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Ausbildung Informationselektroniker/in
Ausbildung: Technik, die Menschen verbindet und schützt
Du schraubst gern an Elektronik und erklärst anderen, wie sie funktioniert? Dann könnte die Ausbildung zum/zur Informationselektroniker/in gut zu dir passen. Du installierst, wartest und reparierst Bürokommunikation, Sicherheitstechnik und Unterhaltungselektronik. Du sorgst dafür, dass Menschen vernetzt sind, Daten geschützt bleiben und der Fernseher läuft. Dabei hast du viel Kontakt zu Kund/innen. Du brauchst technisches Verständnis, handwerkliches Geschick und Freude am Knobeln. Hier erfährst du, was du als Informationselektroniker/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Informationselektroniker/in auf einen Blick
Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. 1999 wurden mehrere Berufe neu geordnet. Aus 2 Berufen wurde einer.
- ab 1949 bis 1987Büromaschinenmechaniker/
in - 1957 bis 1999Radio- und Fernsehtechniker/
in - 1987 bis 1999Büroinformationselektroniker/
in - 1999 bis 2021Informationselektroniker/
in (mit Schwerpunkten) - seit 1999Informationselektroniker/
in
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Was macht ein/e Informationselektroniker/in?
Du arbeitest mit Hard- und Software, liest Schaltpläne und berätst Kund/innen. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Anlagen einrichten: Du installierst Telefonanlagen, Kameras, Alarm- und Brandmeldeanlagen, Antennen und Smart-Home-Technik und stellst sie ein.
- Verkabeln: Du planst Kommunikationsnetze, verlegst Kabel, setzt Anschlüsse und bindest alle Geräte an.
- Fehler finden: Bei Störungen suchst du mit Messgeräten die Ursache in Hardware, Software oder Leitungen und behebst sie.
- Warten: Du prüfst Systeme regelmäßig und spielst Updates ein, damit nichts ausfällt.
- Beraten: Du hilfst Kund/innen bei der Auswahl von Geräten, erklärst die Bedienung und unterstützt bei Problemen.
- Programmieren: Du passt Telefonanlagen, Alarmsysteme und Mediensteuerungen an die Wünsche der Kund/innen an.
- Sicherheitstechnik: Du baust Systeme ein, die Gebäude und Daten schützen, und hältst dabei Normen ein.
- Dokumentieren: Du hältst Anlagen, Schaltpläne und Reparaturen fest.
Wo arbeitest du als Informationselektroniker/in?
Du arbeitest in Fachbetrieben für Informations- und Kommunikationstechnik, bei Systemhäusern oder in Elektrofachgeschäften mit Serviceabteilung. Auch öffentliche Einrichtungen und Firmen mit viel Kommunikationstechnik stellen dich ein. Du bist oft unterwegs, beim Kunden zu Hause oder im Büro.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Informationselektroniker/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du an Geräten und Anlagen, beim Verkabeln von Netzwerken und im Kundengespräch. In der Berufsschule geht es um Elektrotechnik, Digitaltechnik, Programmierung, Netzwerke, Betriebswirtschaft und Kommunikationstechnik.
Das lernst du unter anderem:
- Elektrotechnik: Bauteile, Stromkreise, Löten, Schaltungen und elektrische Sicherheit
- Digital- und Analogtechnik: Signale verarbeiten, digitale Schaltungen, Mikrocontroller
- Netzwerke und Kommunikation: LAN, Telefonanlagen, Antennen und Datenübertragung
- Sicherheitstechnik: Alarmanlagen, Brandmelder, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle
- Software: Software und Firmware einrichten, einfache Programmierung
- Kundenservice: Beratung, Gesprächsführung und Dokumentation
- Fehleranalyse: Störungen systematisch eingrenzen
- Messtechnik: Messgeräte sicher einsetzen
- Qualität: Standards einhalten
Welche Voraussetzungen brauchst du als Informationselektroniker/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur/Fachabitur
- technisches Verständnis und logisches Denken
- Spaß an der Fehlersuche
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Interesse an Mathe, Physik und Informatik
- Freundlichkeit im Umgang mit Kund/innen
- Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
- gutes Sehvermögen für feine Elektronik
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 800 € bis 1.140 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 854 € bis 1.190 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 977 € bis 1.290 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.014 € bis 1.390 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Informationselektroniker/in zu dir?
Du willst Technik anfassen und nicht nur benutzen? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Moderne Technik: Du planst, installierst und wartest Geräte und Systeme.
- Handwerk: Du arbeitest mit Werkzeug und verstehst technische Zusammenhänge.
- Abwechslung: Du verlegst Netzwerkkabel, wartest Server oder reparierst Smartphones.
- Viele Einsatzorte: Du kannst in der Industrie, im Handel oder in der Verwaltung arbeiten.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Informationselektroniker/in?
Was du als Informationselektroniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer die Musikanlage für die Party aufbaut, Fernseher und Spielkonsole verkabelt oder das Smart Home der Familie einrichtet, zeigt Betrieben Technikgespür und Ordnung beim Verkabeln. Wer dazu bei der Technik der Schulaula hilft oder in einer Band spielt, beweist Teamgeist und Verlässlichkeit. Genau das lesen Fachbetriebe gern. Wenn dich Telefonanlagen und Sicherheitstechnik reizen, schau dir Informations- und Telekommunikationssystemelektroniker/in an. Für Computer und Netzwerke passt IT-System-Elektroniker/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- die Musikanlage für Partys aufbaust Technikverständnis
- Fernseher und Konsole sauber verkabelst Ordnungssinn
- das Smart Home der Familie einrichtest Digitale Fitness
- in der Schulaula bei Licht und Ton hilfst Zuverlässigkeit
- in einer Band oder im Schulorchester spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 200
Betriebe bilden aus
Platz 95 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik aus.
Jeder 4. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern40
- Nordrhein-Westfalen30
- Baden-Württemberg30
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Vernetzte Technik und Sicherheitssysteme sind überall im Einsatz. Dafür braucht es Fachleute, die sie einbauen und betreuen. Hier kannst du arbeiten:
- in Fachbetrieben für Informations- und Kommunikationstechnik
- bei Anbietern von Sicherheitstechnik
- in Elektrofachgeschäften mit Service
- bei Systemhäusern und IT-Dienstleistern
- bei Telekommunikationsunternehmen
- in Rundfunkanstalten und Medienunternehmen
- im öffentlichen Dienst, zum Beispiel in Krankenhäusern und Schulen
- bei Geräteherstellern im Kundendienst
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Spezialisierung: etwa auf Netzwerke, Smart Home, Audio- und Videotechnik, Sicherheitssysteme oder Satelliten- und Antennentechnik
- Meister/in: für leitende Aufgaben oder den eigenen Betrieb im Informationstechniker-Handwerk. Du darfst dann auch ausbilden.
- Techniker/in für Elektrotechnik: Weiterbildung an einer Fachschule für planerische Aufgaben
- Servicetechniker/in: Wartung und Reparatur im Außendienst
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Projektleiter/in: Mit Erfahrung verantwortest du ganze Installationen.
- Studium: Mit Abitur, Fachabitur oder Meister- bzw. Technikerabschluss kannst du Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Medieninformatik oder Wirtschaftsinformatik studieren.
Fazit: Elektronik mit Kundenkontakt
Als Informationselektroniker/in verbindest du Elektronik mit handwerklichem Geschick und Kundenservice. Du sorgst dafür, dass Kommunikation, Sicherheit und Unterhaltung funktionieren. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du dich spezialisieren, Meister/in oder Techniker/in werden oder studieren.
Lust auf Technik zum Anfassen? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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