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Ausbildung Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Steinkohle
Ausbildung: Aus Rohkohle wird ein sauberer Rohstoff
Wie wird aus Rohkohle ein Rohstoff, den Industrie und Kraftwerke nutzen können? Genau darum geht es in der Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Steinkohle. Du arbeitest in einem modernen Industrieumfeld. Du bedienst und überwachst Anlagen, die Kohle brechen, sieben, trennen und trocknen. Im Labor prüfst du, ob die Qualität stimmt. Du brauchst technisches Verständnis, eine genaue Arbeitsweise und Verantwortungsbewusstsein. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Aufbereitungsmechaniker/in Fachrichtung Steinkohle auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 1992 hieß er Aufbereiter/in im Bergbau.
- bis 1992Aufbereiter/
in im Bergbau - seit 1992Aufbereitungsmechaniker/
in Steinkohle
In der DDR hieß der Beruf: Facharbeiter/in für Anlagentechnik (Technische Kohle)
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Aufbereitungsmechaniker/in Steinkohle?
Du bist Maschinenführer/in, Techniker/in, Qualitätsprüfer/in und achtest auf den Umweltschutz. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Rohkohle annehmen: Du überwachst die Entladung der angelieferten Steinkohle, erfasst die Mengen und prüfst erste Qualitätsmerkmale. Danach brichst oder siebst du die Kohle, um grobe Verunreinigungen zu entfernen und die Korngröße anzupassen.
- Trennen und Sortieren: Mit Schwerflüssigkeits-Separation, Windsichtung oder Flotation trennst du Begleitgestein, Staub und andere Verunreinigungen von der reinen Kohle.
- Entwässern und Trocknen: Nach der Nassaufbereitung behandelst du die Kohle in Siebzentrifugen, Filterpressen und Trocknern. Weniger Wasser ist wichtig für Qualität und Transport.
- Qualität prüfen: Du nimmst regelmäßig Proben und prüfst im Labor Aschegehalt, Schwefelgehalt, Wassergehalt und Korngröße. Die Ergebnisse dokumentierst du genau.
- Anlagen steuern: Vom Leitstand aus kontrollierst du am Computer die Prozesse, reagierst auf Störungen und verbesserst die Abläufe.
- Warten und Instandhaltung: Du erkennst Verschleiß früh und reparierst kleinere Schäden an Maschinen, Förderbändern und Pumpen.
- Umwelt und Sicherheit: Du bereitest Prozesswasser auf, achtest auf Staubemissionen und hältst strenge Sicherheitsregeln ein.
Wo arbeitest du?
Deinen Arbeitsplatz findest du in großen Aufbereitungsanlagen. Sie sind oft direkt an Bergwerke oder Kohlekraftwerke angeschlossen. Du arbeitest im Schichtdienst und oft im Team. Der Arbeitsbereich kann staubig und laut sein.
Der Energiesektor verändert sich. Dein Wissen in Verfahrenstechnik und Anlagenbedienung kannst du aber auch in anderen Bereichen einsetzen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Steinkohle ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Die Theorie lernst du in der Berufsschule, oft im Blockunterricht. Die Praxis lernst du in einer Aufbereitungsanlage oder einem passenden Industriebetrieb.
Das lernst du unter anderem:
- Verfahrenstechnik: Sieben, Brechen, Schwerflüssigkeitsscheidung, Flotation, Entwässerung und Trocknung
- Maschinen und Anlagen: Aufbau und Bedienung von Siebmaschinen, Brechern, Mühlen, Separatoren, Förderanlagen und Pumpen
- Werkstoffkunde: Eigenschaften von Steinkohle, Begleitmaterialien und Anlagenteilen
- Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik: Leitsysteme, Sensoren und Steuerelemente
- Qualitätssicherung und Labor: Proben nehmen, chemische und physikalische Analysen, Ergebnisse dokumentieren
- Umweltschutz: Abwasserbehandlung, Staubreduzierung und Entsorgung von Reststoffen
- Arbeitssicherheit: sicherer Umgang mit Maschinen und Förderanlagen in staubiger Umgebung
- Wartung: Pflege, Inspektion und Fehlersuche an Maschinen und Anlagen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Aufbereitungsmechaniker/in Steinkohle?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss
- technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Interesse an physikalischen und chemischen Prozessen
- eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit
- Bereitschaft zum Schichtdienst
- Teamfähigkeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Jahr | Vergütung |
|---|---|
| 1. Lehrjahr | 750 EUR bis 1.120 EUR |
| 2. Lehrjahr | 800 EUR bis 1.205 EUR |
| 3. Lehrjahr | 900 EUR bis 1.269 EUR |
Passt die Ausbildung zum/zur Aufbereitungsmechaniker/in Steinkohle zu dir?
