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Solltest du Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen neben der Ausbildung erwerben?

Einfach mehr lernen als die anderen

Symbolbild: Solltest du Zusatzqualifikationen neben der Ausbildung erwerben?

Warum du eine Zusatz­qua­li­fi­kation in Betracht ziehen solltest:

Mehr Arbeit, zusätz­liches lernen nach Feierabend oder sogar am Wochenende und eine Abschluss­prüfung. Das klingt alles nicht so attraktiv… Es sei denn, du willst es wissen und deine Karriere schon während der Ausbildung kick-starten! Es gibt nämlich gute Gründe, warum du Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen erwerben solltest und die wollen wir dir nennen.    
Doch das Wichtigste zu Beginn: Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen bringen dich eigentlich immer weiter. Sei es durch beruflichen Erfolg, neue Perspektiven oder einfach Spaß an der Sache. Im Idealfall aber, profitierst du sowohl wirtschaftlich als auch menschlich von einem zusätz­lichen Lehrgang während der Ausbildung. Wir wollen dir erklären, worum es sich bei einer Zusatz­qua­li­fi­kation handelt, wie das Ganze abläuft und was zu beachten ist. aber natürlich auch, warum es sich für dich lohnen kann.

Zusatz­qua­li­fi­kation, was ist das überhaupt?

Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen fallen vielfältig aus, doch im Grunde genommen handelt es sich immer um zusätz­liches Wissen, das über den regulären Inhalt deiner Ausbildung hinausgeht. Einige Inhalte können bereits in deiner Ausbildung enthalten sein und finden auch im Betrieb statt – das sind dann s.g. kodifi­zierte Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen. Handelt es sich bei deiner Zusatz­qua­li­fi­kation um einen Lehrgang, dessen Inhalte nicht von deiner eigent­lichen Ausbildung abgedeckt werden und auch nicht im Betrieb stattfindet, handelt es sich um eine nicht-kodifi­zierte Zusatz­qua­li­fi­kation.

Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen können für jeden anerkannten Ausbil­dungsberuf erworben werden. Unterschieden wird dabei jedoch zwischen berufs­spe­zi­fischen und berufs­über­grei­fenden Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen. Nutze die Datenbank vom Bundes­in­stitut für Berufs­bildung. Trage deine Berufs­be­zeichnung ein und lass dir anzeigen, was du alles machen kannst (Ausbil­dungPlus / Suche nach Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen). Wenn du eine Ausbildung zum Koch machst, kannst du zusätzlich beispielsweise Diätkoch, Küchen­meister oder aber auch Fachwirt im Gastgewerbe erlernen. Als Zimmerer kannst du zum Beispiel mehr über die Bereiche Gebäude­energie, Restau­ration oder Holzbau­planer lernen und dich so spezia­li­sieren. Der Erwerb dieses Zusatz­wissens wird dir durch Zertifikate belegt. Diese zeigen deinen künftigen Arbeit­gebern, was du alles kannst, dass du engagiert bist und Biss hast.

Zusatzqualifikation für einen Kettensägenschein

Warum solltest du eine Zusatz­qua­li­fi­kation anstreben?

Durch einen zusätz­lichen Lehrgang kannst du dein Wissen in einem bestimmten Bereich vertiefen. Dies geschieht, indem dir technische Fähigkeiten, fachliches Wissen und auch sogenannte Soft-Skills vermittelt werden. Wenn du Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen vorweisen kannst, kannst du in der Regel auch höhere Gehalts­an­sprüche geltend machen. Eine Zusatz­qua­li­fi­kation solltest du anstreben, wenn du Lust auf mehr hast: Mehr wissen, mehr Gehalt, aber auch mehr Verant­wortung. Denn durch deine Qualifi­kation werden dir bestimmte Arbeits­be­reiche und Aufgaben anvertraut – das rechtfertigt dann auch deine Gehalts­an­sprüche. Deine Hauptmo­ti­vation sollte aber der Wissensdurst und der Spaß an der Sache sein, dann geht es dir am leichtesten von der Hand.

Für eine Zusatzqualifikation muss man lernen

Wie zeitauf­wändig sind Lehrgänge?

