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Ausbildung Flachglastechnologe/in
Ausbildung: Hightech mit Glas
Wie wird aus Sand eine Fensterscheibe oder ein Touchscreen? Das erfährst du in der Ausbildung zum/zur Flachglastechnologe/in. Glas entsteht aus Rohstoffen wie Quarzsand, Soda und Kalk. Du bearbeitest und veredelst es zu Fensterscheiben, Spiegeln, Duschwänden oder Sicherheitsglas. Dabei steuerst du computergesteuerte Maschinen und prüfst jedes Teil genau. Deine Produkte sollen sicher, funktional und schön sein. Du brauchst technisches Verständnis, Präzision und Sorgfalt. Hier erfährst du, was du als Flachglastechnologe/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Flachglastechnologe/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2018 heißt er so wie heute.
- 1957 bis 1991Flachglasveredler/
in - 1991 bis 2018Flachglasmechaniker/
in - seit 2018Flachglastechnologe/
in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Flachglastechnologe/in?
Du bist Maschinenführer/in, Glasprofi und Qualitätsprüfer/in in einer Person. Du arbeitest mit großen Glasplatten an modernen Anlagen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Glas zuschneiden: Du schneidest Glasplatten millimetergenau zu, von Hand mit Glasschneidern oder an CNC-Anlagen. Die Kanten schleifst, polierst oder fast du.
- Veredeln: Du bohrst, fräst Aussparungen, sandstrahlst, bedruckst oder beschichtest Glas, zum Beispiel für Sonnenschutz oder Wärmedämmung.
- Isolierglas bauen: Du verbindest mehrere Scheiben mit Abstandhaltern zu luft- oder gasgefüllten Einheiten für Fenster und Fassaden.
- Spezialglas herstellen: Du fertigst Verbund- und Einscheibensicherheitsglas, Brandschutz- und Schallschutzglas. Dafür laminierst du oder spannst Glas thermisch vor.
- Qualität sichern: Du misst Stärken und Maße und suchst nach Rissen und Kratzern.
- Anlagen steuern: Du bedienst, überwachst und wartest Maschinen für Zuschnitt, Schleifen, Beschichten und Vorspannen.
- Sicher transportieren: Du lagerst und bewegst das bruchempfindliche Glas fachgerecht.
Wo arbeitest du als Flachglastechnologe/in?
Deine Arbeitgeber sind Betriebe der Flachglasindustrie, Glasereien mit industrieller Fertigung, Fensterhersteller und spezialisierte Glasverarbeiter. Du arbeitest meist in großen Produktionshallen mit präziser Technik.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Flachglastechnologe/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Im Betrieb, oft ein Glasverarbeiter, Glashersteller oder Fensterbauer, lernst du direkt an den Maschinen. In der Berufsschule geht es um Glaskunde, Werkstoffkunde, Fertigungstechnik, Mess- und Prüftechnik, Maschinenbau, Pneumatik, Hydraulik und Elektrotechnik, Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement.
Das lernst du unter anderem:
- Glaskunde: Du lernst, wie Floatglas, Gussglas und Spiegelglas entstehen und was sie ausmacht.
- Bearbeitung: Du schneidest, brichst, schleifst, polierst, bohrst, fräst und sandstrahlst.
- Veredelung: Du spannst thermisch vor, laminierst und beschichtest.
- Anlagentechnik: Du bedienst und wartest CNC-Schneideanlagen, Schleifmaschinen und Isolierglasanlagen.
- Messen und Prüfen: Du nutzt präzise Messmittel zur Qualitätssicherung.
- Sicherheit und Umwelt: Du kennst die Sicherheitsregeln und entsorgst Reststoffe umweltgerecht.
- Technische Unterlagen: Du liest Zeichnungen, Arbeitspläne und Handbücher.
