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Ausbildung Biologielaborant/in
Ausbildung: Dem Leben im Labor auf der Spur
Willst du im Labor herausfinden, was in lebenden Organismen passiert? Dann passt die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in vielleicht genau zu dir. Du arbeitest mit modernen Geräten und empfindlichen biologischen Proben. Du untersuchst Zellen, Bakterien und DNA und dokumentierst deine Ergebnisse genau. So hilfst du, neue Erkenntnisse für Forschung, Medizin oder Umweltschutz zu gewinnen. Du brauchst eine gute Beobachtungsgabe und eine präzise Arbeitsweise. Hier erfährst du, was du als Biologielaborant/in machst, wie die Ausbildung abläuft, was du mitbringen solltest und welche Wege dir danach offenstehen.
Auf einen Blick
Biologielaborant/in auf einen Blick
Was macht ein/e Biologielaborant/in?
Du experimentierst sorgfältig, gehst mit sensiblen biologischen Materialien um und bedienst komplexe Laborgeräte. Dabei brauchst du Wissen aus Biologie, Chemie und Statistik. Das sind deine wichtigsten Aufgaben:
Welche Aufgaben hast du im Arbeitsalltag?
- Versuche vorbereiten: Du stellst Lösungen und Nährmedien her und bereitest Geräte und Materialien steril vor.
- Kulturen anlegen: Du züchtest Bakterien und Hefen oder tierische und menschliche Zellkulturen unter sterilen Bedingungen. Du beobachtest ihr Wachstum und testest die Wirkung von Substanzen.
- Molekularbiologie: Du isolierst und vervielfältigst DNA und RNA und untersuchst Proteine. Dafür nutzt du Methoden wie PCR, Gelelektrophorese, Sequenzierung oder Immunassays.
- Mikroskopieren: Du präparierst Proben und untersuchst Zellen, Mikroorganismen oder Gewebe unter dem Mikroskop. Oft erstellst du digitale Bilder für die Auswertung.
- Biochemische Tests: Du misst die Aktivität von Enzymen und bestimmst die Konzentration von Biomolekülen.
- Geräte bedienen: Du arbeitest mit Spektralphotometern, Chromatographen, Inkubatoren, Pipettierrobotern und Zentrifugen. Du kalibrierst sie regelmäßig.
- Daten auswerten: Du dokumentierst jeden Schritt, wertest Daten statistisch aus, erstellst Grafiken und schreibst Berichte.
- Sicherheit und Hygiene: Du hältst das Labor sauber und beachtest strenge Regeln im Umgang mit biologischen Proben und Chemikalien.
Wo arbeitest du als Biologielaborant/in?
Du arbeitest in Laboren von Forschungsinstituten wie Universitäten und Max-Planck-Instituten. Auch Pharma- und Biotechnologieunternehmen, die Lebensmittelindustrie, Umweltämter und Krankenhäuser beschäftigen dich. Du arbeitest im Team. Die meiste Zeit verbringst du am Labortisch und am Bildschirm.
Wie läuft die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in ab?
Wie lange dauert die Ausbildung?
Was lernst du in Betrieb und Berufsschule?
Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Im Ausbildungsbetrieb lernst du die Praxis direkt am Labortisch. Das sind Forschungslabore, Pharma- und Biotechnologieunternehmen oder Untersuchungsämter. In der Berufsschule geht es um Zellbiologie, Genetik und Mikrobiologie, um Chemie und Biochemie, Physik und Datenverarbeitung. Dazu kommen Qualitätssicherung, Arbeitssicherheit und rechtliche Vorschriften.
Das lernst du unter anderem:
- Biologie und Chemie: Du lernst, wie Zellen, Gene, Proteine und Mikroorganismen aufgebaut sind und funktionieren.
- Labormethoden: Du pipettierst genau, stellst Lösungen her, kultivierst Zellen und wendest PCR, Elektrophorese und Chromatographie an.
- Instrumentelle Analytik: Du bedienst, kalibrierst und wartest Mess- und Analysegeräte.
- Qualitätsmanagement: Du lernst Standards wie GLP und GMP kennen und dokumentierst Experimente nachvollziehbar.
- Sicherheit und Umweltschutz: Du gehst sicher mit Chemikalien und biologischen Stoffen um, vermeidest Verunreinigungen und entsorgst Abfälle richtig.
- Statistik: Du erfasst Daten, wertest sie aus und stellst sie grafisch dar.
- Projektarbeit: Du planst Experimente in Forschungsprojekten mit und führst sie durch.
Welche Voraussetzungen brauchst du als Biologielaborant/in?
Was solltest du mitbringen?
- einen guten Realschulabschluss oder Abitur beziehungsweise Fachabitur
- Interesse und gute Noten in Biologie, Chemie, Physik und Mathe
- eine sorgfältige, genaue und geduldige Arbeitsweise
- Verantwortungsbewusstsein und Sinn für Hygiene
- analytisches Denken
- Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
- gute Feinmotorik
- keine Allergien gegen Chemikalien oder biologische Stoffe
Was verdienst du in der Ausbildung?
Wie viel verdienst du in jedem Ausbildungsjahr?
| Ausbildungsjahr | Vergütung pro Monat (brutto) |
|---|---|
| Hinweis | Je nach Bundesland, Branche und Tarif unterschiedlich. |
| 1. Ausbildungsjahr | 1.147 € bis 1.204 € |
| 2. Ausbildungsjahr | 1.222 € bis 1.315 € |
| 3. Ausbildungsjahr | 1.277 € bis 1.389 € |
| 4. Ausbildungsjahr | 1.329 € bis 1.486 € |
Passt die Ausbildung zum/zur Biologielaborant/in zu dir?
