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Ausbildung Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung
Ausbildung: Sauberes Wasser für alle
Hahn auf, Wasser da. Hast du dich mal gefragt, wer dafür sorgt? Mit der Ausbildung zum/zur Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung bist du das. Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Du steuerst Anlagen, die Rohwasser fördern und zu Trinkwasser aufbereiten. Du nimmst Proben, untersuchst sie und greifst ein, wenn Werte abweichen. Du kümmerst dich um Leitungsnetze, Pumpen und Hausanschlüsse. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Sorgfalt und Interesse an Naturwissenschaften. Hier erfährst du, was du im Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Neu seit 2024: Mit der neuen Ausbildungsverordnung hat der Beruf seinen neuen Namen bekommen. Digitale Technologien spielen jetzt eine größere Rolle, zum Beispiel der Umgang mit Daten und IT-Sicherheit. Dazu kommen Wetterphänomene wie Dürreperioden und Starkregen und höhere Ansprüche an Nachhaltigkeit.
Auf einen Blick
Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2024 heißt er so wie heute.
- 1984 bis 2002Ver- und Entsorger/
in - 2002 bis 2024Fachkraft für Wasserversorgungstechnik
- seit 2024Umwelttechnologe/
in für Wasserversorgung
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung?
Du bedienst Anlagen, sicherst die Wasserqualität und wartest das Versorgungsnetz. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anlagen steuern: Von der Leitzentrale aus überwachst und steuerst du automatisierte Anlagen zur Förderung und Aufbereitung von Rohwasser. Du bist aber auch direkt an Filteranlagen, Reaktionsbecken und Hochbehältern im Einsatz.
- Wasserqualität sichern: Du nimmst Proben und untersuchst sie physikalisch-chemisch. Weichen die Werte von den gesetzlichen Vorgaben ab, greifst du regulierend ein.
- Netze instand halten: Du inspizierst, reinigst und wartest Anlagen und Leitungsnetze. Du erkennst Sanierungsbedarf, sicherst Baustellen und überwachst Tiefbauarbeiten.
- Elektrik: Als elektrotechnisch befähigte Person installierst und reparierst du elektrische Einrichtungen in deinem Bereich, zum Beispiel Pumpen und Motoren.
- Daten nutzen: Mit Datenanalysen und Simulationen optimierst du Förderung, Speicherung und Verteilung des Wassers.
- Hausanschlüsse: Du berätst Kund/innen zu Trinkwasserhausanschlüssen, baust Bauteile und Armaturen ein und nimmst Wasserzähler in Betrieb.
Wo arbeitest du als Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung?
Dein Arbeitsplatz ist abwechslungsreich. Du arbeitest in Leitzentralen, Betriebsanlagen und Laboren. Genauso bist du draußen auf dem Freigelände und auf Baustellen unterwegs, manchmal auch in Schächten, Brunnenanlagen oder auf Wassertürmen.
Arbeitgeber sind Versorgungsbetriebe, Wasserwerke, Wasseraufbereitungsunternehmen und Pumpstationen. Auch Tiefbauunternehmen, Pumpwasserkraftwerke und Analyselabore für Wasserqualität beschäftigen dich. Zum Teil arbeitest du im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Du lernst im Ausbildungsbetrieb, meist im öffentlichen Dienst oder in einem Industriebetrieb, und in der Berufsschule. Die Berufsschule besuchst du an 1 oder 2 Tagen pro Woche oder im Blockunterricht. Teile der Ausbildung können auch in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte stattfinden.
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Das lernst du unter anderem:
- Wassergewinnung: Anlagen bedienen und instand halten und Wasserressourcen mit digitalen Verfahren überwachen
- Wasseraufbereitung: Verfahren der nachhaltigen Aufbereitung anwenden und Prozesse mit Datenanalysen verbessern
- Probenahme: Wasserproben nehmen und physikalisch-chemisch untersuchen
- Förderung, Speicherung und Verteilung: Anlagenteile einbauen und instand halten
- Rohrleitungsnetz: Sanierungsbedarf erkennen, Baustellen sichern und Tiefbauarbeiten überwachen
- Mess- und Regeltechnik: Füllstände, Mengen und Durchflüsse messen und Regeleinrichtungen bedienen
- Elektrotechnik: elektrische Betriebsmittel prüfen und Pumpen und Motoren austauschen
- Hausanschlüsse: Kund/innen beraten, Anschlüsse fertigstellen und Wasserzähler in Betrieb nehmen
Hast du schon eine Ausbildung als Umwelttechnologe/in in einem der verwandten Berufe abgeschlossen, etwa für Abwasserbewirtschaftung, kann sie angerechnet werden. Dann entfällt Teil 1 der Abschlussprüfung.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung?
