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Die innere Kündigung: Wenn Sie beschließen, dass Schluss ist

Bevor Sie die Kündigung aussprechen, schließen Sie innerlich ab

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Die innere Kündigung: Wenn Sie beschließen, dass Schluss ist

Das Phänomen der inneren Kündigung tritt auf, wenn Sie sich entschieden haben, dass Ihr Job die investierte Arbeit nicht mehr wert ist. Sie erfüllen nur noch das Nötigste. Die Gründe dafür sind individuell verschieden, aber eines ist sicher: Es bedarf einer Veränderung. Solche Gedanken sind weit verbreitet; es heißt, dass zwei Drittel der Mitarbeiter innerlich bereits gekündigt haben. Dies stellt nicht nur für Sie, sondern auch für viele Arbeitgeber ein Problem dar, da ein Großteil der Belegschaft lieber woanders arbeiten würde. Um Ihnen zu helfen, wieder Freude an Ihrer Arbeit zu finden, möchten wir Ihnen die Anzeichen einer inneren Kündigung aufzeigen und erkennen lassen, wann der richtige Zeitpunkt für eine Veränderung gekommen ist.

Sie haben also beschlossen zu kündigen?

Sie haben bereits entschieden, dass Ihr aktueller Job nicht mehr das Richtige für Sie ist. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Sie Ihre Kündigung einreichen. Mental haben Sie sich bereits von Ihrer Arbeit distanziert und erfüllen nur noch das Nötigste. Ihr Engagement und Ihre Ambitionen sind längst verschwunden, so wie Sie es bald auch sein werden. Die Gründe für dieses Gefühl sind vielfältig. Vielleicht stehen Sie kurz vor der Rente und müssen sich keine Gedanken mehr über Ihre Karriere machen. Oder vielleicht liegen die Gründe in der Arbeit selbst. Werden Sie schlecht behandelt? Erhalten Sie nicht die Anerkennung, die Sie verdienen? Fehlen Ihnen Perspektiven? Wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht oder Sie jeden Morgen mit einem unguten Gefühl beginnen, dann ist es an der Zeit, einen Wechsel vorzunehmen.

Die innere Kündigung bedeutet, dass man innerlich bereits mit dem Job abgeschlossen hat, sich aber noch nicht dazu durchringen kann, dies auch formal zu tun. Man verhält sich passiv und erlebt, wie der Job einen allmählich zermürbt. Vielleicht können oder wollen Sie aus verschiedenen Gründen nicht kündigen, sei es wegen des Gehalts oder anderer Vorteile, die zu verlockend erscheinen, um sie aufzugeben. Doch abgesehen von der sinkenden Motivation und Leistungsfähigkeit bleibt die Kündigung unbemerkt – bis zu dem Punkt, an dem Sie nicht mehr weitermachen können.

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Die fünf Phasen der inneren Kündigung

Frustration

Die Unzufriedenheit nimmt in Ihnen zu. Es scheint, als würde man Ihnen entweder zu wenig oder zu viel zutrauen, und die Freude an der Arbeit verfliegt.

 

Leistungsminderung

Ihre Unzufriedenheit führt zu einer Minderung Ihrer Leistung. Es erscheint sinnlos, sich voll einzusetzen, wenn Ihre Bemühungen nicht geschätzt werden.

 

Resignation

Sie erkennen, dass der Job Ihnen keine Freude mehr macht. Aus einem vorübergehenden Frust ist ein permanenter Zustand geworden, und Sie ziehen sich zurück.

 

Demotivation

Die Lust an der Arbeit ist vollständig verschwunden, und Sie geben Ihrem Ärger Raum. Sie melden sich krank, beschweren sich über die Arbeit und behindern sich selbst oder andere, was auch die Kollegen bemerken.

