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Ausbildung Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in

Ausbildung: Große Maschinen, echte Verant­wortung

Symbolbild: Ausbildung Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

Traktoren, Mähdrescher und Bagger faszinieren dich? Dann ist die Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in vielleicht genau dein Ding. Du wartest, reparierst und prüfst die großen Maschinen aus Landwirt­schaft und Bauwesen. Du kümmerst dich um Motoren, Hydraulik und Elektronik. So sind die Maschinen einsatz­bereit, wenn Landwirt/innen und Bauunter­nehmen sie brauchen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Spaß am Schrauben und die Bereit­schaft, auch bei Wind und Wetter anzupacken. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Früher hieß dieser Beruf Mechaniker/in Baumaschi­nen­technik.

Auf einen Blick

Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Landwirt­schaft
1. Jahr724 € bis 1.373 €
Schulabschlusskeine Vorgabe

Mit welchem Abschluss starten andere? So verteilten sich zuletzt die neuen Azubis:

ESA / HauptschuleMSA / RealschuleAbitur / Fachabitur
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Der Beruf im Wandel der Zeit

Wie hieß der Beruf früher?

Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2014 heißt er so wie heute.

  1. ab 1949 bis 2003Land­ma­schi­nen­me­cha­ni­ker/in
  2. 2003 bis 2014Mechaniker/in für Land- und Bau­ma­schi­nen­tech­nik
  3. 2003 bis 2004Mechaniker/in für Land­ma­schi­nen­tech­nik
  4. seit 2014Land- und Bau­ma­schi­nen­me­cha­tro­ni­ker/in

In der DDR hieß der Beruf: Landma­schinen- und Trakto­ren­schlosser/in, Landma­schi­nen­schlosser/in, Motoren­schlosser/in Landwirt­schaft

Im Alltag sagt man auch: Land- und Baumaschi­nen­me­chaniker/in

Berufsnamen seit Gründung der Bundes­re­publik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wieder­ver­ei­nigung 1990 in den heutigen Ausbil­dungs­berufen auf.

Was macht ein/e Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in?

Du arbeitest in der Werkstatt oder direkt auf dem Feld und der Baustelle. Du löst technische Probleme und brauchst dafür Geschick und Technik­ver­ständnis. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Fehlerdiagnose: Du findest Störungen an Motoren, Getrieben, Hydraulik, Pneumatik oder Bordelektronik. Dabei helfen dir moderne Diagnosegeräte.
  • Wartung: Du machst Inspektionen, wechselst Öl und Filter und prüfst Verschleißteile.
  • Reparatur: Du zerlegst, reparierst oder tauschst Motorteile, Getriebe, Achsen und elektronische Bauteile. Du schweißt, bohrst, sägst und drehst.
  • Montage und Inbetriebnahme: Du baust neue Maschinen und Anbauteile auf, nimmst sie in Betrieb und erklärst die Bedienung.
  • Umbau: Du rüstest Maschinen um oder stattest sie mit Anbaugeräten, GPS-Lenksystemen oder Telematik aus.
  • Dokumentation: Du hältst Arbeiten in Serviceberichten und Wartungsprotokollen fest.
  • Kundenberatung: Du berätst zu Pflege, Wartung, Maschinen und Ersatzteilen.
  • Service vor Ort: Oft fährst du mit dem Werkstattwagen raus und reparierst direkt auf dem Feld oder der Baustelle.
landmaschine

Wo arbeitest du als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in?

Du arbeitest in der Werkstatt eines Land- oder Baumaschi­nen­händlers, eines großen landwirt­schaft­lichen Betriebs, eines Bauunter­nehmens oder eines Maschi­nen­verleihs. Überall sorgst du dafür, dass PS und Technik zusammen­spielen.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung zum/zur Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Betrieb lernst du die Praxis direkt an den Maschinen. In der Berufs­schule geht es um Motoren­technik, Elektronik und Hydraulik.

