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Ausbildung Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport
Ausbildung: Du hältst den Bahnverkehr am Laufen
Willst du selbst im Führerstand sitzen und Züge sicher ans Ziel bringen? Dann schau dir die Ausbildung zum/zur Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport genauer an. Früher hieß der Beruf Eisenbahner/in im Betriebsdienst. Lokführer/in und Transport war damals eine von zwei Fachrichtungen. Seit 2022 ist daraus ein eigener Ausbildungsberuf geworden. Wenn du Lokführer/in werden willst, bist du hier also richtig. Du lernst, Loks und Triebfahrzeuge zu bedienen, Züge vorzubereiten und Rangierfahrten durchzuführen. Dabei trägst du viel Verantwortung für Menschen und Güter. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2022: Der bisherige Beruf Eisenbahner/in im Betriebsdienst wurde in zwei eigene Berufe aufgeteilt. Neben diesem Beruf gibt es jetzt den/die Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung. Statt Fachrichtungen gibt es hier die Einsatzgebiete Personenverkehr und Güterverkehr.
Auf einen Blick
Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Bis 2022 hieß er Eisenbahner/in im Betriebsdienst.
- 1997 bis 2022Eisenbahner/
in im Betriebsdienst - seit 2022Eisenbahner/
in im Betriebsdienst Lokführer/ in und Transport
Im Alltag sagt man auch: Triebfahrzeugführer/in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport?
Du sorgst im Personen- und Güterverkehr dafür, dass Reisende, Güter und Gepäck sicher ankommen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Fahrt vorbereiten: Vor der Abfahrt prüfst du die Zugdaten und ob die Fahrzeuge verkehrssicher sind.
- Zug fahren: Du bedienst Loks oder Triebfahrzeuge. Du achtest auf Signale und Geschwindigkeitsvorgaben, beobachtest den Fahrweg und bremst und beschleunigst energieeffizient.
- Auf Störungen reagieren: Läuft etwas anders als geplant, handelst du passend zur Lage. Du verständigst zum Beispiel die Leitstelle, bringst den Zug zum Stehen oder veranlasst Gleissperrungen.
- Rangieren: Im Rangierbetrieb stellst du Züge zusammen, kuppelst Fahrzeuge und führst Rangierfahrten durch.
- Wagen prüfen: Du prüfst die Wagen auf Verkehrstüchtigkeit, prüfst Bremsen und schaust nach Schäden.
- Dokumentieren: Du erstellst Wagenlisten und Bremszettel.
Wo arbeitest du als Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport?
Du arbeitest in Unternehmen des schienengebundenen Güter- und Personenverkehrs. Dein Arbeitsplatz ist meist der Führerstand von Elektro- oder Diesellokomotiven, Triebwagen oder Rangierloks. Dazu kommen Betriebswerke und Gleisanlagen im Freien, bei jedem Wetter. Du arbeitest im Schichtdienst und bist zum Teil auch länger von zu Hause weg. Meist trägst du eine Uniform des Unternehmens und je nach Einsatz Schutzkleidung wie Warnweste, Helm und Sicherheitsschuhe.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb, in der Regel einem Eisenbahnunternehmen, und in der Berufsschule. Der Unterricht findet an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder als Blockunterricht statt. Je nach Betrieb wirst du im Personenverkehr oder im Güterverkehr eingesetzt.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Fahrzeuge und Anlagen: welche Fahrzeuge, Bahn- und Gleisanlagen und Serviceeinrichtungen es gibt, etwa Tankanlagen oder Gleiswaagen
- Zugbeeinflussung: wie du Zugbeeinflussungsanlagen an Fahrzeugen und Strecken bedienst
- Bremsen und Prüfen: Sichtprüfungen auf Schäden, Bremsen prüfen und bedienen
- Rangieren: Fahrzeuge kuppeln, Züge vorbereiten und Rangierfahrten durchführen
- Fahren: Fahrweg und Strecke beobachten, Signale und Geschwindigkeiten beachten, Störungen erkennen und darauf reagieren
- Notfallmanagement: Gleise sperren lassen, Nothaltaufträge geben, Notfallmeldeketten auslösen und Reisezüge evakuieren
- Transport organisieren: Zugbildung, Auftragsabwicklung und was bei Störungen der Transportkette zu tun ist
Teile der Ausbildung kannst du auch im Ausland machen, zum Beispiel mit der Zusatzqualifikation Europaassistent/in.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis starten mit mittlerem Abschluss, viele auch mit Abitur oder Hauptschulabschluss.