 

Kündigung oder Jobwechsel

Sie haben entweder selbst eingesehen, dass eine Veränderung notwendig ist, oder Ihr Arbeitgeber hat die Entscheidung für Sie getroffen und Ihnen gekündigt. Nun bietet sich Ihnen die Gelegenheit für einen Neubeginn.

Innere Kündigung: Häufiger als man denkt

Seit Jahren erforschen Studien die Arbeitsmotivation von Angestellten und es zeigt sich, dass etwa zwei Drittel der Belegschaft bereits innerlich gekündigt haben. Innere Kündigungen sind weit verbreitet. Diese Entwicklung wirkt sich nicht nur negativ auf die Mitarbeiter aus, sondern auch auf die Unternehmen selbst. Unmotivierte Angestellte sind weniger produktiv und fehlen häufiger. Es liegt daher im Interesse aller, diese Situation zu verbessern. Obwohl ein Arbeitsplatzwechsel nicht immer die beste Lösung ist, kann er manchmal notwendig sein. Ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber über bestehende Probleme kann ebenfalls hilfreich sein.

Woran Sie erkennen, dass Sie vor einer inneren Kündigung stehen

Das Beenden eines Arbeitsverhältnisses ist ein schrittweiser Prozess, der sich nicht über Nacht vollzieht, es sei denn, es liegt ein dringender Grund vor. Der Frust baut sich allmählich auf, bis man unbewusst beschließt, weniger zu leisten, während die Stimmung stetig sinkt. Wenn sich an den Umständen nichts ändert, kommt es schließlich zur Kündigung, entweder durch eigene Entscheidung oder durch das Provozieren einer Kündigung seitens des Arbeitgebers – eine Situation, die für alle Beteiligten unangenehm ist.

Der Arbeitgeber bemerkt dies oft erst, wenn die Leistung spürbar nachlässt und ein klärendes Gespräch erforderlich wird, was häufig zu weiterem Frust führt und den Wunsch nach Veränderung verstärkt. Obwohl die Möglichkeit besteht, ein ehrliches Gespräch zu führen, verhindern oft Angst, Scham und die Annahme, dass sich nichts ändern wird, dass man seine Bedenken äußert. Selbst wenn man sich ausspricht, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich die Situation verbessert. Aktives Handeln ist jedoch immer noch besser, als innerlich zu resignieren und sich vom Job zu distanzieren.

Um dies zu verhindern, ist es wichtig, sich regelmäßig zu fragen, wie zufrieden man mit seiner Arbeit ist. Werden die versprochenen Chancen wirklich geboten? Ist das Gehalt fair? Entspricht das Arbeitsumfeld den eigenen Vorstellungen? Wenn man feststellt, dass nicht alles den eigenen Wünschen entspricht, sollte man diese Bedenken festhalten. Vorübergehender Unmut ist erträglich, aber wenn keine Veränderung in Sicht ist, muss gehandelt werden. Die Probleme sollten mit Kollegen und Vorgesetzten besprochen werden.

Die häufigsten Symptome für eine innere Kündigung

Um zu erkennen, ob eine innere Kündigung droht, können Sie diese Symptomliste prüfen. Sollten Sie feststellen, dass einige davon auf Sie zutreffen, ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und zu überdenken, ob Ihre derzeitige Situation langfristig haltbar ist.

