Welche Ausbildung passt zu dir?
Noch unschlüssig, was du werden willst?
Finde heraus, welche Ausbildung zu dir passt
Du befindest dich an einem Scheideweg. Deine Schulzeit ist vorbei und du hast den Entschluss gefasst, eine Berufsausbildung zu starten. Jetzt der perfekte Zeitpunkt, um sich zu überlegen, welche Ausbildung du starten möchtest. Schließlich willst du deine Zeit nicht mit Untätigkeit verschwenden. Die Wahl des richtigen Ausbildungsberufs ist jedoch keine einfache Entscheidung und erfordert gründliche Überlegung und Einsatz. Bedenke also, dass du diesen Beruf möglicherweise für viele Jahre ausüben wirst. Es lohnt sich also, innezuhalten und eine bewusste Entscheidung zu treffen, anstatt sich vorschnell festzulegen – wähle den Beruf, der dir wirklich am Herzen liegt. Um herauszufinden, welcher Job das ist, haben wir ein paar Tipps für dich.
So viele Ausbildungen, aber welche passt zu dir?
Es ist nicht ungewöhnlich, dass junge Menschen noch nicht wissen, was sie vom Leben erwarten sollen und welche beruflichen Ausbildungen es für sie gibt. Vielleicht hast du schon eine Vorstellung davon, was definitiv nicht zu dir passt - dann bist du auch schon einen Schritt weiter. Wenn nicht, kannst du dir unsere Liste an anerkannten Ausbildungsberufen in Deutschland ansehen und alles ausschließen, was dir nicht gefällt. Wenn du jedoch bereits eine Vorstellung hast, in welcher Branche du arbeiten möchtest, dann hast du bereits einen bedeutenden Schritt gemacht.
Um die passende Ausbildung zu finden, ist es wichtig, dass du dich reflektierst. Frage dich: Wer bin ich, was möchte ich erreichen und was sind meine Fähigkeiten? Es ist ebenso wichtig zu erkennen, was du nicht kannst oder magst. Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und ausreichend Zeit für diesen Prozess der Selbstfindung, sind absolut entscheidend. Überlege genau, warum du bestimmte Entscheidungen triffst und arbeite darauf hin einen Punkt zu erreichen, an dem du mit Überzeugung sagen kannst "Das sind meine Stärken, das ist mein Weg und das sind meine Ziele." Dann bist du auch schon ganz dicht an der Wahl der richtigen Ausbildung dran.
Online-Tests
Online-Tests können eine wertvolle Ressource sein, um Ihnen bei der Entscheidungsfindung zu helfen. Sie bieten oft einen guten Ausgangspunkt für diejenigen, die unsicher sind, welchen Weg sie einschlagen möchten. Diese Tests stellen in der Regel viele Fragen zu deinen Fähigkeiten und Interessen, was nützlich sein kann, wenn Sie noch unentschlossen sind. Allerdings ersetzen sie nicht den Prozess der Selbstreflexion.
Es gibt zahlreiche Tests im Internet, die darauf abzielen, dir bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz zu assistieren. Viele davon sind jedoch lediglich Fragebögen, die keine spezifischen Antworten liefern, sondern Sie nur ungefähr in eine Richtung lenken können. Wir entwickeln derzeit unser eigenes Tool, um dir eine gezieltere Unterstützung bei der Auswahl der passenden Ausbildung zu bieten. Wir nehmen uns extra Zeit, um sicherzustellen, dass unser Tool dir tatsächlich weiterhilft und dir am Ende eine Liste von Ausbildungsberufen anbietet, die wirklich zu deinem Profil passen - mehr dazu später.
