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Ausbildung Biologie­la­borant/in

Ausbildung: Dem Leben im Labor auf der Spur

Symbolbild: Ausbildung Biologielaborant/in

Willst du im Labor heraus­finden, was in lebenden Organismen passiert? Dann passt die Ausbildung zum/zur Biologie­la­borant/in vielleicht genau zu dir. Du arbeitest mit modernen Geräten und empfind­lichen biologischen Proben. Du untersuchst Zellen, Bakterien und DNA und dokumen­tierst deine Ergebnisse genau. So hilfst du, neue Erkenntnisse für Forschung, Medizin oder Umwelt­schutz zu gewinnen. Du brauchst eine gute Beobach­tungsgabe und eine präzise Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du als Biologie­la­borant/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.

Auf einen Blick

Biologie­la­borant/in auf einen Blick

Dauer3,5 Jahre
Ausbildungdual, Naturwis­sen­schaft
1. Jahr1.147 € bis 1.204 €
Schulabschlusskeine Vorgabe
Deutsch: empfohlen B2. Damit kommst du gut durch Berufsschule und Prüfung.

Was macht ein/e Biologie­la­borant/in?

Du experi­men­tierst sorgfältig, gehst mit sensiblen biologischen Materialien um und bedienst komplexe Laborgeräte. Dabei brauchst du Wissen aus Biologie, Chemie und Statistik. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:

Welche Aufgaben hast du im Arbeits­alltag?

  • Versuche vorbereiten: Du stellst Lösungen und Nährmedien her und bereitest Geräte und Materialien steril vor.
  • Kulturen anlegen: Du züchtest Bakterien und Hefen oder tierische und menschliche Zellkulturen unter sterilen Bedingungen. Du beobachtest ihr Wachstum und testest die Wirkung von Substanzen.
  • Molekularbiologie: Du isolierst und vervielfältigst DNA und RNA und untersuchst Proteine. Dafür nutzt du Methoden wie PCR, Gelelektrophorese, Sequenzierung oder Immunassays.
  • Mikroskopieren: Du präparierst Proben und untersuchst Zellen, Mikroorganismen oder Gewebe unter dem Mikroskop. Oft erstellst du digitale Bilder für die Auswertung.
  • Biochemische Tests: Du misst die Aktivität von Enzymen und bestimmst die Konzentration von Biomolekülen.
  • Geräte bedienen: Du arbeitest mit Spektralphotometern, Chromatographen, Inkubatoren, Pipettierrobotern und Zentrifugen. Du kalibrierst sie regelmäßig.
  • Daten auswerten: Du dokumentierst jeden Schritt, wertest Daten statistisch aus, erstellst Grafiken und schreibst Berichte.
  • Sicherheit und Hygiene: Du hältst das Labor sauber und beachtest strenge Regeln im Umgang mit biologischen Proben und Chemikalien.
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Wo arbeitest du als Biologie­la­borant/in?

Du arbeitest in Laboren von Forschungs­in­stituten wie Univer­sitäten und Max-Planck-Instituten. Auch Pharma- und Biotech­no­lo­gie­un­ter­nehmen, die Lebens­mit­tel­in­dustrie, Umweltämter und Kranken­häuser beschäftigen dich. Du arbeitest im Team. Die meiste Zeit verbringst du am Labortisch und am Bildschirm.

Wie läuft die Ausbildung zum/zur Biologie­la­borant/in ab?

Wie lange dauert die Ausbildung?

Was lernst du in Betrieb und Berufs­schule?

Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Ausbil­dungs­betrieb lernst du die Praxis direkt am Labortisch. Das sind Forschungs­labore, Pharma- und Biotech­no­lo­gie­un­ter­nehmen oder Untersu­chungsämter. In der Berufs­schule geht es um Zellbiologie, Genetik und Mikrobiologie, um Chemie und Biochemie, Physik und Datenver­ar­beitung. Dazu kommen Qualitäts­si­cherung, Arbeits­si­cherheit und rechtliche Vorschriften.

Das lernst du unter anderem:

  • Biologie und Chemie: Du lernst, wie Zellen, Gene, Proteine und Mikroorganismen aufgebaut sind und funktionieren.
  • Labormethoden: Du pipettierst genau, stellst Lösungen her, kultivierst Zellen und wendest PCR, Elektrophorese und Chromatographie an.
  • Instrumentelle Analytik: Du bedienst, kalibrierst und wartest Mess- und Analysegeräte.
  • Qualitätsmanagement: Du lernst Standards wie GLP und GMP kennen und dokumentierst Experimente nachvollziehbar.
  • Sicherheit und Umweltschutz: Du gehst sicher mit Chemikalien und biologischen Stoffen um, vermeidest Verunreinigungen und entsorgst Abfälle richtig.
  • Statistik: Du erfasst Daten, wertest sie aus und stellst sie grafisch dar.
  • Projektarbeit: Du planst Experimente in Forschungsprojekten mit und führst sie durch.

Welche Voraus­set­zungen brauchst du als Biologie­la­borant/in?

Was solltest du mitbringen?

  • einen guten Realschulabschluss oder Abitur beziehungsweise Fachabitur
  • Interesse und gute Noten in Biologie, Chemie, Physik und Mathe
  • eine sorgfältige, genaue und geduldige Arbeitsweise
  • Verantwortungsbewusstsein und Sinn für Hygiene
  • analytisches Denken
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • gute Feinmotorik
  • keine Allergien gegen Chemikalien oder biologische Stoffe

Was verdienst du in der Ausbildung?

Wie viel verdienst du in jedem Ausbil­dungsjahr?

