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Ausbildung Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung

Ausbildung: Sauberes Wasser für alle

Symbolbild: Ausbildung Fachkraft Wasserversorgungstechnik

Hahn auf, Wasser da. Hast du dich mal gefragt, wer dafür sorgt? Mit der Ausbildung zum/zur Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung bist du das. Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Wasser­ver­sor­gungs­technik. Du steuerst Anlagen, die Rohwasser fördern und zu Trinkwasser aufbereiten. Du nimmst Proben, untersuchst sie und greifst ein, wenn Werte abweichen. Du kümmerst dich um Leitungsnetze, Pumpen und Hausan­schlüsse. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und Interesse an Naturwis­sen­schaften. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Neu seit 2024: Mit der neuen Ausbil­dungs­ver­ordnung hat der Beruf seinen neuen Namen bekommen. Digitale Techno­logien spielen jetzt eine größere Rolle, zum Beispiel der Umgang mit Daten und IT-Sicherheit. Dazu kommen Wetter­phä­nomene wie Dürrepe­rioden und Starkregen und höhere Ansprüche an Nachhal­tigkeit.

Auf einen Blick

Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung auf einen Blick

Dauer3 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr1.052 € bis 1.562 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2024 heißt er so wie heute.

  1. 1984 bis 2002Ver- und Entsorger/in
  2. 2002 bis 2024Fachkraft für Was­ser­ver­sor­gungs­tech­nik
  3. seit 2024Umwelt­tech­no­loge/in für Was­ser­ver­sor­gung

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung?

Du bedienst Anlagen, sicherst die Wasser­qualität und wartest das Versor­gungsnetz. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Anlagen steuern: Von der Leitzentrale aus überwachst und steuerst du automatisierte Anlagen zur Förderung und Aufbereitung von Rohwasser. Du bist aber auch direkt an Filteranlagen, Reaktionsbecken und Hochbehältern im Einsatz.
  • Wasserqualität sichern: Du nimmst Proben und untersuchst sie physikalisch-chemisch. Weichen die Werte von den gesetzlichen Vorgaben ab, greifst du regulierend ein.
  • Netze instand halten: Du inspizierst, reinigst und wartest Anlagen und Leitungsnetze. Du erkennst Sanierungsbedarf, sicherst Baustellen und überwachst Tiefbauarbeiten.
  • Elektrik: Als elektrotechnisch befähigte Person installierst und reparierst du elektrische Einrichtungen in deinem Bereich, zum Beispiel Pumpen und Motoren.
  • Daten nutzen: Mit Datenanalysen und Simulationen optimierst du Förderung, Speicherung und Verteilung des Wassers.
  • Hausanschlüsse: Du berätst Kund/innen zu Trinkwasserhausanschlüssen, baust Bauteile und Armaturen ein und nimmst Wasserzähler in Betrieb.
wasser

Wo arbeitest du als Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung?

Dein Arbeitsplatz ist abwechs­lungsreich. Du arbeitest in Leitzen­tralen, Betriebs­anlagen und Laboren. Genauso bist du draußen auf dem Freigelände und auf Baustellen unterwegs, manchmal auch in Schächten, Brunnen­anlagen oder auf Wasser­türmen.

Arbeitgeber sind Versor­gungs­be­triebe, Wasserwerke, Wasser­auf­be­rei­tungs­un­ter­nehmen und Pumpsta­tionen. Auch Tiefbau­un­ter­nehmen, Pumpwas­ser­kraftwerke und Analyse­labore für Wasser­qualität beschäftigen dich. Zum Teil arbeitest du im Schicht­dienst.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbil­dungs­betrieb, meist im öffent­lichen Dienst oder in einem Industrie­betrieb, und in der Berufs­schule. Die Berufs­schule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockun­terricht. Teile der Ausbildung können auch in einer überbe­trieb­lichen Ausbil­dungs­stätte stattfinden.