Nutze Orientierungsangebote
Sich zu orientieren, ist eine wichtige Fähigkeit, die Ihnen im Leben hilft. Dabei stellst du dir eigentlich nur dir grundlegende Frage „Wo stehe ich?“ und arbeitest dich von dort aus nach und nach vor. Schließlich kommst du zu zwei weiteren Fragen: „Wo will ich hin?“ und „Was muss ich dafür tun?“ Wenn du es schaffst diese Fragen für dich zu beantworten, dann bist du bereits einen riesigen Schritt weiter. Zugegeben, es ist kein leichtes Unterfangen und fällt den meisten Leuten schwer, doch du kannst dir mit Online-Tests Hilfe holen und bereits erste Fragen für dich klären.
Zudem gibt es Beratungsangebote, die dir dabei helfen mit dem Reflexionsprozess zu starten und dir die Richtung zu zeigen, in die du möglicherweise gehen möchtest.
Falls du noch in der Schule bist, solltest du unbedingt auf alle Beratungsangebote zurückgreifen. In der Regel gibt es engagierte Lehrkräfte, die dir weiterhelfen und auch gerne bereit dir Informationen oder eine Einschätzung zu deinen Leistungen zu geben. Nutze diese Angebot - sie sind hilfreich und kosten nur ein wenig Zeit und Überwindung.
Professionelle Berufsberater sind ebenfalls eine gute Anlaufstelle. Sie nehmen sich die Zeit, um mit dir deinen Werdegang zu besprechen, kosten aber in der Regel Geld, sind also nicht für jeden empfehlenswert. Dennoch kann sich diese Investition lohnen, wenn du dadurch deinen Karriereweg findest.
Du kannst auch die Info- und Beratungsangebote des Arbeitsamtes in Anspruch nehmen. Hierbei versucht man dir durch einen ausführlichen Test zu helfen, bei dem deine Interessen und Kompetenzen abfragt werden. Am Ende bekommst du Berufe und Branchen vorgeschlagen, die zu dir passen könnten.
Was aber absolut entscheidend ist, ist deine Eigeninitiative. Ohne deine Mithilfe funktioniert weder der eine noch der andere Ansatz. Sei offen und gehe auf Menschen zu, die dir helfen können. Auch wenn der Anfang unangenehm erscheint, die meisten Leute wollen dir nur helfen – immerhin geht es um deine Zukunft.
Nutze das Internet
Um einen ersten Eindruck von den verschiedenen Berufsmöglichkeiten zu bekommen, lohnt es sich, die Job- und Ausbildungsprofile anzusehen – und das geht ganz einfach hier! Es ist wichtig, sich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen. Auch wenn der Beruf des Maurers von einigen vielleicht nicht als besonders attraktiv angesehen wird, könnte er für dich genau das Richtige sein und dir viel Freude bereiten. Lassen dich nicht zu sehr von anderen negativ beeinflussen und informiere dich gründlich über die verschiedenen Berufe, bevor du eine Option antrittst oder ausschließen. Außerdem gibt es zahlreiche Foren, in denen du Menschen treffen kannst, die bereits eine Ausbildung absolviert haben und in dem Beruf tätig sind. Hier kannst du ganz easy nach Rat fragen. Fragen kostet schließlich nichts.
Nutze Offline-Angebote
Job-, Berufs- und Ausbildungsmessen sind wahre Schatzkammern des Wissens. Hier wetteifern zahlreiche Unternehmen darum, dich für eine Ausbildung zu gewinnen – vergiss also nicht, deine Bewerbungsunterlagen mitzubringen! Nutze die Gelegenheit, um direkt auf die Firmen zuzugehen, die dich interessieren und stelle ihnen all deine Fragen: Wie hoch wird das Gehalt sein? Welche Chancen kann man dir bieten? Welche Erfahrungen wirst du während der Ausbildung sammeln? Und mit welchen Kollegen wirst du zusammenarbeiten? Was ist das Spannendste an der Ausbildung? Wohin führt dich diese Karriereleiter? All diese Fragen und mehr kannst du die Vertreter an den Messeständen fragen. Sie werden dir bereitwillig Auskunft geben, um dich für ihr Unternehmen zu begeistern.