Je nach Art der Zusatz­qua­li­fi­kation variiert der inhaltliche und zeitliche Umfang. Einige Qualifi­ka­tionen können an einem einzigen Nachmittag erworben, andere brauchen ein paar Wochenenden, Monate oder gar Jahre. Wie lange es dauert, hängt von der Qualifi­kation und den offiziell geltenden Vorgaben des Lehrgangs ab. Es gibt Lehrgänge, die weniger als 40 Stunden dauern, es gibt aber auch welche, die mehr als 600 Stunden dauern – letztere strecken sich natürlich auch über einen deutlich längeren Zeitraum und finden begleitend zur Ausbildung statt. In der Regel finden die Lehrgänge in regelmäßigen Abständen statt. Das kann bedeuten, dass es wöchentliche Einheiten gibt oder aber Blockse­minare, die manchmal ein ganzes Wochenende dauern. Am Ende des Lehrgangs findet eine Prüfung oder ein praktischer Leistungs­nachweis statt. In einigen Fällen reicht es auch, wenn du bei allen Terminen anwesend warst und die Inhalte verinnerlicht hast. Zum Schluss wird dir ein Zertifikat ausgestellt, das deinen Lernerfolg nachweist.

Bei der Überprüfung von Baustellen braucht es Fachkompetenz.

Wie und wo kannst du die Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen erwerben?

Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen werden üblicherweise von deinem Ausbil­dungs­betrieb oder deiner Berufs­schule angeboten und bezahlt. Aber auch bei den Industrie- und Handels­kammern und in den dazuge­hörigen Bildungs­zentren kannst du Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen erwerben. Informiere dich am besten im Vorfeld bei deinen Ausbildern darüber, welche Optionen dir offenstehen und ob es gewisse Voraus­set­zungen für die Teilnahme an der Maßnahme gibt (https://www.bibb.de/ausbil­dungplus/de/34710.php).

Tipp: Wenn du dich bei deinen Ausbildern erkundigst, können sie dich nicht nur top beraten, sondern du wirkst nicht nur interessiert und engagiert. Darüber hinaus kannst du dir vielleicht auch ein paar nützliche Infos für den Lehrgang oder die Prüfung einholen.

Auch im Büro sind Zusatzqualifikationen möglich

Die Kosten für eine Zusatz­qua­li­fi­kation

Die Kosten für die Lehrgänge werden in der Regel vom Betrieb übernommen, in dem du lernst. Das klingt nett, aber der Betrieb hat natürlich auch etwas davon: Dich als Fachkraft. Wenn dein Betrieb die Finanzierung ablehnt, können Förder­mittel beantragt werden. Du könntest den Lehrgang auch aus eigener Tasche bezahlen, allerdings ist dies sehr teuer, also sprich besser mit deinem Betrieb über die Kosten­übernahme.

Viel Spaß beim Lernen!

Wenn du Lust auf Extrawissen hast und das Zeug dazu hast, dann ist ein zusätz­licher Lehrgang immer empfeh­lenswert. Du kannst dich selbst und deine Arbeits­fä­hig­keiten weiter­ent­wickeln und deine Karriere bereits während der Ausbildung kick-starten. Also schau einmal nach, ob es das richtige Angebot für dich gibt und vergiss nicht, deine erworbenen Zertifikate auch bei der nächsten Gehalts­ver­handlung vorzulegen.

Für mehr Infos wollen wir dich auf Ausbil­dungPlus / Rund um das Thema Zusatz­qua­li­fi­ka­tionen verweisen. Hier findest du offizielle Angaben zu dem Thema Ausbildung vom Bundes­in­stitut für Berufs­bildung.

Fazit: Mehr Wissen, mehr Chancen

Eine Zusatz­qua­li­fi­kation neben der Ausbildung bringt dir mehr Wissen und mehr Verant­wortung. Meist auch bessere Gehalts­aus­sichten. Es gibt sie für jeden anerkannten Ausbil­dungsberuf. Die Datenbank Ausbil­dungPlus vom Bundes­in­stitut für Berufs­bildung zeigt dir die Möglich­keiten. Lehrgänge dauern von einem Nachmittag bis zu mehreren Jahren. Am Ende steht ein Zertifikat. Die Kosten trägt in der Regel dein Betrieb. Sprich mit deinen Ausbildern. Und leg die Zertifikate bei der nächsten Gehalts­ver­handlung auf den Tisch.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Veröffentlicht: 03.06.2025

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