Das lernst du unter anderem:

  • Mechanik und Hydraulik: Motoren, Getriebe, Bremsen, Lenkungen und hydraulische Anlagen
  • Elektrik und Elektronik: Bordelektronik, Sensoren, Aktoren und Fehlersuche in Schaltkreisen
  • Pneumatik: Druckluftsysteme und ihr Einsatz in Maschinen
  • Werkstoffe: Metalle, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe und ihre Bearbeitung durch Schweißen, Drehen und Fräsen
  • Diagnose und Prüftechnik: computergestützte Diagnosesysteme und Messgeräte
  • Instandhaltung: Wartungspläne, Verschleiß erkennen und Reparaturen durchführen
  • Maschinenkunde: Aufbau und Besonderheiten von Mähdreschern, Radladern und Traktoren
  • Arbeitssicherheit und Umweltschutz: sicherer Umgang mit Werkzeugen, Maschinen und Gefahrstoffen

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Hauptschulabschluss oder mittleren Schulabschluss
  • technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
  • eine sorgfältige und genaue Arbeitsweise
  • analytisches Denken für die Fehlersuche
  • körperliche Fitness und Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit und Lernbereitschaft
  • Interesse an Mathematik, Physik und Technik

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 724 € bis 1.373 €
2. Ausbildungsjahr 854 € bis 1.408 €
3. Ausbildungsjahr 977 € bis 1.489 €
4. Ausbildungsjahr 1.014 € bis 1.563 €

Passt die Ausbildung als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in zu dir?

Du willst an Maschinen arbeiten, die richtig was leisten? Dann schau dir diese Punkte an:

  • Technik und Mechanik: Du arbeitest mit komplexen Maschinen und Anlagen.
  • Geschick und Präzision: Du arbeitest genau und hast ein gutes Auge für Details.
  • Teamarbeit: In der Werkstatt und auf der Baustelle arbeitest du eng mit anderen zusammen.
  • Fitness: Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein. Du packst gern an.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in?

Was du als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer auf dem Hof der Verwandten bei der Wartung des Traktors hilft, am Moped der Ursache für ein Klappern nachgeht oder fernge­steuerte Autos repariert, zeigt Betrieben Technik­ver­ständnis und Spürsinn. Wer bei der Landjugend oder in der Jugend­feu­erwehr mitmacht, beweist Zuverläs­sigkeit und Teamgeist. Wenn dich die Arbeit auf Feld und Hof reizt, schau dir Landwirt/in an. Wenn du große Maschinen lieber selbst steuerst, passt Baugerä­te­führer/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • auf dem Hof beim Warten von Maschinen hilfst Technikverständnis
  • am Moped oder Rasenmäher die Fehlerursache suchst Fehlersuche
  • ferngesteuerte Autos baust und reparierst Geschick
  • bei der Landjugend mitmachst Engagement
  • in der Jugendfeuerwehr Einsätze übst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Land- und Baumaschinen sind Hightech. Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Für Wartung und Reparatur braucht es gut ausgebildete Fachkräfte. Hier kannst du arbeiten:

  • in Fachbetrieben des Land- und Baumaschinenhandels
  • in Werkstätten großer landwirtschaftlicher Betriebe
  • bei Herstellern von Land- und Baumaschinen
  • in Bauunternehmen
  • bei Maschinenringen oder Lohnunternehmen
  • in der Wartung von Flurförderfahrzeugen oder Kommunalfahrzeugen

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Meister/in im Landmaschinenmechaniker-Handwerk: Du übernimmst Führungsaufgaben, bildest Nachwuchs aus und kannst einen eigenen Betrieb gründen.
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in: zum Beispiel in Maschinentechnik, Agrartechnik oder Automatisierungstechnik, für Entwicklung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung oder technischen Vertrieb
  • Servicetechniker/in: Du arbeitest im Außendienst direkt bei Kundinnen und Kunden.
  • Spezialisierung: etwa auf GPS-Lenksysteme, Telematik, Erntemaschinen, Bodenbearbeitungsgeräte oder bestimmte Marken
  • Studium: Mit Hochschulzugangsberechtigung kannst du Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Agrartechnik oder Mechatronik studieren.

Fazit: Starke Technik am Laufen halten

Als Land- und Baumaschi­nen­me­cha­troniker/in verbindest du Begeis­terung für Technik mit handwerk­lichem Geschick. Du hältst leistungs­starke Maschinen am Laufen. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Meister/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Bock auf große Maschinen? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Landwirt­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Land- und Baumaschinenmechatroniker/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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