Besuche Betriebe
Wenn du erfahren willst, wie die Arbeit in einem Unternehmen aussieht, warum besuchst du dann nicht einfach einen? Viele Arbeitgeber veranstalten jährlich einen Tag der offenen Tür. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du auch initiativ nachfragen, ob eine Unternehmensführung möglich ist. Es kann und wird zwar vorkommen, dass manche Unternehmen ablehnen, aber nachzufragen ist kostenlos und es gibt sicherlich viele andere Betriebe, die du besichtigen kannst. Mit deiner Initiative zeugst du von Interesse und hast die Möglichkeit dir ein Bild von der Arbeit und den Menschen vor Ort zu machen. Einen besseren Einblick gibt es kaum. Wenn du an einem Unternehmen interessiert bist, kannst du direkt nach einem Praktikum oder gleich nach einem Ausbildungsplatz fragen.
Pistole auf die Brust!
Bitte jemanden, dich in den kommenden Tagen vollkommen unerwartet mit der Frage „Welche Ausbildung willst du machen?“ zu konfrontieren. Du hast dann nur eine Sekunde Zeit, um zu antworten. Die erste Antwort, die dir spontan einfällt, könnte ein Hinweis auf deine wahre Berufung sein. Diese Methode funktioniert am besten, wenn du vor der Wahl zwischen ein paar Optionen stehst, daher solltest du dich vorab über bestehende Berufe informieren.
Kindheitswünschen nachgehen
Als Kind hatten wir alle Träume und Berufswünsche. Ob Astronaut/in, Cowboy oder Polizist/in, die Vorstellung, diese Berufe auszuüben, war und ist noch immer faszinierend. Heute können wir uns vielleicht nicht mehr alle dieser Jobs als passende Karriere vorstellen, dennoch lohnt es sich einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und einmal zu prüfen, welche Optionen einem auch heute noch gefallen. Vielleicht endest du ja nicht im Weltall oder auf einem Pferderücken, aber dafür in einem Krankenhaus oder in einer sozialen Einrichtung. Einen Ausbildungsplatz zu finden und als Polizist/in zu arbeiten, ist durchaus im Bereich des Möglichen. Selbst wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass diese Berufe nichts für dich sind, bist du einen Schritt weiter, da sich die Menge an möglichen Berufen soeben reduziert hat.
Wie willst du arbeiten?
Ob der Weg nach der Ausbildung ins Büro, auf die Baustelle, in die Backstube oder in ein offenes Arbeitsumfeld führen wird, ist ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl. Wenn du bereits eine Vorstellung davon hast, wie diene zukünftige Arbeit aussehen soll, kann das deine Jobsuche erheblich erleichtern. Überlege, ob du lieber mit Menschen arbeitest, mit bestimmten Werkstoffen oder mit Zahlen, Tabellen und Formularen. Diese Überlegungen sind entscheidend, um die Menge an Ausbildungsberufen einzugrenzen. Auch die bevorzugten Arbeitszeiten spielen eine Rolle bei der Entscheidung für eine Branche. Bevorzugst du reguläre Bürozeiten, Schichtarbeit oder das frühe Aufstehen samt frühem Feierabend? Vielleicht ist die eigene Selbstständigkeit auch das, was dich anzieht.
Die Einschätzung anderer
Deine Freunde und Familie wissen wahrscheinlich am besten über dich Bescheid und können dir deine Stärken und Schwächen treffend aufzählen. Überlege dir, wie du dich einschätzen würdest. Du kannst ebenfalls deine Lehrer um Feedback bitten; sie werden dir sicherlich wertvolle Rückmeldungen geben und vielleicht ein paar Tipps für Berufe geben.
