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Ausbildung Medizinische/r Technologe/in für Radiologie
Ausbildung: Ein Blick ins Innere, ganz ohne Skalpell
In den menschlichen Körper schauen, ohne ihn zu öffnen? Genau das lernst du in der Ausbildung zum/zur Medizinischen Technologen/in für Radiologie, kurz MTR. Früher hieß der Beruf Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in, kurz MTRA. Du erstellst Röntgenbilder und arbeitest mit CT, MRT, Ultraschall und nuklearmedizinischer Bildgebung. Deine Aufnahmen helfen Ärzt/innen, Krankheiten und Verletzungen zu erkennen. In der Strahlentherapie führst du auch Bestrahlungen durch. Wenn dich Technik und der menschliche Körper interessieren, passt das vielleicht gut zu dir. Hier erfährst du, was du als MTR machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2023: Die Ausbildung wurde reformiert und hat eine neue Berufsbezeichnung bekommen. Für den praktischen Teil der Ausbildung bekommst du jetzt eine monatliche Vergütung.
Auf einen Blick
Medizinische/r Technologe/in für Radiologie auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2023 hieß er Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in.
- 1971 bis 2023Medizinisch-technische/
r Radiologieassistent/ in - seit 2023Medizinische/
r Technologe/ in für Radiologie
Im Alltag sagt man auch: MTRA, Röntgenassistent/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Medizinische/r Technologe/in für Radiologie?
Du bist Spezialist/in für bildgebende Verfahren und Strahlentherapie. Deine Arbeit unterstützt Ärzt/innen bei Diagnose und Behandlung. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Patient/innen betreuen: Du erklärst den Ablauf der Untersuchung, bringst Patient/innen in die richtige Position und betreust sie währenddessen. Du gehst auf ihre Ängste ein.
- Untersuchen: Auf ärztliche Anforderung erstellst du Röntgenbilder und führst Untersuchungen mit CT, MRT, Ultraschall oder nuklearmedizinischer Bildgebung durch. Dabei setzt du auch Kontrastmittel ein.
- Behandeln: In der Strahlentherapie bestrahlst du zum Beispiel Tumore. In der Nuklearmedizin behandelst du Erkrankte mit radioaktiven Substanzen.
- Bilder beurteilen: Du prüfst die Qualität der Aufnahmen, erfasst Messwerte und speicherst die digitalen Daten.
- Strahlenschutz: Du triffst die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen und schützt so dich und die Patient/innen.
- Geräte kontrollieren: Du bereitest die Geräte vor, prüfst regelmäßig, ob sie richtig funktionieren, und achtest auf die Wartungsintervalle.
- Dokumentieren: Du protokollierst jede Untersuchung. So lässt sich alles später nachvollziehen.
Warum ist der Beruf so wichtig?
Du bist mitten in der modernen Diagnose und Behandlung. Mit deinen Aufnahmen erkennen Ärzt/innen Krankheiten und Verletzungen, ohne den Körper zu öffnen. In der Strahlentherapie trägst du direkt zur Behandlung bei, zum Beispiel bei Tumoren. Das macht deine Arbeit für Ärzt/innen und Patient/innen sehr wertvoll.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Medizinischen Technologen/in für Radiologie ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie dauert in Vollzeit 3 Jahre, in Teilzeit höchstens 5 Jahre. Du lernst an einer Berufsfachschule und in der Praxis im Krankenhaus oder in einer ambulanten Einrichtung, zum Beispiel einer Facharztpraxis. Am Ende steht eine staatliche Abschlussprüfung. Eine Ausbildungsvergütung ist gesetzlich vorgeschrieben. Schulgeld zahlst du keins.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Bildgebende Verfahren: Röntgen, Computertomografie, Magnetresonanztomografie, Ultraschall und Nuklearmedizin vorbereiten und durchführen
- Kontrastmittel und Radiopharmaka: wie sie eingesetzt werden und wie du radioaktive Stoffe nach ärztlicher Anordnung vorbereitest und verabreichst
- Strahlentherapie: Behandlungen vorbereiten, durchführen und auswerten
- Strahlenschutz und Sicherheit: die nötigen Schutz- und Qualitätsmaßnahmen bei Röntgenstrahlen und Magnetfeldern
- Digitale Daten: Bilddaten standardisiert bearbeiten, beurteilen und dokumentieren
- Hygiene und Notfälle: Hygienemaßnahmen umsetzen, Notfälle erkennen und richtig reagieren
- Kommunikation: Menschen aller Altersstufen informieren, beraten und bei Untersuchungen anleiten
In einem interprofessionellen Praktikum lernst du außerdem angrenzende Bereiche kennen, auch grundpflegerische Aufgaben. In Kliniken arbeitest du im Schichtdienst.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Medizinische/r Technologe/in für Radiologie?