Du willst verstehen, wie Leben funktioniert? Dann lohnt sich ein genauer Blick. Das spricht für die Ausbildung:
- Biologie hautnah: Du erforschst biologische Prozesse und trägst dazu bei, sie besser zu verstehen.
- Genauigkeit: Deine Sorgfalt sorgt für zuverlässige Ergebnisse.
- Forschergeist: Du bist neugierig und gehst Fragen auf den Grund.
- Teamarbeit: Du teilst deine Erkenntnisse mit anderen.
Vom Hobby zum Beruf
Welche Hobbys passen zur Ausbildung als Biologielaborant/in?
Was du als Biologielaborant/in jeden Tag machst, kennst du vielleicht schon aus deiner Freizeit. Wer mit dem Mikroskop Zellen anschaut, in der Bio-AG Pflanzenversuche über Wochen betreut oder ein Aquarium sauber hält, zeigt Betrieben Neugier, Geduld und Sorgfalt. Wer dazu Nachhilfe in Bio gibt oder mit anderen bei Jugend forscht tüftelt, beweist Kommunikationsstärke und Teamgeist. Wenn dich Stoffe und Reaktionen mehr reizen, schau dir Chemielaborant/in an. Für Laborarbeit mit schulischer Ausbildung passt Biologisch-technische/r Assistent/in.
Aus diesem Berufsprofil abgeleitet
Passt gut, wenn du gern …
- mit dem Mikroskop Zellen und Kleinstlebewesen anschaust Neugier
- in der Bio-AG Pflanzenversuche über Wochen betreust Geduld
- ein Aquarium oder Terrarium sauber hältst Sorgfalt
- in Bio oder Chemie Nachhilfe gibst Kommunikation
- mit anderen bei Jugend forscht tüftelst Teamgeist
Im Kästchen: Das lesen Ausbildungsbetriebe daraus, wenn das Hobby in deiner Bewerbung steht. Warum Hobbys in der Bewerbung wichtig sind
Wo findest du Ausbildungsbetriebe in deiner Nähe?
1 von 4 · Wie häufig?
rund 60
Betriebe bilden aus
Platz 157 von 340 Berufen.
2 von 4 · Plan B im selben Betrieb
Jeder 3. Betrieb
bildet auch Fachinformatiker/in aus.
Jeder 3. bildet auch Chemielaborant/in aus.
3 von 4 · Wo?
- Baden-Württemberg10
- Niedersachsen10
- Hessen9
Die meisten Betriebe: Landkreis Göttingen, Berlin, Landkreis Cloppenburg
4 von 4 · Passt der Beruf?
Unsicher, ob dieser Beruf zu dir passt?
Tipp deine Noten und Hobbys ein. Ecki zeigt dir passende Berufe und die Betriebe um die Ecke.
Welche Karriere ist nach der Ausbildung möglich?
Du arbeitest in Teams, die neue Medikamente, Diagnostika, umweltfreundliche Lösungen oder bessere Lebensmittel entwickeln. Wenn du engagiert, genau und wissbegierig bist, hast du gute Chancen. Hier kannst du arbeiten:
- in Forschungsinstituten, etwa an Universitäten, Max-Planck-Instituten oder Helmholtz-Zentren
- in der Pharmaindustrie, zum Beispiel in Arzneimittelentwicklung und Qualitätskontrolle
- in der Biotechnologie, etwa bei Biopharmazeutika, Enzymen oder Diagnostika
- in der Lebensmittelindustrie
- bei Umweltämtern und in Laboren für Wasser-, Boden- und Luftanalysen
- in Krankenhäusern und medizinischen Diagnostiklaboren
- in der Kosmetikindustrie
- in Dienstleistungslaboren für Auftragsforschung und Analytik
- in Pflanzenzüchtung und Agrarwissenschaft
Welche Weiterbildungen gibt es?
So kannst du dich weiterentwickeln:
- Techniker/in: zum Beispiel für Biotechnik oder Chemietechnik, mit Aufgaben in Verfahrenstechnik und Projektmanagement
- Industriemeister/in Chemie: für leitende Aufgaben in der Produktion
- Studium: mit Hochschulreife etwa Biologie, Biochemie, Biotechnologie, Molekulare Biomedizin, Pharmatechnik oder Chemieingenieurwesen
- Spezialisierung: etwa auf Zellkulturtechnik, Gentechnik, Massenspektrometrie, Bioinformatik oder Qualitätssicherung nach GMP
- Mehr Verantwortung: Mit Erfahrung unterstützt du die Laborleitung oder arbeitest in Forschungsprojekten mit.
Fazit: Entdecken, erforschen, erklären
Als Biologielaborant/in verbindest du deine Faszination für Naturwissenschaften mit praktischer Laborarbeit. Du wirkst an Forschung für Gesundheit und Umwelt mit. Die Ausbildung ist dual und dauert in der Regel 3,5 Jahre. Danach kannst du Techniker/in werden, dich spezialisieren oder studieren.
Neugierig geworden? Finde auf dein-ausbildungsplatz.de einen Ausbildungsbetrieb in deiner Nähe.
Mehr Ausbildungsberufe aus diesem Bereich findest du unter Naturwissenschaft.
Dieses Berufsprofil als PDFKostenlos, 4 bis 5 Seiten. Zum Ausdrucken für Unterricht und Elterngespräch, mit QR-Codes zu Betrieben in deiner Nähe.
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