betrieb absolvierst. Wichtig ist, dass du selbst die Initiative ergreifst und dich um einen Praktikumsplatz kümmerst. Behalte dafür auf jeden Fall die Fristen im Blick, denn auch für ein Praktikum brauchen Betriebe in der Regel eine gewisse Vorlaufzeit. Gerade, wenn es um die Ausbildung geht, musst du die Fristen für die Bewerbung einhalten.
Tipp: Ruf an! Schreibe nicht nur eine Mail oder Nachricht bei WhatsApp, sondern rufe 2-3 Tage später an und frage, ob deine Mail eingegangen ist und wie es mit einem Praktikum aussieht.
Das Praktikum und die Schnuppertage
Nun hast du dir ein Praktikum gesichert oder einen Schnuppertag in Aussicht. Dann nutze die folgenden Tipps, damit du das Meiste aus den beiden Chancen rausholst.
Mache einen Vibe-Check: Was für einen Eindruck macht der Betrieb auf dich? Wie gehen die Kollegen mit dir und untereinander um? Wie wirst du in deine Aufgaben eingewiesen? Welches Gefühl hast du, wenn du dir den Betrieb und die Menschen, die dort arbeiten ansiehst? Stelle dir während deiner gesamten Zeit in der Firma solche Fragen, um für dich zu beantworten, ob dies der richtige Beruf und der richtige für dich ist. Sei nicht zu vorschnell mit deinem Urteil, aber auch nicht zu nachlässig. Wenn es kritische Punkte gibt, die dir ein schlechtes Gefühl geben, dann sprich darüber und frage nach. Denn in einem Betrieb, in dem sich nur angeschwiegen oder gar angeschrien wird, ist kein Ort, an dem du deine Ausbildung absolvieren willst.
Nach dem Praktikum bist du klüger, auf die eine oder andere Art und Weise. Nun kannst du für dich sagen, ob dir die Arbeit gefallen hat, ob die Branche zu dir passt oder ob es etwas ganz anderes werden soll. Du brauchst keine Angst zu haben, dass du dich falsch entscheidest. Selbst wenn du dich für eine Ausbildung entscheidest und diese beginnst, heißt das nicht, dass du diesen Beruf dein Leben lang ausüben musst. Ebenso wenig musst du für immer in demselben Betrieb bleiben. Du kannst dich immer umentscheiden, weiter- oder fortbilden oder einen Quereinstieg machen. Mit den richtigen Voraussetzungen kannst du auch studieren gehen (Ohne Abi studieren).
Viel Erfolg und Spaß beim Ausprobieren
Wenn du das Ruder in die Hand nimmst und dich um deine berufliche Zukunft kümmerst, wirst du eine Menge über dich und deine Interessen lernen. In einem Praktikum wirst du Einblicke bekommen, die vielen deiner Mitschüler/innen verborgen bleiben, da sie sich nicht so um die Berufsorientierung kümmern. Und wenn du jetzt noch wissen willst, wie du eine gute Bewerbung oder ein Motivationsschreiben erstellt, dann schaue dir unsere Artikel dazu an.
Brandneu
Aus dem Magazin.
Das Magazin hält Sie immer auf den neusten Stand zu den Themen: Karriere, Jobs und Ausbildungen.