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Ausbildung Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
Ausbildung: Aus Abfall werden Rohstoffe
Was passiert eigentlich mit unserem Müll? Genau darum kümmerst du dich in der Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Du sammelst und sortierst Abfälle und bedienst große Anlagen. Aus Papier, Kunststoff, Metall und Bioabfall machst du wieder wertvolle Rohstoffe. So hältst du unsere Umwelt sauber und schonst Ressourcen. Dafür brauchst du technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und Lust auf Arbeit mit großen Maschinen. Hier erfährst du, was du in diesem Beruf machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Hinweis: Bis 2024 hieß der Beruf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.
Auf einen Blick
Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft auf einen Blick
Der Beruf im Wandel der Zeit
Wie hieß der Beruf früher?
Du hörst im Betrieb noch einen älteren Namen? Gemeint ist meist dieser Beruf. Der Name hat sich mehrmals geändert. Seit 2024 heißt er so wie heute.
- 1984 bis 2002Ver- und Entsorger/
in - 2002 bis 2024Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
- seit 2024Umwelttechnologe/
in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
In der DDR hieß der Beruf: Berufskraftfahrer/in Stadtreinigung
Im Alltag sagt man auch: Müllmann/Müllfrau
Berufsnamen seit Gründung der Bundesrepublik 1949. Die DDR-Berufe gingen mit der Wiedervereinigung 1990 in den heutigen Ausbildungsberufen auf.
Was macht ein/e Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Du bist Maschinenführer/in, Logistiker/in und Umweltschützer/in in einer Person. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Sammeln und transportieren: Du sammelst Hausmüll, Wertstoffe, Sperrmüll und Gewerbeabfälle mit Sammelfahrzeugen ein und bringst sie zu den Anlagen.
- Annehmen und sortieren: Du nimmst Abfälle an und sortierst sie nach Papier, Kunststoff, Metall, Glas und Bioabfall, oft mit Unterstützung von Maschinen.
- Aufbereiten: Du bedienst Anlagen, die Wertstoffe zerkleinern, Bioabfall zu Biogas vergären oder Abfälle in Müllheizkraftwerken verbrennen. So entstehen neue Rohstoffe oder Energie.
- Deponieren und Schadstoffe entsorgen: Abfälle, die sich nicht verwerten lassen, lagerst du sicher auf Deponien. Sonderabfälle und Gefahrstoffe behandelst du besonders vorsichtig.
- Maschinen bedienen: Du arbeitest mit Baggern, Radladern, Sortieranlagen, Pressen und Schreddern. Du wartest sie und erledigst kleinere Reparaturen.
- Qualität prüfen: Du nimmst Proben und dokumentierst Mengen, Arten und Wege der Abfälle lückenlos.
- Beraten: Du erklärst Privatpersonen und Unternehmen, wie sie Abfall richtig trennen und entsorgen.
- Sicherheit: Du hältst die Vorschriften zu Arbeitsschutz und Umweltschutz ein.
Wo arbeitest du in der Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Du arbeitest auf Deponien, auf Recycling- und Wertstoffhöfen, in Sortieranlagen, in Müllheizkraftwerken oder bei Entsorgungsbetrieben. Auch Anlagen zur Klärschlammbehandlung gehören dazu.
Du bist oft draußen oder in großen Hallen. Du arbeitest im Team und häufig im Schichtdienst.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/Umwelttechnologin ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Dein Ausbildungsbetrieb ist ein kommunaler oder privater Entsorgungsbetrieb, ein Recyclingunternehmen, ein Fachbetrieb für Sonderabfälle oder ein Müllheizkraftwerk. Dort lernst du an den Anlagen und in den Sammelgebieten. In der Berufsschule geht es um Abfallkunde, Umwelt- und Verfahrenstechnik, Chemie, Biologie, Anlagentechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Qualitätssicherung sowie Umwelt- und Arbeitsschutzrecht.
