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Ausbildung Kaufmann/frau für Hotelmanagement
Ausbildung: Die Fäden im Hotel in der Hand
Gastgeber/in sein und dabei die Zahlen im Blick behalten? Genau das verbindet die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Hotelmanagement. Früher hieß der Beruf Hotelkaufmann/frau. Du koordinierst die Abteilungen eines Hotels und sorgst für einen reibungslosen Geschäftsablauf. Vor allem übernimmst du Aufgaben in Buchhaltung, Einkauf und Personalwesen. Du ermittelst Daten für Kalkulation und Preise, auf deren Basis die Geschäftsführung entscheidet. Dafür brauchst du kaufmännisches Denken, Organisationstalent und Freude am Kontakt mit Gästen aus vielen Ländern. Hier erfährst du, was du als Kaufmann/frau für Hotelmanagement machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2022: Aus dem Hotelkaufmann wurde der Kaufmann für Hotelmanagement. Die Ausbildung ist stärker kaufmännisch ausgerichtet. Neu dazu kamen strategische Inhalte zu Revenue Management, Warenwirtschaft und Personalwirtschaft. Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen statt.
Auf einen Blick
Kaufmann/frau für Hotelmanagement auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2022 heißt er so wie heute.
- 1953 bis 1998Kaufmannsgehilfe/
in im Hotel- und Gaststättengewerbe - 1998 bis 2022Hotelkaufmann/
frau - seit 2022Kaufmann/
frau für Hotelmanagement
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Kaufmann/frau für Hotelmanagement?
Du kannst in allen Bereichen des Hotels mitarbeiten. Dein Schwerpunkt liegt aber im Büro. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Buchhaltung: Du wickelst den Zahlungsverkehr ab, prüfst und buchst Belege und bereitest Ergebnisse des Rechnungswesens auf.
- Kalkulation und Preise: Du ermittelst Kosten und Kennzahlen und kalkulierst zum Beispiel Übernachtungspreise.
- Revenue Management: Du wählst Vertriebskanäle aus, wertest Kennzahlen aus und nutzt sie, um den Ertrag zu verbessern.
- Einkauf und Warenwirtschaft: Du ermittelst den Bedarf, holst Angebote ein, verhandelst mit Lieferfirmen, bestellst und koordinierst Liefertermine.
- Personal: Du planst den Personaleinsatz, erstellst Dienstpläne und wirkst bei der Personalentwicklung mit.
- Veranstaltungen: Du planst, kalkulierst und analysierst Veranstaltungen, vom Konzept bis zum Ablaufplan.
- Empfang und Reservierung: Du nimmst Reservierungen auf, erledigst Check-in und Check-out und erstellst Gastrechnungen.
- Gästekommunikation: Du pflegst Gästedatenbanken, nimmst Feedback und Reklamationen entgegen und suchst nach Lösungen.
- Service und Lager: Bei Bedarf servierst du im Restaurant oder prüfst Lagerbestände.
Wo arbeitest du als Kaufmann/frau für Hotelmanagement?
Du arbeitest in Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Meist sitzt du im Büro. Je nach Aufgabe bist du auch in Gast-, Magazin- und Lagerräumen, am Empfang oder in der Hotelküche im Einsatz. Manche Aufgaben kannst du im Homeoffice oder mobil erledigen.
Hotels sind rund um die Uhr für Gäste da. Rechne deshalb mit Wochenenddiensten, Arbeit frühmorgens, spätabends und an Feiertagen sowie mit saisonalen Spitzen.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Hotelmanagement ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3 Jahre. Du lernst in einem Hotelbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb bist du am Empfang, im Büro, im Restaurant und im Lager im Einsatz. Die Berufsschule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockunterricht. Die Abschlussprüfung besteht aus zwei Teilen.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Gäste betreuen: Gäste empfangen, beraten und auf ihre Wünsche eingehen
- Grundlagen im Hotel: einfache Aufgaben in Küche, Wirtschaftsdienst und Service
- Empfang: Check-in und Check-out, Reservierungen prüfen, Gastrechnungen erstellen und erklären
- Verkauf: Zimmer und Dienstleistungen verkaufen, Umbuchungen und Stornierungen bearbeiten
- Channel- und Revenue-Management: Vertriebskanäle auswählen, Kennzahlen auswerten und Preise festsetzen
- Veranstaltungen: Konzept, Preise, Ablaufpläne und Wirtschaftlichkeit
- Warenwirtschaft und Einkauf: Bedarf ermitteln, Angebote vergleichen, Waren annehmen und lagern
- Personal: Personalplanung und Dienstpläne
- Rechnungswesen: Zahlungsverkehr, Belege buchen, Ergebnisse aufbereiten
- Rund um den Betrieb: Umweltschutz und Nachhaltigkeit, digitalisierte Arbeitswelt und Hygiene
In der Berufsschule arbeitest du in Lernfeldern wie „Am Empfang arbeiten“, „Marketingpläne erarbeiten“ oder „Preise mit Hilfe des Revenue-Managements festsetzen“. Dazu kommt Wirtschafts- und Sozialkunde.