  • Sie empfinden zunehmende Unlust bei der Arbeit.
  • Ihre Eigeninitiative schwindet; neue Projekte begeistern Sie nicht mehr.
  • Sie agieren nur noch reaktiv und schieben Aufgaben auf.
  • Ihre Kreativität nimmt ab und der Alltag wird eintönig.
  • Sie ziehen sich immer mehr aus dem Firmenleben zurück.
  • Arbeitsereignisse lassen Sie zunehmend kalt.
  • Ihre Produktivität sinkt – aber warum auch noch Leistung zeigen?
  • Zukunftspläne innerhalb des Unternehmens geben Sie auf.
  • Sie erfüllen nur noch das Nötigste.
  • Eine wachsende Abneigung gegenüber Ihrer Arbeit und den Kollegen stellt sich ein.
  • Sie äußern sich häufig negativ über die Arbeit und üben Kritik.
  • Pünktlichkeit ist Ihnen gleichgültig; Verspätungen oder Fehlzeiten häufen sich.
  • Sie melden sich vermehrt krank.
  • Das Verhältnis zu Vorgesetzten und Kollegen ist angespannt.
  • Die Qualität Ihrer Arbeit verschlechtert sich.
  • Sie entwickeln eine Verweigerungshaltung gegenüber der Arbeit.
  • Sie provozieren eine Kündigung – Sie möchten, dass man Sie entlässt.

Die innere Kündigung und Ihre Gesundheit

Das innere Kündigen kann gravierende Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben, wenn Sie weiterhin Ihrer Arbeit nachgehen. Der aufgestaute Frust beeinträchtigt Ihr Wohlbefinden, und die Probleme begleiten Sie bis nach Hause, wo Sie zunehmend weniger Entspannung finden. Diese Belastung schwächt Ihr Immunsystem und macht Sie anfälliger für Krankheiten. Der Stress wirkt sich auch auf Ihr Herz-Kreislauf-System aus und kann zu einem erhöhten Blutdruck führen, was langfristig sehr ungesund ist. Es besteht das Risiko eines Burnouts oder Boreouts, und auch Depressionen können eine Folge sein. Es ist daher wichtig, dass Sie sich Ihrer Gefühle bewusst werden. Wenn Ihre Arbeit Sie belastet, sollten Sie nicht zulassen, dass Ihre Gesundheit darunter leidet. Ergreifen Sie notwendige Maßnahmen, um gesund zu bleiben. Sprechen Sie mit anderen über Ihre Situation und mit Ihren Vorgesetzten. Sollte dies nicht helfen, ziehen Sie in Erwägung, die innere Kündigung in eine tatsächliche Kündigung umzuwandeln und den Arbeitsplatz zu wechseln.

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Warum kommt es zu einer inneren Kündigung?

Die Gründe für eine innere Kündigung sind vielfältig und persönlich. Häufig genannte Ursachen sind jedoch mangelnde Anerkennung und das Fehlen von Feedback. Wenn Sie sich und Ihre Arbeit nicht geschätzt fühlen, leidet zunächst die Motivation und dann die Qualität. Ohne angemessenes Feedback wissen Sie nicht, wo Sie stehen. Werden Sie im Unklaren gelassen, ohne zu wissen, auf welchem Weg Sie sind, entwickelt sich schnell eine gleichgültige Haltung. Ein weiterer Grund ist das Gefühl, in seinem Job gefangen zu sein. Eine unsichtbare Barriere verhindert das Atmen und nimmt die Energie für echte Leistungen. Fehlt die Perspektive, scheint es, als gäbe es keinen Grund, sich anzustrengen.

Um zu erkennen, ob der Prozess der inneren Kündigung bei Ihnen begonnen hat, listen wir die häufigsten Gründe und Ursachen auf:

  • Sie fühlen sich nicht anerkannt
  • Sie sind unterfordert und erleben Monotonie bei der Arbeit
  • Die Arbeit überfordert Sie
  • Sie sehen keine Zukunft für sich im Unternehmen
  • Ihre Arbeit erscheint Ihnen sinnlos
  • Sie halten die Kritik an Ihnen für unfair
  • Ihre Bezahlung ist ungerecht/niedrig
  • Es werden unrealistische Erwartungen an Ihre Arbeit gestellt
  • Sie sind ständigem hohen Leistungsdruck ausgesetzt
  • Sie haben das Gefühl, dass Entscheidungen willkürlich getroffen werden
  • Das Arbeitsklima wird zunehmend belastend
  • Sie empfinden den Führungsstil als undurchsichtig
  • Konflikte treten immer häufiger auf
  • Sie werden zunehmend verbittert und beschweren sich über die Arbeit