Du interessierst dich für Energie, Industrie und große Technik? Dann schau dir diesen Beruf genauer an. Das spricht für die Ausbildung:
- Energie und Industrie: Du arbeitest an einem Rohstoff für Energieerzeugung und Industrie.
- Technik: Du bedienst und wartest große Aufbereitungsanlagen und Maschinen.
- Verantwortung: Du sorgst für einen reibungslosen Ablauf und für die Qualität der Kohle.
- Umweltbewusstsein: Du hilfst mit, die Kohleverarbeitung umweltfreundlicher zu machen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen dazu?
Was du als Aufbereitungsmechaniker/in Steinkohle jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Chemie-AG Stoffe trennt und filtert, kaputte Geräte repariert oder in Aufbauspielen ganze Fabriken steuert, zeigt Betrieben Technikverständnis und Sorgfalt. Wer in der Jugendfeuerwehr mitmacht oder einen Nebenjob mit festen Zeiten hat, beweist Zuverlässigkeit, und die zählt im Schichtdienst. Wenn dich die Aufbereitung von Braunkohle reizt, schau dir Aufbereitungsmechaniker/in Braunkohle an. Wenn du Wasser sauber machen willst, passt Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- in der Chemie-AG Stoffe trennst und filterst Sorgfalt
- kaputte Geräte geduldig wieder in Gang bringst Fehlersuche
- in Aufbauspielen ganze Fabriken planst und steuerst Logisches Denken
- in der Jugendfeuerwehr Übungen mitmachst Verantwortung
- einen Nebenjob mit festen Arbeitszeiten hast Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 2 · Meiste Betriebe im Bereich
Rund 4.800 Betriebe bilden diesen Beruf aus. Das sind die meisten im Bereich Industrie.
2 von 2 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Deine Kenntnisse in Verfahrenstechnik und Anlagenbedienung sind auch außerhalb der Kohle gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- in Aufbereitungsanlagen für Steinkohle
- in Kraftwerken mit eigener Kohleaufbereitung
- bei Herstellern von Aufbereitungsmaschinen in Service und Wartung
- in der Aufbereitung anderer mineralischer Rohstoffe wie Erze, Sand und Kies
- in der Recyclingindustrie bei der Aufbereitung von Wertstoffen
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Automatisierungstechnik, Qualitätsmanagement, die Wartung von Maschinen oder neue Aufbereitungstechnik für andere Rohstoffe
- Industriemeister/in: in Chemie, Metall, Mechatronik oder Elektrotechnik, für leitende Aufgaben in der Produktion, als Schichtführer/in oder in der Ausbildung
- Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Verfahrenstechnik, Maschinentechnik oder Chemietechnik
- Studium: Mit Fachabitur, Abitur oder Meistertitel kannst du Verfahrenstechnik, Maschinenbau, Bergbau, Chemieingenieurwesen oder Umwelttechnik studieren.
- Anlagenfahrer/in Leitstand: Du steuerst ganze Produktionslinien von der Leitwarte aus.
- Qualitätsprüfer/in oder Labortechniker/in: Du analysierst Roh- und Endprodukte chemisch und physikalisch.
Fazit: Verfahrenstechnik mit Zukunft
Als Aufbereitungsmechaniker/in in der Fachrichtung Steinkohle steuerst du große Anlagen und sorgst für einen sauberen Rohstoff. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Wissen kannst du später auch in anderen Rohstoffen und im Recycling einsetzen. Du kannst außerdem Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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