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Ausbildung Informa­ti­ons­elek­troniker/in

Ausbildung: Technik, die Menschen verbindet und schützt

Symbolbild: Ausbildung Informationselektroniker/in

Du schraubst gern an Elektronik und erklärst anderen, wie sie funktioniert? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Informa­ti­ons­elek­troniker/in gut zu dir passen. Du instal­lierst, wartest und reparierst Bürokom­mu­ni­kation, Sicher­heits­technik und Unterhal­tungs­elek­tronik. Du sorgst dafür, dass Menschen vernetzt sind, Daten geschützt bleiben und der Fernseher läuft. Dabei hast du viel Kontakt zu Kund/innen. Du brauchst technisches Verständnis, handwerk­liches Geschick und Freude am Knobeln. Hier erfährst du, was du als Informa­ti­ons­elek­troniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Informa­ti­ons­elek­troniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Industrie
1. Jahr800 € bis 1.140 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1999 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.

  1. ab 1949 bis 1987Büro­ma­schi­nen­me­cha­ni­ker/in
  2. 1957 bis 1999Radio- und Fern­seh­tech­ni­ker/in
  3. 1987 bis 1999Büro­in­for­ma­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in
  4. 1999 bis 2021Infor­ma­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in (mit Schwer­punk­ten)
  5. seit 1999Infor­ma­ti­ons­elek­tro­ni­ker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949.

Was macht ein/e Informa­ti­ons­elek­troniker/in?

Du arbeitest mit Hard- und Software, liest Schaltpläne und berätst Kund/innen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Anlagen einrichten: Du installierst Telefonanlagen, Kameras, Alarm- und Brandmeldeanlagen, Antennen und Smart-Home-Technik und stellst sie ein.
  • Verkabeln: Du planst Kommunikationsnetze, verlegst Kabel, setzt Anschlüsse und bindest alle Geräte an.
  • Fehler finden: Bei Störungen suchst du mit Messgeräten die Ursache in Hardware, Software oder Leitungen und behebst sie.
  • Warten: Du prüfst Systeme regelmäßig und spielst Updates ein, damit nichts ausfällt.
  • Beraten: Du hilfst Kund/innen bei der Auswahl von Geräten, erklärst die Bedienung und unterstützt bei Problemen.
  • Programmieren: Du passt Telefonanlagen, Alarmsysteme und Mediensteuerungen an die Wünsche der Kund/innen an.
  • Sicherheitstechnik: Du baust Systeme ein, die Gebäude und Daten schützen, und hältst dabei Normen ein.
  • Dokumentieren: Du hältst Anlagen, Schaltpläne und Reparaturen fest.
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Wo arbeitest du als Informa­ti­ons­elek­troniker/in?

Du arbeitest in Fachbe­trieben für Informations- und Kommuni­ka­ti­ons­technik, bei System­häusern oder in Elektro­fach­ge­schäften mit Service­ab­teilung. Auch öffentliche Einrich­tungen und Firmen mit viel Kommuni­ka­ti­ons­technik stellen dich ein. Du bist oft unterwegs, beim Kunden zu Hause oder im Büro.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Informa­ti­ons­elek­troniker/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du an Geräten und Anlagen, beim Verkabeln von Netzwerken und im Kunden­ge­spräch. In der Berufs­schule geht es um Elektro­technik, Digital­technik, Program­mierung, Netzwerke, Betriebs­wirt­schaft und Kommuni­ka­ti­ons­technik.

Das lernst du unter anderem:

  • Elektrotechnik: Bauteile, Stromkreise, Löten, Schaltungen und elektrische Sicherheit
  • Digital- und Analogtechnik: Signale verarbeiten, digitale Schaltungen, Mikrocontroller
  • Netzwerke und Kommunikation: LAN, Telefonanlagen, Antennen und Datenübertragung
  • Sicherheitstechnik: Alarmanlagen, Brandmelder, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle
  • Software: Software und Firmware einrichten, einfache Programmierung
  • Kundenservice: Beratung, Gesprächsführung und Dokumentation
  • Fehleranalyse: Störungen systematisch eingrenzen
  • Messtechnik: Messgeräte sicher einsetzen
  • Qualität: Standards einhalten

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Informa­ti­ons­elek­troniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
  • technisches Verständnis und logisches Denken
  • Spaß an der Fehlersuche
  • eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Interesse an Mathe, Physik und Informatik
  • Freundlichkeit im Umgang mit Kund/innen
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
  • gutes Sehvermögen für feine Elektronik

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 800 € bis 1.140 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.190 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.290 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 € bis 1.390 €

Passt die Ausbildung zum/zur Informa­ti­ons­elek­troniker/in zu dir?