Was solltest du mitbringen?
- Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Azubis starten mit mittlerem Abschluss.
- gute Kenntnisse in Biologie, Chemie, Physik und Mathematik
- Interesse an Werken und Technik
- handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein, besonders bei der Analyse von Proben
- schnelles Handeln bei Störungen
- Umsicht, Körperbeherrschung und Schwindelfreiheit
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.052 € bis 1.562 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.155 € bis 1.683 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.253 € bis 1.781 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung zu dir?
Du willst einen Beruf, der jeden Tag gebraucht wird? Dann solltest du dir diese Ausbildung genauer anschauen. Das spricht dafür:
- Wichtige Aufgabe: Du sorgst für sauberes Trinkwasser und schützt damit die Gesundheit vieler Menschen.
- Technik und Naturwissenschaft: Du arbeitest an Anlagen, mit Daten und im Labor.
- Abwechslung: Leitzentrale, Labor, Baustelle und Leitungsnetz wechseln sich ab.
- Zukunftsthemen: Dürre, Starkregen und Nachhaltigkeit gehören zu deinem Alltag.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung?
Was du als Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer in der Chemie-AG Wasserproben testet, im Garten eine Regentonne mit Pumpe anschließt oder Wetterdaten mit eigenen Sensoren sammelt, zeigt Betrieben Sorgfalt und Freude an Naturwissenschaft. Wer dazu bei der DLRG aktiv ist oder im Kletterverein trainiert, beweist Umsicht und Körperbeherrschung. Wenn dich das Bohren nach Grundwasser reizt, schau dir Brunnenbauer/in an. Für die Reinigung von Abwasser passt Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- in der Chemie-AG Wasserproben testest Sorgfalt
- im Garten Regentonne und Pumpe anschließt Geschick
- mit eigenen Sensoren Wetterdaten sammelst Technikverständnis
- bei der DLRG oder Wasserwacht mitmachst Umsicht
- im Kletterverein oder beim Bouldern trainierst Körperbeherrschung
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 120
Betriebe bilden aus
Platz 120 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Fast jeder 2. Betrieb
bildet auch Elektroniker/in Betriebstechnik aus.
Fast jeder 2. bildet auch Industriekaufmann/frau aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern20
- Baden-Württemberg20
- Sachsen10
Die meisten Betriebe: Jena, Kreis Herzogtum Lauenburg, Gera
4 von 4 · Um die Ecke
Wer bildet bei dir aus?
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wird jeden Tag gebraucht. Hier kannst du arbeiten:
- bei kommunalen oder industriellen Wasserwerken
- bei Versorgungsbetrieben und Wasseraufbereitungsunternehmen
- in Pumpstationen und Pumpwasserkraftwerken
- in Tiefbauunternehmen
- in Analyselaboren für Wasserqualität
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Zusatzqualifikation: Schon während der Ausbildung kannst du zum Beispiel Europaassistent/in werden.
- Anpassungsweiterbildung: Du hältst dein Wissen aktuell, etwa zu Wasserversorgung, Gewässerschutz oder Rohrleitungsmontage.
- Techniker/in Umweltschutztechnik: Mit dieser Aufstiegsweiterbildung kannst du Führungsaufgaben übernehmen.
- Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du zum Beispiel Versorgungstechnik studieren.
Fazit: Du sorgst für klares Wasser
Als Umwelttechnologe/in für Wasserversorgung stellst du sicher, dass sauberes Trinkwasser bei allen ankommt. Du arbeitest in der Leitzentrale, im Labor und draußen im Netz. Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Wasserversorgungstechnik. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du dich zum/zur Techniker/in weiterbilden oder studieren.
Klingt nach dir? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
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Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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