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Lebenslauf fürs Schüler­praktikum: kurz, ehrlich, fertig

Für dein Praktikum in Klasse 8 bis 10 reicht eine halbe Seite. Wenn das Richtige draufsteht.

Schülerin am ersten Tag ihres Schülerpraktikums in einer Gärtnerei mit einem Gärtner beim Umtopfen

In der Schule heißt es: In drei Monaten ist Praktikum, sucht euch einen Platz. Du rufst bei der Tierarzt­praxis um die Ecke an, und die sagen: „Schick uns doch kurz einen Lebenslauf.“ Und du denkst: Einen was? Mit 14?

Keine Sorge. Ein Lebenslauf fürs Praktikum als Schüler ist die kleinste Form, die es gibt. Der Betrieb weiß, dass du noch zur Schule gehst und nichts vorweisen musst. Er will nur kurz wissen, wer da kommt.

Unsere Leitidee: Beim Praktikum ist der Lebenslauf eine Visitenkarte. Klein, sauber, mit dem Wichtigsten. Wir zeigen dir, was draufgehört und wo er sich vom späteren Lebenslauf für die Ausbildung unterscheidet.

Was Betriebe beim Schüler­praktikum sehen wollen

Versetz dich kurz in den Betrieb. Dort kommen jedes Jahr Schüle­rinnen und Schüler für ein paar Wochen vorbei. Die Ausbilderin will vor allem planen können und wissen, dass du wirklich auftauchst.

Wofür braucht der Betrieb einen Lebenslauf fürs Praktikum?

Der Betrieb will dich einordnen: Wie alt bist du, welche Klasse besuchst du, wann ist das Praktikum, wie erreicht man dich. Außerdem schaut er, ob du dich ein wenig für den Bereich interes­sierst. Noten spielen beim Schüler­praktikum meistens eine kleine Rolle. Warum Betriebe überhaupt Praktika anbieten, steht in Warum Betriebe Praktika und Schnup­pertage anbieten sollten.

Was ist Betrieben bei 14- oder 15-Jährigen wichtig?

Sie achten auf Neugier, Pünktlichkeit und Höflichkeit. Ein ordentlich geschriebener Lebenslauf ohne Fehler zeigt schon viel davon. Wer dazu noch einen Satz schreibt, warum er gerade diesen Betrieb ausgewählt hat, bleibt in Erinnerung.

Was in den Lebenslauf fürs Praktikum gehört

Jetzt wird es praktisch. Du brauchst nur wenige Bausteine. Die meisten davon kennst du schon auswendig.

Welche Angaben gehören in einen Praktikums-Lebenslauf?

Oben stehen dein Name, deine Adresse, deine Telefon­nummer und eine E-Mail-Adresse. Bei Minder­jährigen ist es sinnvoll, zusätzlich eine Telefon­nummer der Eltern anzugeben. Darunter folgen deine Schule mit Klasse, der Zeitraum des Praktikums und zwei, drei Sätze zu Hobbys und Interessen.

Muss der Zeitraum des Praktikums im Lebenslauf stehen?

Ja, das ist für den Betrieb eine der wichtigsten Angaben. Schreib das genaue Datum hinein, das deine Schule vorgibt, etwa „Schulpraktikum vom 2. bis 13. Februar“. So kann die Ausbilderin sofort im Kalender nachsehen, ob es passt.

Wie lang sollte der Lebenslauf fürs Praktikum sein?

Eine halbe bis ganze Seite reicht völlig. Mehr Inhalt hast du in der achten oder neunten Klasse meistens noch nicht, und das ist richtig so. Lieber kurz und sauber als künstlich aufgefüllt.

Hobbys als Brücke zum Prakti­kums­betrieb

Bei dir steht noch keine Arbeit im Lebenslauf. Deshalb haben deine Hobbys hier besonders viel Gewicht. Sie bauen die Brücke zum Betrieb.

Welche Hobbys passen in den Lebenslauf fürs Praktikum?

Am besten solche, die zum Prakti­kumsplatz passen. Wer in die Kfz-Werkstatt will, erwähnt das Fahrrad, an dem er schraubt. Wer zum Friseur möchte, schreibt, dass sie den Freundinnen gern die Haare flechtet. Wer in eine Kita geht, nennt das Aufpassen auf jüngere Geschwister. Ein Hobby mit Bezug zeigt dem Betrieb, dass du dir etwas gedacht hast.

Was dich in diesen Berufen erwartet, kannst du vorher nachlesen, etwa im Profil Friseur oder Friseurin oder im Profil Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechatro­nikerin. So kannst du im Gespräch schon ein bisschen mitreden.

Unterschied zum Lebenslauf für die Ausbildung

In ein, zwei Jahren schreibst du wahrscheinlich deinen Lebenslauf für die Ausbildung. Dann baust du auf deinem Praktikums-Lebenslauf auf. Gut zu wissen, was sich dann ändert.

Was unterscheidet den Lebenslauf fürs Praktikum vom Lebenslauf für die Ausbildung?

Beim Praktikum geht es ums Kennen­lernen auf Zeit, bei der Ausbildung um eine Entscheidung für mehrere Jahre. Der Ausbildungs-Lebenslauf ist deshalb ausführ­licher: Er nennt deinen angestrebten Abschluss, deine Praktika mit Aufgaben und deine Kenntnisse. Beim Schüler­praktikum reichen Schule, Zeitraum und Interessen.

Ein Tipp für später: Lass dir am Ende des Praktikums eine kurze Beschei­nigung geben und notier dir deine Aufgaben. Das wird der erste starke Eintrag in deinem Ausbildungs-Lebenslauf. Wie wichtig dieser erste Einblick ist, liest du in Das Praktikum: der erste Schritt auf deinem Karrie­repfad.

Den Lebenslauf abschicken oder abgeben

Fertig geschrieben? Dann fehlt nur noch der Weg zum Betrieb. Auch der ist beim Schüler­praktikum entspannt.

Wie schicke ich den Lebenslauf für das Schüler­praktikum?

Frag am Telefon nach, ob der Betrieb ihn per E-Mail oder auf Papier möchte. Per E-Mail schickst du eine PDF mit einem kurzen, freund­lichen Text dazu. In kleinen Betrieben kannst du ihn auch persönlich vorbei­bringen, das macht oft einen guten Eindruck. Wie du den ersten Anruf meisterst, zeigt dir Telefoniere, um dir den Platz zu sichern.

Du suchst noch einen Prakti­kums­betrieb in deiner Nähe? Auf dein-ausbil­dungsplatz.de findest du Ausbil­dungs­be­triebe direkt um die Ecke, viele davon nehmen auch Prakti­kan­tinnen und Prakti­kanten.

Fazit: Klein, sauber, mit Bezug

Ein Lebenslauf fürs Schüler­praktikum in Klasse 8 bis 10 ist kurz. Name, Kontakt, Schule mit Klasse, der genaue Zeitraum und ein paar Hobbys mit Bezug zum Betrieb reichen. Betriebe wollen dich vor allem einplanen können und sehen, dass du neugierig bist. Der ausführliche Lebenslauf kommt erst bei der Ausbildung, und dein Praktikum wird dort ein wichtiger Baustein. Also: kurz schreiben, sorgfältig prüfen, freundlich abschicken. Wir wünschen dir eine spannende Prakti­kumszeit!

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Veröffentlicht: 30.10.2026

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