Du willst Technik anfassen und nicht nur benutzen? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Moderne Technik: Du planst, installierst und wartest Geräte und Systeme.
  • Handwerk: Du arbeitest mit Werkzeug und verstehst technische Zusammenhänge.
  • Abwechslung: Du verlegst Netzwerkkabel, wartest Server oder reparierst Smartphones.
  • Viele Einsatzorte: Du kannst in der Industrie, im Handel oder in der Verwaltung arbeiten.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Informa­ti­ons­elek­troniker/in?

Was du als Informa­ti­ons­elek­troniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Musikanlage für die Party aufbaut, Fernseher und Spielkonsole verkabelt oder das Smart Home der Familie einrichtet, zeigt Betrieben Technik­gespür und Ordnung beim Verkabeln. Wer dazu bei der Technik der Schulaula hilft oder in einer Band spielt, beweist Teamgeist und Verläss­lichkeit. Genau das lesen Fachbe­triebe gern. Wenn dich Telefon­anlagen und Sicher­heits­technik reizen, schau dir Informations- und Telekom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­tem­elek­troniker/in an. Für Computer und Netzwerke passt IT-System-Elektroniker/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • die Musikanlage für Partys aufbaust Technikverständnis
  • Fernseher und Konsole sauber verkabelst Ordnungssinn
  • das Smart Home der Familie einrichtest Digitale Fitness
  • in der Schulaula bei Licht und Ton hilfst Zuverlässigkeit
  • in einer Band oder im Schulorchester spielst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 200

    Betriebe bilden aus

    Platz 95 von 344 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Jeder 3. Betrieb

    bildet auch Elektroniker/in Energie- und Gebäude­technik aus.

    Jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büroma­nagement aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Bayern40
    • Nordrhein-Westfalen30
    • Baden-Württemberg30

    Die meisten Betriebe: Hamburg, Berlin, Jena

  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Vernetzte Technik und Sicher­heits­systeme sind überall im Einsatz. Dafür braucht es Fachleute, die sie einbauen und betreuen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Fachbetrieben für Informations- und Kommunikationstechnik
  • bei Anbietern von Sicherheitstechnik
  • in Elektrofachgeschäften mit Service
  • bei Systemhäusern und IT-Dienstleistern
  • bei Telekommunikationsunternehmen
  • in Rundfunkanstalten und Medienunternehmen
  • im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in Krankenhäusern und Schulen
  • bei Geräteherstellern im Kundendienst

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Spezialisierung: etwa auf Netzwerke, Smart Home, Audio- und Videotechnik, Sicherheitssysteme oder Satelliten- und Antennentechnik
  • Meister/in: für leitende Aufgaben oder den eigenen Betrieb im Informationstechniker-Handwerk. Du darfst dann auch ausbilden.
  • Techniker/in für Elektrotechnik: Weiterbildung an einer Fachschule für planerische Aufgaben
  • Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur im Außendienst
  • Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
  • Projektleiter/in: Mit Erfahrung verantwortest du ganze Installationen.
  • Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Medieninformatik oder Wirtschaftsinformatik studieren.

Fazit: Elektronik mit Kunden­kontakt

Als Informa­ti­ons­elek­troniker/in verbindest du Elektronik mit handwerk­lichem Geschick und Kunden­service. Du sorgst dafür, dass Kommuni­kation, Sicherheit und Unterhaltung funktio­nieren. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezia­li­sieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.

Lust auf Technik zum Anfassen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Informationselektroniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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