Weil du mit Lebensmitteln in Kontakt kommst, brauchst du eine Belehrung und eine Bescheinigung vom Gesundheitsamt.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Kaufmann/frau für Hotelmanagement?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Zuletzt starteten die meisten Azubis mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss.
- kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick
- Kommunikationsfähigkeit und Freude am Service
- Organisationstalent und Flexibilität
- Offenheit für Gäste aus anderen Kulturen
- gute Kenntnisse in Mathematik, Deutsch, Englisch und Wirtschaft
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 950 € bis 1.200 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.050 € bis 1.350 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.150 € bis 1.462 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Hotelmanagement zu dir?
Du willst in der Hotellerie durchstarten und magst Zahlen? Das spricht für die Ausbildung:
- Kaufmännische Verantwortung: Du lieferst Zahlen, auf deren Basis die Geschäftsführung entscheidet.
- Kommunikation und Zahlen: Du sprichst mit Gästen aus vielen Kulturen und verstehst kaufmännische Zusammenhänge.
- Abwechslung: Buchhaltung, Einkauf, Personal, Preise und Veranstaltungen wechseln sich ab.
- Ausland: Teile der Ausbildung kannst du im Ausland machen, etwa bei einem Intensivkurs in London oder Dublin oder einem Praktikum als Europaassistent/in.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Kaufmann/frau für Hotelmanagement?
Was du als Kaufmann/frau für Hotelmanagement jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Klassenkasse führt, für die Abschlussfahrt Angebote vergleicht oder beim Sportfest die Helferliste plant, zeigt Hotels Zahlengefühl und Organisationstalent. Wer dazu im Restaurant jobbt oder in der Schülervertretung verhandelt, beweist Servicegeist und Verhandlungsgeschick. Genau diese Mischung suchen Betriebe für Büro und Empfang. Wenn dich der direkte Gästekontakt mehr reizt, schau dir Hotelfachmann/frau an. Für Konzerte, Messen und Events passt Veranstaltungskaufmann/frau.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- die Klassenkasse führst und abrechnest Zahlengefühl
- für Klassenfahrten Angebote vergleichst Verhandlungsgeschick
- beim Sportfest Helferlisten und Dienste planst Organisation
- im Restaurant oder Hotel jobbst Kundenorientierung
- in der Schülervertretung Ideen vertrittst Kommunikation
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 1.000
Betriebe bilden aus
Platz 24 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 2. Betrieb
bildet auch Koch/Köchin aus.
Jeder 2. bildet auch Fachmann/frau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern210
- Baden-Württemberg150
- Nordrhein-Westfalen120
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Kaufleute für Hotelmanagement sorgen hinter den Kulissen dafür, dass ein Hotel wirtschaftlich läuft. Hier kannst du arbeiten:
- in Hotels, Gasthöfen und Pensionen
- in Restaurants und Cafés
- selbstständig mit einem eigenen Hotel- oder Gastronomiebetrieb
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikationen: Schon in der Ausbildung kannst du die Zusatzqualifikation „Bar und Wein“ erwerben. Auch Barmixer/in, Fremdsprachen oder Europaassistent/in sind möglich.
- Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, zum Beispiel zu Management und Verwaltung im Hotel oder zum Rechnungswesen.
- Fachwirt/in im Gastgewerbe: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Hotelmanagement studieren.
Fazit: Kaufmännisches Können mit Herz
Als Kaufmann/frau für Hotelmanagement verbindest du kaufmännisches Wissen mit Gastfreundschaft und Organisationstalent. Du sorgst dafür, dass Gäste sich wohlfühlen und das Hotel wirtschaftlich läuft. Früher hieß der Beruf Hotelkaufmann/frau. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Fachwirt/in im Gastgewerbe werden, dich selbstständig machen oder studieren.
Lust bekommen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Gastronomie, Hotel, Tourismus.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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