Wann die innere Kündigung entsteht

Innere Kündigungen treten besonders oft auf, wenn Unternehmen Krisenzeiten durchleben. Die Umverteilung von Budgets, die Infragestellung von Stellen oder die Schließung ganzer Projekte und Abteilungen führen bei Angestellten zu einem Gefühl der Machtlosigkeit. Sie erleben eine fehlende Kontrolle über betriebliche Abläufe und haben oft den Eindruck, dass Entscheidungen ohne ihre Mitwirkung getroffen werden. Dies führt dazu, dass Mitarbeiter das Vertrauen in das Unternehmen verlieren und sich weniger engagieren und mit dem Betrieb identifizieren möchten. Zusätzliche Arbeitsbelastungen erhöhen den Frust unter der Belegschaft. Das Gefühl, jederzeit entlassen werden zu können, veranlasst viele, sich innerlich zu verabschieden und stillschweigend zu kündigen.

Auch in Zeiten, in denen es dem Unternehmen wirtschaftlich gut geht, kann es zu inneren Kündigungen kommen. Dies geschieht, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, ihre persönlichen Ziele nicht mehr verfolgen zu können, wenn Entscheidungen ohne ihre Beteiligung getroffen werden, oder wenn Gehaltserhöhungen und interne Zielsetzungen undurchsichtig bleiben. Man fühlt sich schnell als unbedeutendes Rädchen im Getriebe eines großen Systems und hegt den Gedanken, das Unternehmen zu verlassen.

Das können Sie gegen eine innere Kündigung tun

Um eine innere Kündigung zu vermeiden und nicht in Resignation zu verfallen, gibt es proaktive Schritte, die Sie ergreifen können. Hier sind sieben Ratschläge, die Ihnen helfen, zunächst Anzeichen einer inneren Kündigung zu erkennen und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Letztendlich liegt die Entscheidung zu kündigen bei Ihnen, aber es ist entscheidend, dass Sie sich aktiv mit Ihrer Situation auseinandersetzen.

1. Die Selbstreflexion

Selbstreflexion ist ein wichtiger Schritt. Im Leben ist es oft notwendig, sich selbst zu hinterfragen und die Gründe für die eigenen Gefühle und Handlungen zu verstehen. Dieser Prozess der Selbstreflexion ist ausschlaggebend, um sich selbst und seine Lebensperspektive zu verändern. Fragen Sie sich, was genau Sie an Ihrer Arbeit frustriert, warum das so ist und seit wann Sie sich so fühlen. Identifizieren Sie mögliche Auslöser. Blicken Sie jedoch nicht nur zurück, sondern auch nach vorne auf das, was kommen könnte – Ihren Traumjob. Überlegen Sie, wie Sie diesen erreichen können, wie er aussieht und was sich ändern muss, damit er Realität wird.

2. Das Ultimatum

Sobald Sie Ihre Ziele definiert haben, ist es entscheidend, sich ein Ultimatum zu setzen. Ohne einen festen Zeitrahmen fehlt oft der Antrieb zum Handeln. Legen Sie sich daher selbst eine Frist von drei bis sechs Monaten fest, innerhalb derer Sie Ihre Situation verbessern möchten. Nehmen Sie den Kontakt zu Ihren Kollegen wieder auf und adressieren Sie Probleme direkt. Engagieren Sie sich in neuen Projekten oder erwägen Sie eine Versetzung, wenn Sie glauben, dass dies förderlich ist. Wenn Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um die Lage zu verbessern und es dennoch nicht funktioniert, kann Ihnen niemand vorwerfen, es nicht versucht zu haben. Sollten sich jedoch trotz aller Bemühungen keine Fortschritte einstellen, bleibt Ihnen immer noch die Option, zu kündigen. Diese Entscheidung sollte wohlüberlegt sein, aber sie könnte das Richtige für Sie sein. Ein Arbeitsumfeld, das Ihre Anstrengungen nicht anerkennt, verdient Sie nicht.