Was solltest du mitbringen?
- in der Regel einen mittleren Bildungsabschluss. Mit Hauptschulabschluss geht es, wenn du zusätzlich eine mindestens 2-jährige Berufsausbildung hast.
- ein ärztliches Attest über deine gesundheitliche Eignung, Deutschkenntnisse und einen Nachweis über den Masernschutz
- Interesse an Physik, Biologie, Chemie und Mathematik
- Geschicklichkeit, zum Beispiel beim Steuern von Bestrahlungsgeräten
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- Einfühlungsvermögen, um Patient/innen die Angst zu nehmen
- psychische Stabilität im Kontakt mit schwer kranken Menschen
- Verschwiegenheit im Umgang mit Patientendaten
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.365 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.425 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.522 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Medizinischen Technologen/in für Radiologie zu dir?
Du willst im Gesundheitswesen arbeiten und hast Lust auf Technik? Dann ist die Radiologie vielleicht dein Platz. Das spricht für die Ausbildung:
- Faszinierende Technik: Du schaust in den Körper, ganz ohne Eingriff.
- Menschen helfen: Deine Bilder und Behandlungen tragen zu einer guten Versorgung bei.
- Teamarbeit: Du arbeitest eng mit Kolleg/innen und Ärzt/innen zusammen.
- Vielfalt: Du triffst viele verschiedene Menschen und lernst unterschiedliche Erkrankungen und Verletzungen kennen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Medizinische/r Technologe/in für Radiologie?
Was du als Medizinische/r Technologe/in für Radiologie jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer sich in Physik für Strahlung begeistert oder mit der Kamera an Licht und Belichtung tüftelt, zeigt Kliniken Interesse an Technik und Medizin. Wer im Seniorenheim vorliest, im Schulsanitätsdienst ruhig bleibt und Geheimnisse für sich behält, beweist Einfühlungsvermögen, starke Nerven und Verschwiegenheit. Wenn dich Untersuchungen von Herz, Lunge und Nerven reizen, schau dir Medizinische/r Technologe/in Funktionsdiagnostik an. Für Physik im Labor passt Physikalisch-technische Assistenz.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- dich in Physik für Strahlung und Wellen begeisterst Neugier
- mit der Kamera an Licht und Belichtung tüftelst Technikverständnis
- im Seniorenheim ehrenamtlich vorliest Einfühlungsvermögen
- im Schulsanitätsdienst auch bei Blut ruhig bleibst Psychische Stärke
- Geheimnisse von Freund/innen für dich behältst Verschwiegenheit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 340
Betriebe bilden aus
Platz 64 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder Betrieb
bildet auch Operationstechnische/r Assistent/in aus.
Fast jeder bildet auch Pflegefachmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen90
- Bayern50
- Baden-Württemberg50
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Bildgebende Verfahren werden an vielen Orten eingesetzt. Hier kannst du arbeiten:
- in Krankenhäusern
- in Facharztpraxen für Radiologie
- in Forschungslabors und medizinischen Labors
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, zum Beispiel im Strahlenschutz oder in der medizinischen Dokumentation.
- Aufstiegsweiterbildung: Du bildest dich weiter zum/zur Radiologietechnologen/in für radiologische Bildgebung und Intervention oder für neuroradiologische Bildgebung.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du studieren, zum Beispiel Medizinische Technik.
Fazit: Deine Bilder zeigen den Weg zur Behandlung
Als MTR bist du für die Bildgebung vom menschlichen Körper zuständig und arbeitest in der Strahlentherapie mit. Mit deinen Aufnahmen stellen Ärzt/innen genaue Diagnosen und planen die Behandlung. Früher hieß der Beruf Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in (MTRA). Die Ausbildung dauert in Vollzeit 3 Jahre und findet an der Berufsfachschule und im Krankenhaus oder in einer ambulanten Einrichtung statt.
Neugierig auf den Blick ins Innere? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb oder ein Krankenhaus in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Naturwissenschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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