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Vorstellungsgespräch vorbereiten: Die Checkliste für deine Ausbildung
Von einer Woche vorher bis nach dem Gespräch. Schritt für Schritt, ohne Stress.
Der Termin steht im Kalender. Noch sieben Tage. Und irgendwo zwischen Vorfreude und Nervosität fragst du dich: Wie soll ich das Vorstellungsgespräch vorbereiten, ohne dass ich die ganze Woche nur daran denke?
Keine Sorge. Gute Vorbereitung ist wie Kofferpacken vor einer Reise. Wer erst am Abreisetag anfängt, vergisst die Zahnbürste. Wer ein paar Tage vorher eine Liste macht, steigt entspannt in den Zug. Genau dafür ist diese Checkliste da.
Wir haben dir alles in die richtige Reihenfolge gebracht: von einer Woche vorher bis zu dem Moment, in dem du wieder draußen stehst. Jeder Schritt ist klein. Zusammen machen sie dich sicher.
Eine Woche vorher: Vorstellungsgespräch vorbereiten mit Ruhe
Jetzt hast du noch alle Zeit der Welt. Nutz sie für die Dinge, die man nicht in einer Nacht schafft.
Wie finde ich genug über den Betrieb heraus?
Schau dir die Website an, die Social-Media-Kanäle und, wenn es gibt, Bewertungen von Azubis. Notier dir drei Dinge: was der Betrieb macht, was dich anspricht, was du noch nicht verstehst. Wie das in einer halben Stunde klappt, zeigt dir unser Web-Check vor der Bewerbung.
Was sollte ich über den Beruf wissen?
Kenne die wichtigsten Aufgaben, die Dauer der Ausbildung und wo die Berufsschule ist. Das alles findest du in unseren Berufsprofilen. So kannst du im Gespräch zeigen, dass du weißt, worauf du dich einlässt.
Lies außerdem deine eigene Bewerbung noch einmal. Alles, was dort steht, kann angesprochen werden. Und schreib dir zwei Rückfragen auf. Ideen dazu findest du in Die besten Rückfragen für das Vorstellungsgespräch.
Am Vortag: alles bereitlegen
Heute geht es ums Packen und ums Ankommen im Kopf. Wenn abends alles fertig ist, schläfst du besser.
Was nehme ich zum Vorstellungsgespräch mit?
Eine Mappe mit deiner Bewerbung, dem letzten Zeugnis und Nachweisen über Praktika. Dazu Stift, Notizblock mit deinen Rückfragen, Ausweis, aufgeladenes Handy und etwas zu trinken. Leg alles in die Tasche, die du morgen mitnimmst.
Wie plane ich den Weg?
Prüf die Verbindung mit Bus und Bahn oder die Strecke mit dem Rad. Plane einen Puffer von mindestens einer halben Stunde ein. Speicher dir die Telefonnummer des Betriebs und den Namen deiner Ansprechperson ins Handy.
Leg deine Kleidung heraus und probier sie einmal an. Danach: Handy weg, etwas Schönes machen, früh ins Bett.
Am Morgen: in Ruhe starten
Der große Tag ist da. Ein kleines Kribbeln gehört dazu, es zeigt nur, dass dir die Sache wichtig ist.
Was sollte ich vor dem Gespräch essen?
Etwas Leichtes, das dich satt macht, zum Beispiel ein Brot oder Müsli. Mit leerem Magen kann man sich schlechter konzentrieren. Trink ein Glas Wasser, mit Energydrinks wirst du eher zappelig.
Was mache ich, wenn ich krank werde?
Ruf so früh wie möglich im Betrieb an und bitte um einen neuen Termin. Ehrlich und rechtzeitig abzusagen, macht einen guten Eindruck. Wie du das richtig formulierst, steht in Das Vorstellungsgespräch absagen.
Wenn alles passt: Sag dir deine kurze Vorstellung einmal laut, zum Beispiel unter der Dusche. Dann los, mit Puffer.
Direkt davor: ankommen und durchatmen
Du bist da, ein paar Minuten zu früh. Perfekt. Jetzt geht es nur noch darum, ruhig zu werden.
Wie früh sollte ich da sein?
Zehn Minuten vor dem Termin am Empfang ist ein guter Wert. Wenn du noch früher da bist, dreh eine Runde um den Block. Wirst du trotz Puffer aufgehalten, ruf sofort an und sag Bescheid.
Wie werde ich kurz vorher ruhiger?
Atme vier Sekunden ein, halte kurz und atme sechs Sekunden aus. Das ein paar Mal wiederholen. Stell dein Handy auf lautlos und steck es weg.
Sei freundlich zu allen, die dir begegnen, auch am Empfang. Ein Lächeln und ein klares „Guten Tag“ sind dein erster Eindruck. Wie gutes Benehmen im Betrieb aussieht, erklären wir in Knigge im Beruf erklärt. Den typischen Ablauf vom Händedruck bis zur Verabschiedung zeigen dir die fünf Schritte des Bewerbungsgesprächs.
Danach: nachbereiten und dranbleiben
Geschafft! Gönn dir erst einmal etwas Gutes. Du hast etwas gemacht, das vielen Mut abverlangt.
Was sollte ich nach dem Gespräch aufschreiben?
Notier noch am selben Tag, welche Fragen kamen, was gut lief und wo du gestockt hast. Schreib auch die Namen deiner Gesprächspartner auf. Beim nächsten Gespräch hilft dir das enorm.
Wann darf ich nachfragen, wenn ich nichts höre?
Wenn der Betrieb einen Zeitpunkt genannt hat, warte ihn ab und gib noch ein paar Tage dazu. Hat niemand etwas gesagt, ist ein freundlicher Anruf nach etwa zwei Wochen in Ordnung. Frag kurz, ob schon entschieden wurde, und bedank dich für das Gespräch.
Und wenn es diesmal nicht klappt? Dann bist du um eine Erfahrung reicher. Viele weitere Ausbildungsbetriebe direkt in deiner Nähe findest du auf dein-ausbildungsplatz.de.
Fazit: Kleine Schritte, großer Auftritt
Wer sein Vorstellungsgespräch vorbereiten will, braucht keine Nachtschicht. Er braucht die richtige Reihenfolge. Eine Woche vorher informierst du dich über Betrieb und Beruf. Am Vortag packst du die Tasche und planst den Weg. Am Morgen isst du etwas und startest mit Puffer. Direkt davor atmest du durch. Und danach schreibst du auf, was du gelernt hast. So kommt nichts durcheinander, und du kannst dich auf das Wichtigste konzentrieren: dich selbst. Wir sind in Gedanken bei dir!
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