3. Ein Feedbackgespräch suchen

Bevor Sie eine Kündigung in Erwägung ziehen, sollten Sie ein Feedbackgespräch führen. Finden Sie heraus, wie Ihre Leistungen wahrgenommen werden und thematisieren Sie belastende Punkte. Planen Sie ausreichend Zeit für ein solches Gespräch ein und wählen Sie einen angemessenen Rahmen. Ein flüchtiges Gespräch auf dem Gang oder in der Kantine wirkt unprofessionell, da es dem Gesprächspartner keine Vorbereitungszeit lässt. Vereinbaren Sie daher einen festen Termin, sodass sich beide Seiten angemessen vorbereiten können.

Es ist wichtig, offen zu kommunizieren, wie Sie sich fühlen und dass Sie die aktuelle Arbeitssituation als belastend empfinden. Wenn Sie bereits Schritte zur Selbstreflexion unternommen und mögliche Lösungsansätze erarbeitet haben, präsentieren Sie diese. Proaktive Hilfe wird geschätzt und kann Ihre Chancen verbessern, eine Veränderung zu bewirken, die Ihnen zusagt. Auf diese Weise können Sie hoffentlich viel an Ihrem derzeitigen Arbeitsfrust ändern.

4. Einen internen Wechsel anstreben

Möglicherweise haben Sie Ihre Ausbildung bereits in Ihrem Unternehmen abgeschlossen oder möchten aus bestimmten Gründen nicht den Arbeitgeber wechseln. In solchen Fällen bietet sich ein interner Wechsel an. Anstelle eines Unternehmenswechsels könnten Sie Ihre Position innerhalb des Unternehmens verändern. Häufig gibt es auch andere Mitarbeiter, die einem Wechsel positiv gegenüberstehen und bereit wären, ihre Position mit Ihnen zu tauschen. Unternehmen begrüßen solche Eigeninitiativen, da sie kein neues Personal einstellen müssen und Sie bereits mit den internen Abläufen vertraut sind. Dies zeigt auch eine starke Loyalität gegenüber Ihrer Firma.

Kommunikation ist auch hier entscheidend. Bringen Sie die Möglichkeit eines internen Wechsels frühzeitig zur Sprache, damit genügend Zeit bleibt, eine geeignete Person für den Wechsel im Unternehmen zu finden. Manchmal benötigen Menschen Zeit, um eine solche Entscheidung zu treffen. Präsentieren Sie diese Lösung Ihrem Vorgesetzten, damit dieser rechtzeitig nach passenden Kandidaten Ausschau halten kann.

5. Ein Sabbatical in Erwägung ziehen

Ein Sabbatical, auch Sabbatjahr genannt, ermöglicht Ihnen eine längere Auszeit. Es gibt verschiedene Modelle, auf die Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber einigen können. Ein Sabbatjahr bietet Ihnen den Vorteil, ausreichend Zeit zu haben, um über sich selbst und Ihre berufliche Zukunft nachzudenken. Was ist Ihr wahres Ziel? Vielleicht ist der Schritt in die Selbstständigkeit genau das Richtige für Sie. Oder Sie stellen fest, dass Sie sich nach dieser Auszeit darauf freuen, zu Ihrer alten Firma zurückzukehren und Ihre bisherige Tätigkeit wieder aufzunehmen. In jedem Fall bietet ein Sabbatical die Gelegenheit, sich eine Auszeit von der belastenden Arbeit zu nehmen.

