Schnellstart.
Schülerpraktikum: Ideen und so findest du einen Platz
Vom ersten Anruf bis zum letzten Tag im Betrieb. So wird dein Praktikum ein Gewinn.
Die Lehrerin verteilt den Zettel fürs Schülerpraktikum. In drei Monaten geht es los. Die halbe Klasse hat schon einen Platz, und du denkst: Wo soll ich bloß hin?
Keine Sorge. Du bist damit nicht allein, und du hast mehr Möglichkeiten, als du gerade glaubst. Ein Praktikum ist wie eine Probefahrt. Du setzt dich für ein paar Tage in einen Beruf und schaust, wie er sich anfühlt. Danach weißt du mehr über die Arbeit und über dich.
Wir haben dir zusammengestellt, wie du an einen Platz kommst, welche Ideen zu deinen Interessen passen und was du am Ende mit nach Hause nimmst.
So findest du einen Platz fürs Schülerpraktikum
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Dabei liegt der Weg meistens näher, als du denkst. Fang bei den Menschen an, die du schon kennst.
Wen kann ich nach einem Praktikumsplatz fragen?
Frag zuerst deine Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und die Eltern deiner Freunde. Fast jeder kennt jemanden, der in einem Betrieb arbeitet. Ein Satz beim Abendessen reicht: „Ich suche einen Platz fürs Schülerpraktikum. Kennt ihr jemanden?“ Oft kommt die Antwort schneller, als du denkst.
Darf ich einfach bei einem Betrieb anrufen?
Ja, und das kommt gut an. Betriebe in deiner Nähe freuen sich, wenn junge Leute sich selbst melden. Sag kurz, wer du bist, in welche Klasse du gehst und in welchem Zeitraum dein Praktikum stattfindet. Wenn dir Telefonieren schwerfällt, hilft dir unser Artikel Telefoniere, um dir den Ausbildungsplatz zu sichern. Die Tipps passen genauso für das Praktikum.
Kann ich auch persönlich vorbeigehen?
Klar. Beim Bäcker, in der Autowerkstatt oder im Blumenladen um die Ecke kannst du einfach fragen, ob jemand kurz Zeit hat. Komm zu einer ruhigen Uhrzeit, also nicht in der Mittagspause oder kurz vor Ladenschluss. Ein freundliches Gesicht bleibt besser hängen als jede Mail.
Wo finde ich Betriebe in meiner Nähe?
Auf dein-ausbildungsplatz.de findest du Ausbildungsbetriebe direkt in deiner Nähe. Viele davon bieten auch Praktika an. Schau dir an, was es in deinem Ort gibt, und mach dir eine kleine Liste mit drei bis fünf Betrieben.
Auch Messen sind ein guter Ort. Dort stehen viele Betriebe an einem Tag in einer Halle, und du kannst direkt nach einem Praktikum fragen. Wie du das Beste aus einem Messebesuch holst, liest du in Ausbildungsmessen: Mach dir die Ausbildungsplatzsuche leicht.
Ideen fürs Praktikum nach deinen Interessen
Du weißt noch gar nicht, was dich interessiert? Das ist völlig normal. Frag dich einfach, was du in deiner Freizeit gern machst. Daraus ergeben sich oft die besten Ideen.
Welches Praktikum passt, wenn ich gern mit den Händen arbeite?
Dann schau dir das Handwerk an. In einer Tischlerei baust du vielleicht schon am zweiten Tag an einem Regal mit. Im Profil zum Beruf Tischler/in siehst du, was dich dort jeden Tag erwartet. Auch Kfz-Werkstätten, Malerbetriebe oder Elektrofirmen sind gute Adressen.
Welches Praktikum passt, wenn ich gern mit Menschen zu tun habe?
Probier eine Kita, eine Arztpraxis oder ein Geschäft aus. In der Kita merkst du schnell, ob dir die Arbeit mit Kindern liegt. Mehr dazu steht im Profil Erzieher/in. Im Einzelhandel lernst du Kundinnen und Kunden kennen, wie im Profil Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel beschrieben.
Welches Praktikum passt, wenn ich viel am Computer sitze?
Dann frag bei IT-Firmen, in der Verwaltung eines größeren Betriebs oder bei einer Agentur. Dort siehst du, wie aus Spaß am Rechner ein Beruf wird. Einen Eindruck gibt dir das Profil Fachinformatiker/in.