Ausbildungsjahr Vergütung pro Monat (brutto)
Hinweis Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich.
1. Ausbildungsjahr 1.147 € bis 1.204 €
2. Ausbildungsjahr 1.222 € bis 1.315 €
3. Ausbildungsjahr 1.277 € bis 1.389 €
4. Ausbildungsjahr 1.329 € bis 1.486 €

Passt die Ausbildung zum/zur Biologie­la­borant/in zu dir?

Du willst verstehen, wie Leben funktioniert? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:

  • Biologie hautnah: Du erforschst biologische Prozesse und trägst dazu bei, sie besser zu verstehen.
  • Genauigkeit: Deine Sorgfalt sorgt für zuverlässige Ergebnisse.
  • Forschergeist: Du bist neugierig und gehst Fragen auf den Grund.
  • Teamarbeit: Du teilst deine Erkenntnisse mit anderen.

Vom Hobby zum Beruf

Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Biologie­la­borant/in?

Was du als Biologie­la­borant/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit dem Mikroskop Zellen anschaut, in der Bio-AG Pflanzen­versuche über Wochen betreut oder ein Aquarium sauber hält, zeigt Betrieben Neugier, Geduld und Sorgfalt. Wer dazu Nachhilfe in Bio gibt oder mit anderen bei Jugend forscht tüftelt, beweist Kommuni­ka­ti­ons­stärke und Teamgeist. Wenn dich Stoffe und Reaktionen mehr reizen, schau dir Chemie­la­borant/in an. Für Laborarbeit mit schulischer Ausbildung passt Biologisch-technische/r Assistent/in.

Aus diesem Berufs­profil abgeleitet

Passt gut, wenn du gern …

  • mit dem Mikroskop Zellen und Kleinstlebewesen anschaust Neugier
  • in der Bio-AG Pflanzenversuche über Wochen betreust Geduld
  • ein Aquarium oder Terrarium sauber hältst Sorgfalt
  • in Bio oder Chemie Nachhilfe gibst Kommunikation
  • mit anderen bei Jugend forscht tüftelst Teamgeist

Im Kästchen: Das lesen Ausbil­dungs­be­triebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind

Wo findest du Ausbil­dungs­be­triebe in deiner Nähe?

  • 1 von 4 · Wie häufig?

    rund 60

    Betriebe bilden aus

    Platz 157 von 340 Berufen.

  • 2 von 4 · Plan B im selben Betrieb

    Jeder 3. Betrieb

    bildet auch Fachin­for­matiker/in aus.

    Jeder 3. bildet auch Chemie­la­borant/in aus.

  • 3 von 4 · Wo?

    • Baden-Württemberg10
    • Niedersachsen10
    • Hessen9
  • 4 von 4 · Passt der Beruf?

    Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?

    Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.

Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?

Du arbeitest in Teams, die neue Medikamente, Diagnostika, umwelt­freundliche Lösungen oder bessere Lebens­mittel entwickeln. Wenn du engagiert, genau und wissbe­gierig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:

  • in Forschungsinstituten, etwa an Universitäten, Max-Planck-Instituten oder Helmholtz-Zentren
  • in der Pharmaindustrie, zum Beispiel in Arzneimittelentwicklung und Qualitätskontrolle
  • in der Biotechnologie, etwa bei Biopharmazeutika, Enzymen oder Diagnostika
  • in der Lebensmittelindustrie
  • bei Umweltämtern und in Laboren für Wasser-, Boden- und Luftanalysen
  • in Krankenhäusern und medizinischen Diagnostiklaboren
  • in der Kosmetikindustrie
  • in Dienstleistungslaboren für Auftragsforschung und Analytik
  • in Pflanzenzüchtung und Agrarwissenschaft

Welche Weiter­bil­dungen gibt es?

So kannst du dich weiter­ent­wickeln:

  • Techniker/in: zum Beispiel für Biotechnik oder Chemietechnik, mit Aufgaben in Verfahrenstechnik und Projektmanagement
  • Industriemeister/in Chemie: für leitende Aufgaben in der Produktion
  • Studium: mit Hochschulreife etwa Biologie, Biochemie, Biotechnologie, Molekulare Biomedizin, Pharmatechnik oder Chemieingenieurwesen
  • Spezialisierung: etwa auf Zellkulturtechnik, Gentechnik, Massenspektrometrie, Bioinformatik oder Qualitätssicherung nach GMP
  • Mehr Verantwortung: Mit Erfahrung unterstützt du die Laborleitung oder arbeitest in Forschungsprojekten mit.

Fazit: Entdecken, erforschen, erklären

Als Biologie­la­borant/in verbindest du deine Faszination für Naturwis­sen­schaften mit praktischer Laborarbeit. Du wirkst an Forschung für Gesundheit und Umwelt mit. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Techniker/in werden, dich spezia­li­sieren oder studieren.

Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbil­dungsplatz.de einen Ausbil­dungs­betrieb in deiner Nähe.

Mehr Ausbil­dungs­berufe aus diesem Bereich findest du unter Naturwis­sen­schaft.

Autor Heiko Wohlgemuth
Heiko Wohlgemuth
Gründer von karrieremag.de

„Kein Ausbil­dungsplatz in Deutschland soll unbesetzt bleiben.“

Stand: 12.10.2026
Quellen: dein-ausbil­dungsplatz.de · BERUFENET der Bundes­agentur für Arbeit · Tarifin­for­ma­tionen von Bund und Ländern (u. a. BMAS, WSI-Tarifarchiv)

Vorschau: Berufsprofil Biologielaborant/in als PDF

Dieses Berufs­profil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Eltern­ge­spräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.

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