Das lernst du unter anderem:
- Abfallarten: Siedlungsabfälle, Gewerbeabfälle und Sonderabfälle und ihre Entsorgungswege
- Sammelsysteme: Hol- und Bringsysteme und die Technik der Sammelfahrzeuge
- Verwertung: Recycling, Sekundärrohstoffe, Kompostierung, Biogas und thermische Verwertung
- Deponietechnik: Aufbau und Betrieb von Deponien und sicherer Umgang mit Gefahrstoffen
- Anlagentechnik: Aufbau und Bedienung großer Maschinen und Anlagen
- Recht: Vorschriften zu Umweltschutz, Abfallwirtschaft und Arbeitssicherheit
- Prozessleittechnik: Prozesse überwachen, steuern und messen
- Kundenkommunikation: Beratung in Abfallfragen
Welche Voraussetzungen brauchst du als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss
- technisches Verständnis und Interesse an großen Maschinen
- Interesse an Umweltschutz und Nachhaltigkeit
- eine sorgfältige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Gefahrstoffen
- körperliche Belastbarkeit
- Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Spaß am Lösen von Problemen
- Bereitschaft zum Schichtdienst und zur Arbeit bei jedem Wetter
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.368 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.418 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.464 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Umwelttechnologen/Umwelttechnologin zu dir?
Dir liegt die Umwelt am Herzen? Dann solltest du dir diesen Beruf genauer anschauen. Das spricht für die Ausbildung:
- Umweltschutz: Du hilfst aktiv, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten.
- Gefragte Branche: Strengere Umweltgesetze sorgen für Bedarf an Fachkräften.
- Abwechslung: Sammeln, Sortieren, Beraten und Recyclingkonzepte wechseln sich ab.
- Weiterentwicklung: Du kannst dich zum Beispiel auf gefährliche Abfälle, Abfallrecht oder Abfalltechnik spezialisieren.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?
Was du als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer Müllsammelaktionen mitorganisiert, alte Sachen upcycelt oder Kaputtes repariert, denkt schon in Kreisläufen. Betriebe lesen daraus Engagement und Geschick, ein Mannschaftssport zeigt dazu Teamgeist. Wenn dich sauberes Wasser reizt, schau dir Umwelttechnologe/in für Abwasserbewirtschaftung an. Für Umweltschutz im Labor passt Umweltschutztechnische/r Assistent/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- Müllsammelaktionen in deinem Viertel mitorganisierst Eigeninitiative
- alte Sachen upcycelst oder reparierst Geschick
- in der Umwelt-AG eigene Projekte startest Engagement
- mit Technikbaukästen Maschinen baust Technikverständnis
- im Verein Fußball, Handball oder Basketball spielst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 190
Betriebe bilden aus
Platz 100 von 344 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Berufskraftfahrer/in aus.
Jeder 3. bildet auch Kaufmann/frau Büromanagement aus.
3 von 4 · Wo?
- Bayern40
- Nordrhein-Westfalen30
- Niedersachsen30
Die meisten Betriebe: Landkreis Osnabrück, Landkreis Leipzig, Kreis Herzogtum Lauenburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Klimaschutz und Ressourcenschonung machen die Kreislaufwirtschaft immer wichtiger. Qualifizierte Fachkräfte sind gefragt. Hier kannst du arbeiten:
- bei kommunalen und privaten Entsorgungsunternehmen
- in Recyclingbetrieben für Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle oder Elektroschrott
- in Müllheizkraftwerken und anderen thermischen Anlagen
- auf Deponien und in Kompostierungsanlagen
- bei Entsorgungsfachbetrieben für Sonderabfälle
- in der Industrie in Werksentsorgung und Recyclingmanagement
- in Forschung und Entwicklung von Recyclingtechnik
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Meister/in: für leitende Positionen, die Ausbildung von Nachwuchs und die Verantwortung für Betriebsabläufe
- Techniker/in: für Umweltschutztechnik, Verfahrenstechnik oder Entsorgungstechnik
- Spezialisierung: zum Beispiel auf Gefahrstoffmanagement, Deponiebetrieb, Biogasanlagen, Wertstoffmanagement oder Sortierprozesse
- Fachwirt/in für Umweltschutz: für kaufmännische und organisatorische Aufgaben
- Ausbilder/in: wenn du dein Wissen weitergeben willst
- Studium: mit Hochschulzugangsberechtigung zum Beispiel Umwelttechnik, Verfahrenstechnik oder Nachhaltigkeitsmanagement
Fazit: Du schließt den Kreislauf
Als Umwelttechnologe/in für Kreislauf- und Abfallwirtschaft verbindest du Anpacken, Technik und Umweltbewusstsein. Du schützt die Umwelt und machst aus Abfall wieder wertvolle Rohstoffe. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und ist dual. Danach kannst du Meister/in oder Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Lust auf Kreislaufwirtschaft? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Industrie.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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