6. Denken Sie über einen Jobwechsel nach

Sie müssen sich nicht zu Ihrem Job zwingen. Es gibt viele Unternehmen, die sich glücklich schätzen würden, jemanden wie Sie aufzunehmen. Um diesen Schritt zu wagen, müssen Sie mutig und ehrlich zu sich selbst sein. Ist der Wechsel sinnvoll? Wenn ja, dann zögern Sie nicht, die Kündigung einzureichen. Viele sehen das Kündigen noch als Schwäche oder Scheitern an – eine völlig überholte Sichtweise. Seien Sie sich selbst ein gutes Beispiel und stehen Sie zu Ihrer Entscheidung. Kündigen Sie und suchen Sie einen neuen Job, wenn Sie glauben, dass es das Richtige für Sie ist!

7. Branche wechseln

Wenn Sie glauben, dass nicht nur der Job, sondern die gesamte Branche nicht mehr zu Ihnen passt, erwägen Sie einen Branchenwechsel. Oft ist genau das der Schlüssel zu neuer Arbeitsfreude. Mit neuen Herausforderungen haben Sie die Chance zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Vielleicht entdecken Sie nach Jahren im Büro, dass Ihre wahre Leidenschaft die Arbeit mit Holz ist. Obwohl der Wechsel anfangs schwierig sein kann, ist er dennoch lohnend, wenn Sie anschließend mit Freude zur Arbeit gehen.

Innere Kündigung: Was Führungskräfte tun können

Die Kenntnis Ihres Teams ist entscheidend, um einen Rückgang der Leistungsbereitschaft frühzeitig zu erkennen. Um effektiv entgegenwirken zu können, ist es wichtig, solche Veränderungen als Erstes zu bemerken. Regelmäßige Stimmungsabfragen im Team sind daher essenziell – diese sollten jedoch nicht als starre Pflicht, sondern mit einem entwickelten Gespür durchgeführt werden. Nur wenn ein Problem identifiziert ist, kann es auch adressiert werden.

Was ist jedoch zu tun, wenn Sie feststellen, dass Mitarbeiter sich innerlich bereits vom Job verabschiedet haben? Das Gespräch zu suchen, ist hier der Schlüssel. Mit Einfühlungsvermögen gilt es herauszufinden, wo Probleme liegen und was erforderlich ist, damit die Mitarbeiter ihre Leistungsbereitschaft wiederfinden. Kurzfristige Boni oder nicht nachhaltige Versprechen sind dabei wenig zielführend und können die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sogar verschlechtern.

Führen Sie gezielte Gespräche mit jenen Mitarbeitern, bei denen Sie eine innere Kündigung vermuten. Es ist dabei von Bedeutung, keine Vorwürfe zu machen, sondern offen für das Feedback der Mitarbeiter zu sein. Häufig sind die Anforderungen zu hoch, Anerkennung zu spärlich oder es entsteht das Gefühl, dass Mitarbeitermeinungen ignoriert werden. Diese Punkte sind berechtigte Anliegen, an denen Sie als Führungskraft arbeiten sollten, um eine weitere Leistungsabnahme und eine tatsächliche Kündigung zu verhindern.

Proaktive und regelmäßige Gespräche sind der beste Weg, um einer inneren Kündigung vorzubeugen. Es ist dabei entscheidend, dass Sie ernsthaft an den Problemen der Mitarbeiter interessiert sind und diese verstehen und lösen wollen. Halbherzige Versuche können die Situation verschlimmern und die Folgen einer inneren Kündigung noch gravierender machen.

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C'est la Vie

Sie haben innerlich bereits gekündigt, da die Umstände unveränderlich sind und Sie Ihrer Entscheidung sicher sind. Nun bleibt Ihnen nur noch, tief durchzuatmen und nach vorne zu schauen. Ein neuer Job wartet auf Sie, und es gibt keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, weil Sie den alten verlassen. Sie haben die richtige Entscheidung getroffen. Nutzen Sie Ihren inneren Frieden als Quelle neuer Energie für Ihre Jobsuche. Viel Erfolg und Freude auf Ihrem neuen Weg!

Heiko Wohlgemuth
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