Externe Rückmeldungen sind äußerst nützlich, da wir uns selbst oft nicht objektiv sehen und unser eigenes Potenzial nicht korrekt bewerten. Zögere also nicht, um nach Rat zu fragen und um herauszufinden, wie andere dich wahrnehmen. Es bedeutet nicht unbedingt, dass deine Freunde und Familie immer richtig liegen, aber ihre Perspektiven können aufschlussreich sein.
Stärken aus der Schule
Wenn du eine Begabung für die Mathematik hast, kannst du dir bestimmt eher eine Karriere vorstellen, die viel mit Zahlen zu tun hat. Bist du im Werkunterricht geschickt gewesen, könne eine handwerkliche Laufbahn genau das Richtige für dich sein. Überlege dir, welches Schulfach dir am meisten Freude bereitet hat – das könnte ein Hinweis auf deine berufliche Laufbahn sein. Jeder hat Stärken in bestimmten Bereichen; schauen dir dein Zeugnis an, um herauszufinden, in welchem Fach du besonders gut bist und leite daraus Berufe ab, in denen diese Fähigkeiten zur Anwendung kommen könnten.
Das Hobbys mit dem Beruf verbinden
Was sind deine Lieblingsbeschäftigungen außerhalb der Schule? Ob Sport, die Mitgliedschaft in einem Klub, das Wandern in der Natur oder ein tiefes Interesse für Wissenschaft – all das kann dir eine Richtung weisen, in die du dich beruflich entwickeln kannst. Vielleicht liebst du es zu shoppen (Kaufmann/-frau), bist gern unter Menschen (Erzieher/in) oder hast du ein Talent dafür, mit deinem Handy beeindruckende Filme zu erstellen (Mediengestalter/in). All dies können sinnvolle Voraussetzungen sein, damit du dich in einem Beruf richtig entfalten kannst. Wenn du nicht sofort weißt, welche Hobbys du hast, versuche doch dir in der nächsten Woche Notizen über die Dinge zu machen, die du gerne täglich machst. Versuche im nächsten Schritt herauszufinden, welche Berufe von diesen Fähigkeiten profitieren könnten. Schon bist du deiner Traumausbildung näher.
Das Geld ist nicht unwichtig
Sicherlich hast du den Traum, eines Tages all deine finanziellen Bedürfnisse erfüllt zu wissen. Um so einen Traumlebensstil zu erreichen, ist es unerlässlich, dass du dir eine Arbeit suchst, die dir ein ausreichendes Einkommen garantiert. Die Entscheidung für die richtige Ausbildung kann maßgeblich darüber bestimmen, ob du dir einen gewissen Lebensstandard leisten kannst, oder nicht. Wenn du nach einem eigenen Heim, einem schicken Auto und der Möglichkeit für regelmäßige Urlaube anstrebst, ist es empfehlenswert, einen Karriereweg einzuschlagen, der dir gewisse Wachstumsmöglichkeiten eröffnet.
Dennoch solltest du dir darüber im Klaren sein, dass Zufriedenheit nicht allein durch Geld erreicht wird. Ein gutes Gehalt in einem Job, der dich nicht glücklich macht, ist kein Gewinn, sondern eine Belastung. Immerhin wirst du ein gesamtes Drittel deines Arbeitslebens arbeiten. Da sollte der Beruf schon Spaß machen.
Glaub an dich!
Obwohl der Start herausfordernd und manchmal frustrierend sein kann, findest du bestimmt die Ausbildung, die ideal für dich ist. Dabei kann es hilfreich sein, zunächst eine Ausbildung zu beginnen, um herauszufinden, was du willst und was du nicht willst. Um Zeit zu sparen und Stress zu vermeiden, kannst du auch ein paar Praktika im Vorfeld absolvieren – idealerweise machst du das noch während deiner Schulzeit in den Ferien. So erhältst du Einblicke in verschiedene Bereiche und kannst dir ein besseres Bild von deiner Karrierevorstellung machen.
Letztendlich wirst du die Ausbildung und den Beruf finden, der zu dir passt! Viel Erfolg auf dem Weg.
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