- In der Regel musst du Eignungstests bestehen, die deine gesundheitliche und psychologische Eignung prüfen.
- gute Kenntnisse in Mathematik und Physik, zum Beispiel um Bremswege zu berechnen
- Interesse an Technik und technisches Verständnis
- Aufmerksamkeit, Konzentration und genaues Beobachten
- schnelle Entscheidungen, wenn es brenzlig wird
- Umsicht und Verantwortungsbewusstsein
- Bereitschaft zu Schichtarbeit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.325 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.394 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.463 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport zu dir?
Du begeisterst dich für Züge und übernimmst gern Verantwortung? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Führerstand: Du lernst, Loks und Triebfahrzeuge selbst zu bedienen.
- Verantwortung: Du sorgst dafür, dass Menschen und Güter sicher ans Ziel kommen.
- Technik: Du arbeitest jeden Tag mit Fahrzeugen, Bremsen und Sicherungstechnik.
- Abwechslung: Du bist auf der Strecke, im Betriebswerk und auf Gleisanlagen unterwegs.
- Zwei Einsatzgebiete: Personenverkehr oder Güterverkehr, je nach Ausbildungsbetrieb.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Lokführer/in?
Was du als Lokführer/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer an der Modelleisenbahn Fahrpläne und Weichen plant, gern ausrechnet, wie lang ein Bremsweg ist, oder beim Zocken im Zugsimulator stundenlang konzentriert bleibt, zeigt Bahnunternehmen Technikinteresse und Aufmerksamkeit. Wer dazu in der Jugendfeuerwehr übt, in brenzligen Momenten ruhig zu entscheiden, beweist Verantwortungsbewusstsein. Wenn dich Weichen und Signale reizen, schau dir Eisenbahner/in in der Zugverkehrssteuerung an. Für Bus und Bahn in der Stadt passt Fachkraft Fahrbetrieb.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- an der Modelleisenbahn Strecken und Fahrpläne baust Technikverständnis
- im Zugsimulator am PC Strecken fährst Konzentration
- Physikaufgaben zu Tempo und Bremsweg knobelst Logisches Denken
- in der Jugendfeuerwehr für Einsätze übst Verantwortung
- früh aufstehst, um Zeitungen auszutragen Zuverlässigkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 60
Betriebe bilden aus
Platz 168 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 4. Betrieb
bildet auch Elektroniker/in Betriebstechnik aus.
Jeder 5. bildet auch Mechatroniker/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen10
- Baden-Württemberg10
- Sachsen7
Die meisten Betriebe: Frankfurt am Main, Stuttgart, Erfurt
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Nach der Ausbildung arbeitest du in Unternehmen des schienengebundenen Güter- und Personenverkehrs. Du kannst im Personenverkehr Reisende befördern oder im Güterverkehr Waren transportieren.
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikation: Schon während der Ausbildung kannst du zum Beispiel Europaassistent/in werden.
- Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, etwa in Schienenverkehr, Eisenbahntechnik oder Schienenfahrzeugtechnik.
- Meister/in für Bahnverkehr: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Verkehrsingenieurwesen studieren.
Fazit: Verantwortung auf der Schiene
Als Eisenbahner/in im Betriebsdienst Lokführer/in und Transport bringst du Züge sicher ans Ziel. Du fährst, rangierst, prüfst und reagierst, wenn etwas schiefläuft. Früher war Lokführer/in und Transport eine Fachrichtung des Berufs Eisenbahner/in im Betriebsdienst. Seit 2022 ist es ein eigener Beruf. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich weiterbilden, zum Beispiel zum/zur Meister/in für Bahnverkehr, oder studieren.
Bereit für die Schiene? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Transport, Lager, Logistik.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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