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Azubi Ticket und Deutschlandticket: So kommst du günstig zur Ausbildung
Welches Ticket zu dir passt und wo du nachfragst, damit du nicht zu viel zahlst.
6:40 Uhr, der Bus ist voll, und du rechnest im Kopf nach: Wie viel kostet mich der Weg zur Arbeit eigentlich jeden Monat? Für viele ist das Azubi Ticket die erste Frage nach dem Ausbildungsvertrag. Zu Recht, denn der Weg zum Betrieb und zur Berufsschule kommt jeden Tag wieder.
Keine Sorge, du musst dich nicht durch jeden Tarifdschungel kämpfen. Es gibt im Kern drei Wege: ein regionales Azubiticket, das Deutschlandticket und ein Jobticket über deinen Betrieb. Wir haben dir zusammengestellt, wie sie funktionieren und wo du nachfragst.
Unsere Leitidee: Erst fragen, dann kaufen. Zwei kurze Nachrichten an Verkehrsverbund und Betrieb sparen dir oft mehr als jede lange Recherche.
Was ist ein Azubi Ticket?
Das Wort klingt, als gäbe es ein Ticket für alle. So einfach ist es leider nicht. Jede Region macht hier ihr eigenes Ding.
Gibt es ein bundesweites Azubiticket?
Ein einheitliches Azubiticket für ganz Deutschland gibt es nicht. Azubitickets werden von den Ländern, Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen vor Ort angeboten. Deshalb unterscheiden sich Name, Geltungsbereich und Bedingungen von Region zu Region.
Wer bekommt ein Azubiticket?
Das legt der jeweilige Anbieter fest. Meist brauchst du einen Nachweis, dass du in Ausbildung bist, zum Beispiel eine Bescheinigung vom Betrieb oder der Berufsschule. Welche Unterlagen genau verlangt werden, steht auf der Website deines Verkehrsverbunds.
Stell es dir vor wie beim Handyvertrag: Es gibt viele Tarife, und der günstigste ist selten der, der dir zuerst angeboten wird. Ein Blick in die Bedingungen lohnt sich.
Das Deutschlandticket als Alternative
Wenn du viel unterwegs bist, auch am Wochenende oder in anderen Städten, kann das Deutschlandticket spannend sein. Ein Ticket, viele Strecken.
Wo gilt das Deutschlandticket?
Das Deutschlandticket gilt bundesweit im Nah- und Regionalverkehr, also in Bussen, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen und Regionalzügen der teilnehmenden Unternehmen. Im Fernverkehr wie ICE, IC und EC gilt es nicht, ebenso wenig bei privaten Fernbussen. Es ist ein Ticket für die zweite Klasse.
Wie funktioniert das Deutschlandticket?
Das Deutschlandticket ist ein Abo, das monatlich kündbar ist. Du schließt es bei einem Verkehrsunternehmen oder Verbund ab und nutzt es digital. Es ist personengebunden, bei einer Kontrolle zeigst du deinen Ausweis.
Gibt es das Deutschlandticket günstiger für Azubis?
Das hängt von deinem Bundesland ab. Die Länder können auf eigene Kosten zusätzliche Vergünstigungen anbieten, zum Beispiel für Auszubildende. Ob es so ein Angebot bei dir gibt und was es kostet, erfährst du bei deinem Verkehrsverbund. Den aktuellen Preis prüfst du am besten dort, denn er kann sich ändern.
Jobticket und Zuschuss vom Betrieb
Viele Azubis vergessen eine Frage: Hilft mein Betrieb mit? Manche Betriebe tun das gern, man muss nur fragen.
Muss mein Betrieb mir das Ticket bezahlen?
Einen allgemeinen Anspruch darauf hast du nicht. Ein Zuschuss zum Ticket ist eine freiwillige Leistung des Betriebs, außer er ist in deinem Vertrag oder einem Tarifvertrag geregelt. Schau deshalb in deinen Ausbildungsvertrag, bevor du fragst.
Was ist ein Jobticket?
Beim Jobticket bietet der Betrieb seinen Leuten ein Ticket an und beteiligt sich meist an den Kosten. Auch das Deutschlandticket kann als Jobticket angeboten werden. Zahlt der Betrieb einen bestimmten Mindestzuschuss, gibt es zusätzlich einen Rabatt.
Wie frage ich nach einem Zuschuss?
Ganz einfach und freundlich, am besten in den ersten Wochen. Zum Beispiel: „Ich fahre jeden Tag mit Bus und Bahn. Gibt es bei uns ein Jobticket oder einen Zuschuss?“ Mehr Tipps für die ersten Wochen findest du in 5 Tipps für einen gelungenen Ausbildungsstart.
Taucht der Zuschuss dann auf deiner Abrechnung auf, hilft dir unser Artikel zu den Abkürzungen in der Gehaltsabrechnung beim Lesen.
So findest du heraus, was in deiner Region gilt
Jetzt wird es praktisch. Mit drei kleinen Schritten weißt du in einer halben Stunde, welches Ticket für dich das richtige ist.
Wo finde ich die Angebote für meine Region?
Starte bei deinem Verkehrsverbund oder dem Verkehrsunternehmen vor Ort. Auf deren Website stehen Azubitickets, Deutschlandticket und mögliche Ermäßigungen meist unter „Tickets“ oder „Abos“. Bei Fragen hilft auch das Kundencenter am Bahnhof.
Welches Ticket lohnt sich für mich?
Schreib dir deinen normalen Wochenweg auf: Betrieb, Berufsschule, Freizeit. Fährst du nur kurze Strecken in deiner Stadt, kann ein regionales Angebot reichen. Bist du oft im ganzen Land unterwegs, kann das Deutschlandticket besser passen. Vergleiche die aktuellen Preise direkt beim Anbieter.
Übrigens: Wer noch auf der Suche ist, kann den Weg gleich mitdenken. Auf dein-ausbildungsplatz.de findest du Ausbildungsbetriebe direkt um die Ecke. Ein kurzer Weg spart Zeit und oft auch Geld.
Unterwegs als Azubi: Berufe rund um Bus und Bahn
Vielleicht merkst du beim Pendeln, wie viel hinter einem funktionierenden Nahverkehr steckt. Fahrpläne, Service, Tickets: Das alles machen Menschen.
Wenn dich das interessiert, wirf einen Blick auf das Berufsprofil Kaufmann/Kauffrau für Verkehrsservice. Dort beraten Azubis Fahrgäste, verkaufen Tickets und sorgen dafür, dass Reisende ihr Ziel finden. Wer weiß, vielleicht erklärst du bald anderen, welches Ticket sie brauchen.
Fazit: Erst fragen, dann kaufen
Ein einheitliches Azubi Ticket gibt es nicht. Was für dich gilt, hängt von deinem Bundesland und deinem Verkehrsverbund ab. Das Deutschlandticket ist ein monatlich kündbares Abo für den Nah- und Regionalverkehr in ganz Deutschland, in manchen Ländern gibt es Vergünstigungen für Azubis. Frag außerdem deinen Betrieb nach einem Jobticket oder Zuschuss, denn fragen kostet nichts. Prüfe die aktuellen Preise immer direkt beim Anbieter. Dann sitzt du entspannt im Bus und kannst die Fahrt genießen. Gute Fahrt in deine Ausbildung!
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