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Das lernst du unter anderem:

  • Wassergewinnung: Anlagen bedienen und instand halten und Wasserressourcen mit digitalen Verfahren überwachen
  • Wasseraufbereitung: Verfahren der nachhaltigen Aufbereitung anwenden und Prozesse mit Datenanalysen verbessern
  • Probenahme: Wasserproben nehmen und physikalisch-chemisch untersuchen
  • Förderung, Speicherung und Verteilung: Anlagenteile einbauen und instand halten
  • Rohrleitungsnetz: Sanierungsbedarf erkennen, Baustellen sichern und Tiefbauarbeiten überwachen
  • Mess- und Regeltechnik: Füllstände, Mengen und Durchflüsse messen und Regeleinrichtungen bedienen
  • Elektrotechnik: elektrische Betriebsmittel prüfen und Pumpen und Motoren austauschen
  • Hausanschlüsse: Kund/innen beraten, Anschlüsse fertigstellen und Wasserzähler in Betrieb nehmen

Hast du schon eine Ausbildung als Umwelt­tech­nologe/in in einem der verwandten Berufe abgeschlossen, etwa für Abwasser­be­wirt­schaftung, kann sie angerechnet werden. Dann entfällt Teil 1 der Abschluss­prüfung.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung?

Was solltest du mitbringen?

  • Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis starten mit mittlerem Abschluss.
  • gute Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik
  • Interesse an Werken und Technik
  • handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein, besonders bei der Analyse von Proben
  • schnelles Handeln bei Störungen
  • Umsicht, Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.052 € bis 1.562 €
2. Ausbildungsjahr 1.155 € bis 1.683 €
3. Ausbildungsjahr 1.253 € bis 1.781 €

Passt die Ausbildung zum/zur Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung zu dir?

Du willst einen Beruf, der jeden Tag gebraucht wird? Dann solltest du dir diese Ausbildung genauer anschauen. Das spricht dafür:

  • Wichtige Aufgabe: Du sorgst für sauberes Trinkwasser und schützt damit die Gesundheit vieler Menschen.
  • Technik und Naturwissenschaft: Du arbeitest an Anlagen, mit Daten und im Labor.
  • Abwechslung: Leitzentrale, Labor, Baustelle und Leitungsnetz wechseln sich ab.
  • Zukunftsthemen: Dürre, Starkregen und Nachhaltigkeit gehören zu deinem Alltag.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung?

Was du als Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Chemie-AG Wasser­proben testet, im Garten eine Regentonne mit Pumpe anschließt oder Wetterdaten mit eigenen Sensoren sammelt, zeigt Betrieben Sorgfalt und Freude an Naturwis­sen­schaft. Wer dazu bei der DLRG aktiv ist oder im Kletter­verein trainiert, beweist Umsicht und Körper­be­herr­schung. Wenn dich das Bohren nach Grundwasser reizt, schau dir Brunnenbauer/in an. Für die Reinigung von Abwasser passt Umwelt­tech­nologe/in für Abwasser­be­wirt­schaftung.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • in der Chemie-AG Wasserproben testest Sorgfalt
  • im Garten Regentonne und Pumpe anschließt Geschick
  • mit eigenen Sensoren Wetterdaten sammelst Technikverständnis
  • bei der DLRG oder Wasserwacht mitmachst Umsicht
  • im Kletterverein oder beim Bouldern trainierst Körperbeherrschung

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wird jeden Tag gebraucht. Hier kannst du arbeiten:

  • bei kommunalen oder industriellen Wasserwerken
  • bei Versorgungsbetrieben und Wasseraufbereitungsunternehmen
  • in Pumpstationen und Pumpwasserkraftwerken
  • in Tiefbauunternehmen
  • in Analyselaboren für Wasserqualität

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Zusatzqualifikation: Schon während der Ausbildung kannst du zum Beispiel Europaassistent/in werden.
  • Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, etwa zu Wasserversorgung, Gewässerschutz oder Rohrleitungsmontage.
  • Techniker/in Umweltschutztechnik: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Versorgungstechnik studieren.

Fazit: Du sorgst für klares Wasser

Als Umwelt­tech­nologe/in für Wasser­ver­sorgung stellst du sicher, dass sauberes Trinkwasser bei allen ankommt. Du arbeitest in der Leitzentrale, im Labor und draußen im Netz. Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Wasser­ver­sor­gungs­technik. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich zum/zur Techniker/in weiter­bilden oder studieren.

Klingt nach dir? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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