Unser Tipp: Wähl ruhig etwas, das dich nur ein bisschen neugierig macht. Auch ein Praktikum, das dir am Ende gar nicht gefällt, bringt dich weiter. Dann weißt du, was du streichen kannst.
Die Bewerbung fürs Praktikum: kurz und freundlich
Für ein Schülerpraktikum musst du keine dicke Mappe schreiben. Ein paar Sätze und ein kurzer Lebenslauf reichen meistens. Wichtig ist, dass man merkt: Du hast Lust darauf.
Was gehört in eine Bewerbung fürs Schülerpraktikum?
Ein kurzes Anschreiben, ein Lebenslauf auf einer Seite und dein letztes Zeugnis. Im Anschreiben nennst du den Zeitraum, deine Schule und warum dich gerade dieser Betrieb interessiert. Ein Grund genügt, zum Beispiel: „Ich bastle gern und möchte sehen, wie aus Holz Möbel werden.“
Wann sollte ich mich bewerben?
So früh wie möglich. Beliebte Plätze sind schnell weg, besonders bei bekannten Firmen in deiner Stadt. Wenn du drei Monate vorher anfragst, bist du gut dabei. Kommt nach einer Woche keine Antwort, ruf freundlich nach.
Was du aus dem Praktikum mitnimmst
Die Tage im Betrieb gehen schneller vorbei, als du denkst. Damit am Ende mehr bleibt als müde Füße, lohnt sich ein bisschen Aufmerksamkeit.
Wie mache ich im Praktikum einen guten Eindruck?
Sei pünktlich, frag nach, wenn du etwas nicht verstehst, und biete deine Hilfe an. „Kann ich noch etwas machen?“ ist der wichtigste Satz im Praktikum. Das Handy bleibt in der Tasche.
Schreib dir abends drei Dinge auf: Was hast du gemacht? Was hat dir gefallen? Was eher nicht? Nach einer Woche hast du ein klares Bild. Wie du so testest, ob ein Beruf zu dir passt, erklären wir in Das Praktikum: So testest du, ob die Ausbildung zu dir passt.
Und am letzten Tag: Bedank dich und frag nach einer Bescheinigung. Die macht sich später gut in deiner Bewerbung. Manchmal entsteht aus einem guten Praktikum sogar das Angebot für einen Ausbildungsplatz.
Fazit: Einfach fragen öffnet Türen
Einen Platz fürs Schülerpraktikum findest du am leichtesten über Menschen, die du kennst, über Betriebe in deiner Nähe und auf Messen. Trau dich, anzurufen oder vorbeizugehen. Wähl ein Praktikum, das zu deinen Interessen passt, oder probier bewusst etwas Neues. Bewirb dich kurz, freundlich und früh. Im Betrieb zählen Pünktlichkeit, Neugier und ein offenes Ohr. Am Ende weißt du mehr über einen Beruf und über dich selbst. Wir wünschen dir eine spannende Zeit im Betrieb!
Lust auf mehr?
Noch mehr Tipps, Berufe und Geschichten. Oder lass den Würfel entscheiden.
MagazinSolltest du Zusatzqualifikationen neben der Ausbildung erwerben?
MagazinDer Jobwechsel war ein Fehler
MagazinWie man einen Urlaubsantrag stellt
MagazinFrüher kündigen können
MagazinAusbildung oder Studium?
MagazinClimate Week an der Uni Hamburg
MagazinWie meldet man sich richtig krank?
MagazinDie bestbezahlten AusbildungenZum Magazin
Top 2026Pflegefachmann/frau
Top 2026Medizinische/r Fachangestellte/r (MFA)
Top 2026Kaufmann/frau Büromanagement
Top 2026Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
Top 2026Fachinformatiker/in
Top 2026Kraftfahrzeugmechatroniker/in
Top 2026Industriekaufmann/frau
Top 2026Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und KlimatechnikAlle anzeigen
GrünUmwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
GrünElektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik
GrünAnlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
GrünMechatroniker/in Kältetechnik
GrünUmweltschutztechnische Assistenten
GrünUmwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung
GrünBrunnenbauer/in
GrünTechnische/r Assistent/in für EnergietechnikAlle anzeigen