- Qualitätsmanagement: Du hältst hohe Standards in der Produktion ein.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Flachglastechnologe/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- Interesse an Maschinen und Prozessen
- handwerkliches Geschick und Präzision
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
- räumliches Vorstellungsvermögen
- körperliche Fitness, denn Glas ist schwer
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Grundkenntnisse in Mathe und Physik
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.030 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.110 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.180 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Flachglastechnologe/in zu dir?
Du interessierst dich für Glas und Technik? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Vom Rohstoff zum Produkt: Du produzierst, bearbeitest und veredelst Glas, zum Beispiel durch Schneiden, Biegen, Bedrucken oder Kaschieren.
- Genauigkeit zählt: Mit Sorgfalt und Konzentration vermeidest du Fehler.
- Technik verstehen: Du setzt Maschinen und Verfahren sicher und effizient ein.
- Viele Branchen: Bau, Möbel oder Automobil stehen dir offen.
- Aufstieg möglich: Du kannst Betriebsleiter/in oder Fachberater/in für Glas werden.
Bewirb dich am besten frühzeitig bei Betrieben in deiner Region.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Flachglastechnologe/in?
Was du als Flachglastechnologe/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Bilderrahmen baut, beim Basteln mit Lineal und Cutter genau schneidet oder Modelle maßstabsgetreu nachbaut, zeigt Betrieben Präzision und räumliches Denken. Wer im Verein Hockey spielt oder im Nebenjob schwere Kisten schleppt, beweist dazu Fitness und Teamgeist. Das lesen Betriebe als Pluspunkt für eine Arbeit mit großen, empfindlichen Scheiben. Wenn dich Fenster und Fassaden reizen, schau dir Glaser/in Fenster- und Glasfassadenbau an. Für Glasherstellung passt Verfahrensmechaniker/in Glastechnik.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- mit Lineal und Cutter millimetergenau schneidest Präzision
- Bilderrahmen oder kleine Möbel selbst baust Geschick
- Modelle maßstabsgetreu nachbaust Räumliches Denken
- Hockey oder Fußball im Verein spielst Teamgeist
- im Nebenjob im Lager mit anpackst Belastbarkeit
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 60
Betriebe bilden aus
Platz 171 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
Jeder 4. bildet auch Maschinen- und Anlagenführer/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Nordrhein-Westfalen10
- Sachsen10
- Bayern10
Die meisten Betriebe: Landkreis Karlsruhe, Landkreis Augsburg, Landkreis Meißen
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Glas steckt in energieeffizienten Gebäuden, Smart Homes und Hightech-Produkten. Wenn du dich weiterbildest und mit neuer Technik Schritt hältst, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in der Flachglasindustrie in Herstellung und Veredelung
- bei Fenster- und Fassadenbauern
- in Glasereien mit industrieller Fertigung
- bei Herstellern von Autoglas
- in der Möbelindustrie
- in Betrieben für Sicherheitsglas
- in der Solarglasproduktion
- als Selbstständige/r, etwa als Berater/in
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in: in Glastechnik oder Maschinentechnik für leitende technische Aufgaben.
- Industriemeister/in Glas: Du führst Personal und bildest aus.
- Industrietechniker/in Produktionstechnik: Du verbesserst Prozesse und führst neue Technologien ein.
- Spezialisierung: zum Beispiel auf CNC-Technik, Dünnschichttechnik, Automatisierung, Qualitätssicherung oder Spezialglas für die Elektronik.
- Ausbilder/in: Du gibst dein Wissen an den Nachwuchs weiter.
- Studium: Mit Hochschulzugang kannst du Glastechnik, Werkstoffwissenschaften, Maschinenbau, Verfahrenstechnik oder Produktionstechnik studieren.
Fazit: Klarer Durchblick in der Glasverarbeitung
Als Flachglastechnologe/in verbindest du Technik, Präzision und Verantwortung. Du stellst Glasprodukte her, die in Gebäuden, Fahrzeugen und Möbeln stecken. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Glasklar dein Ding? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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